Brandneu: Edle Speerspitze von Rotwild Brandneu: Edle Speerspitze von Rotwild Brandneu: Edle Speerspitze von Rotwild

E-MTB-Neuheiten: Rotwild RX 750 Ultra

Brandneu: Edle Speerspitze von Rotwild

  • Florentin Vesenbeckh
 • Publiziert vor 3 Jahren

Rotwild setzte früh neue Maßstäbe bei E-MTBs, jetzt steht die neue Generation in den Startlöchern. Wir konnten den Prototypen mit Brose Drive S Mag-Motor und großem Akku bereits exklusiv testen.

Wer einmal das Vergnügen hat, mit Lutz Scheffer über Mountainbikes zu sprechen, hat gute Chancen, sich schnell mit offenem Mund wiederzufinden. Das Entwickler-Urgestein (zuvor jahrelang bei Canyon) hat viele Visionen, klare Ansichten und immer die passenden Fakten parat – angefüttert mit einer beeindruckenden Liste an Messwerten und Leistungsdaten. Der gebürtige Schwarzwälder ist seit 2017 bei Rotwild und hat seitdem an dem Projekt RX 750 getüftelt. Herausgekommen ist ein Bike, das in vielerlei Hinsicht eigene Wege geht.

Aber erstmal zu den Eckdaten: Das RX 750 setzt auf einen Vollcarbonrahmen und den Laufradmix aus 29 Zoll am Vorderrad und 27,5 Plus am Heck. Das Fahrwerk liefert vorne wie hinten 150 Millimeter Federweg. Mit dem neuen Brose Drive S Mag sorgt der aktuell wohl ausgewogenste Motor am Markt für die Vortriebsunterstützung. Dazu kommt ein eigens entwickelter 750-Wattstunden-Akku. Wie von aktuellen Rotwild-Bikes gewöhnt, können die Unterstützungsstufen mittels App feinabgestimmt werden.

Markus Greber Edle Optik, Vollcarbonrahmen und Brose Drive S Mag-Motor: das 2020er-Rotwild RX 750.

Markus Greber Voluminöses Steuerrohr, sauber integrierte Zugführung: Das Rotwild RX 750 ist edel und durchdacht.

Die Fakten zum Rotwild RX 750:

  • Vollcarbonrahmen
  • Laufradmix: 29 Zoll vorne, 27,5+ hinten
  • Motor: Brose Drive S Mag
  • Akku: 750 Wattstunden
  • Federweg: 150 mm

Markus Greber Der Brose Drive S Mag sitzt im edlen Carbon-Chassis des RX 750. Kühlrippen sollen die Wärmeableitung aus dem Motorraum erleichtern.

Integration auf allen Kanälen

Die Besonderheiten des Bikes liegen im Detail. Zum Beispiel wurde die Lenker-Vorbau-Einheit eigens entwickelt, um das Stromkabel vom Remote-Hebel zum Motor geschützt und unsichtbar intern zu verlegen. Das Kabel wird unter dem Griff in den Lenker geführt und gelangt von dort über den Vorbau in den Rahmen. Auch die Eightpins-Teleskopstütze setzt auf das Thema Integration. Das Sitzrohr dient gewissermaßen als Außenhülle, der Hub nutzt den kompletten Bereich von der Sitzrohrkante bis zur gewünschten Sitzhöhe. Da ist es beinahe selbstverständlich, dass auch der Geschwindigkeitssensor am Ausfallende integriert ist, während der Magnet geschützt an der Bremsscheibe sitzt.

Markus Greber Volle Integration: Die Eightpins-Teleskopstütze verschmilzt mit dem Sattelrohr zu einer funktionellen Einheit mit besonders viel Hub.

Markus Greber Die Strom- und Signalleitung von der Bedieneinheit zum Motor läuft im eigens entwickelten Lenker und durch den Vorbau direkt ins Rahmeninnere.

Markus Greber Auch der Vorbau wurde eigens entwickelt, um die interne Kabelführung des Rotwild RX 750 zu ermöglichen.

Florentin Vesenbeckh Der Geschwindigkeitssensor am Rotwild RX 750 sitzt dezent am Ausfallende, das Kabel verlässt erst kurz davor das schützende Rahmeninnere. Ebenfalls gut gesichert: der Magnet an der Bremsscheibe.

Der eigens entwickelte Akku steckt im Unterrohr und kann schnell und einfach entnommen werden. Auf den ersten Blick wirkt die Integration wie bei allen anderen Bikes mit Intube-Akku. Allerdings hat Rotwild ein zusätzliches Carbon-Rundprofil in das U-förmige Unterrohr implementiert, das soll die Steifigkeit erhöhen. Gleichzeitig dient das Profil als Kabelkanal. Im Vergleich zu manch anderem Akku mit mehr als 700 Wattstunden fällt die Rotwild-Version kompakt und – im Verhältnis zur Kapazität – recht leicht aus.

Markus Greber Der 750-Wh-Akku des Rotwild RX 750 kann nach unten aus dem Unterrohr entnommen werden. Dazu ist weder ein Schlüssel noch Werkzeug erforderlich.

Markus Greber Der Akku kann wahlweise extern oder im Bike geladen werden. Bei letzterer Methode koppelt man das Ladekabel an eine Buchse im Motorgehäuse. Der magnetische Deckel hält dank Metall-Insert auch am Carbon.

Preise und Modelle

Wie von Rotwild gewohnt, steigt das RX 750 erst in der oberen Preiskategorie ein. Es wird die üblichen drei Modellvarianten Core, Pro und Ultra geben, die allesamt auf einen Vollcarbonrahmen, Brose Drive S Mag und 750er-Akku setzen. Genaue Infos gibt´s bisher aber nur zum Topmodell RX 750 Ultra, von dem wir einen seriennahen Prototypen bereits testen konnten.

Das edle Rotwild RX 750 Ultra wird 9999 Euro kosten. Dafür gibt's ein hochwertiges Fox-Factory-Fahrwerk, Carbonlaufräder von DT Swiss und Shimano-XTR-Bremsen mit vier Bremskolben. Auch die Schaltung stammt aus dem obersten Shimano-Regal: die neue 12fach-XTR. Die Bikes sollen ab September verfügbar sein.

Markus Greber Das Topmodell Rotwild RX 750 Ultra setzt auf Carbonlaufräder, XTR-Ausstattung und Fox-Factory-Fahrwerk. Kostenpunkt: 9999 Euro.

Markus Greber Fahrwerk, Geometrie, Abstimmung: Wie schlägt sich das neue All Mountain Rotwild RX 750 Ultra im Gelände? Wir konnten das Bike bereits ausführlich über Trails scheuchen. 



Wir konnten das Rotwild RX 750 Ultra ausführlich über Trails scheuchen und unserem Prüfprozedere im EMTB-Labor unterziehen. Den kompletten Test, die exakten Geometriedaten und alle Infos gibt´s als PDF unten im Download-Bereich.


Delius Klasing Verlag EMTB 2/19 – Das Magazin für E-Mountainbiker ist ab dem 14. Mai im Handel. Sie erhalten die neue EMTB bequem im  Abo , am Kiosk und darüber hinaus in unserem  Onlineshop  und als  Digital-Ausgabe  für alle Endgeräte.

Themen: BroseDrive S MagEMTB 2/2019E-MTB-Neuheiten 2020Rotwild

  • 0,99 €
    Rotwild RX 750

Lesen Sie das EMTB Magazin. Einfach digital in der Delius Klasing Kiosk App (iTunes und Google Play) oder bestellen Sie es im Shop als Abo oder Einzelheft:

iTunes Store Google Play Store Delius Klasing Verlag
Anzeige
  • E-MTB Neuheiten 2016: Rotwild Generation X
    Das R.X+ FS ist ein All Mountain fürs Grobe

    14.07.2015Drei der neuen X-Modelle von Rotwild sind E-Mountainbikes. Sie tragen einen Brose-Antrieb im Rahmen und bieten die Wahl zwischen 27,5 Zoll- und dicker Plus-Bereifung.

  • EMTB Test 2016: E-MTB-Fullys Topmodelle
    Königsklasse: die besten E-MTB-Fullys im Test

    14.07.2016Ohne Rücksicht auf Preis und Vernunft – diese E-Bikes markieren die Speerspitze in Sachen Innovation, Technik und Design. Dies ist der aufwändigste E-MTB-Test aller Zeiten in der ...

  • Neu 2018: Rotwild R.E+ FS E-Mountainbike
    Rotwild mit Wechsel-Akku

    17.08.2017Rotwild bringt einen Wechsel-Akku aus Carbon, der sich im U-förmigen Unterrohr versteckt und gleichzeitig eine größere Kapazität hat. Außerdem arbeitet der neue Brose-Motor in den ...

  • Rotwild R.E+ FS Evo
    Vollblut Enduro: Rotwild R.E+

    23.09.2017Das Rotwild R.E+ ist ein echtes Enduro: moderne Geometrie, solide Ausstattung und potentes 160er Fahrwerk. Das 7000 Euro teure Topmodell kommt mit Fox Factory-Fahrwerk und Shimano ...

  • Test 2017: Enduro E-MTBs
    Die 8 besten E-Enduros im Test

    31.08.2017Früher oder später erwischt er einen: der E-MTB-Virus. Diesmal ist Enduro-Freak und Gasttester Marcus S. dran, dem wir für seine Hausrunde acht Enduro-E-MTBs verpassten. Die ...

  • Test-Report: Rotwild R.G+FS Evo
    Mit dem E-Downhiller im Bikepark

    11.09.2017Ein Downhill-Bike mit Motor, Was ist das? Sinnlos oder Fortschritt? Im Bikepark gibt’s ja Lifte – und Liftschlangen. Und viel Zeit im Sessel. Na dann, Selbstversuch: Ein Tag im ...

  • Test 2020: E-Motor Brose Drive S Mag
    Update Brose Drive S Mag

    22.12.2020Mit dem Software-Update 7.3.6 werden die kleinen Leistungsspitzen gekappt und dadurch der Motor vor allzu hohen Belastungen bewahrt.

  • EMTB Test 2016 All Mountain Fullys: Rotwild R.C+FS Evo
    Design pur: Rotwild R.C+FS Evo im Test

    13.07.2016Rotwild setzt auf den Antrieb von Brose, versteckt den Akku formschön im Unterrohr und stellt mit 20,4 Kilo ein Hightech-Bike auf die Stollen, das sich fährt wie es aussieht: ...

  • E-MTB-Neuheiten 2021: M1 Sporttechnik Erzberg
    Alltag, Tour oder Enduro? M1 zeigt vielseitiges Edel-E-MTB

    30.10.2020Die E-Bikes von M1 sind durch den bärenstarken TQ-Antrieb bekannt geworden. Der neueste Wurf setzt auf den Brose Drive SMag, eine moderne Geometrie und viel Carbon.

  • E-MTB-Neuheiten 2020: Giant
    Neues E-Enduro von Giant

    02.08.2019Giant bringt ein neues E-Enduro mit dem neuen PW X2-Motor von Yamaha. Mehr dazu gibt's ab 12. August hier. Dann fällt das Embargo und wir können Euch mit Infos versorgen.

  • Umfrage: Motorschaden am E-MTB
    Auswertung Umfrage: War Ihr Motor schon defekt?

    11.08.2020Antriebsschäden am E-MTB sind ärgerlich – aber leider keine Seltenheit. Daher startete EMTB die Umfrage "Motorschäden am E-MTB", über 1900 E-MTB Fans nahmen teil. Jetzt sind die ...

  • E-MTB-Neuheiten 2020: Brose Komplettsystem
    Brose bringt eigenen Akku und eigene Displays

    03.07.2019Bisher mussten sich Bike-Hersteller, die auf einen Brose-Antrieb setzen wollten, ihr Paket mühsam zusammensuchen. Jetzt stellt Brose ein Komplettsystem aus Motor, schlankem Akku ...

  • Defekte Motoren: Brose reagiert mit Software-Update
    Update für Brose Drive S Mag

    30.07.2020Ein Motorausfall ist der Supergau am E-MTB. Zuletzt häuften sich die Klagen über gerissene Riemen an Brose-Antrieben – auch bei uns im Postfach. Wir haben beim Hersteller ...

  • E-MTB-Neuheiten 2020: Canyon Grand Canyon:On
    Canyons neue Wege: E-MTB-Hardtail aus Koblenz

    13.02.2020Integrierter Akku, Shimano-Motor, smarte Details: Mit dem Grand Canyon:On läutet Canyon seine neue E-MTB-Generation ein. Das erste E-Hardtail vom Koblenzer Versender zeigt Canyons ...

  • E-MTB-Neuheiten 2020: Scott Genius eRide 900 tuned
    Genius eRide: Supertourer in Carbon

    15.06.2020Das Scott Genius eRide ist mit langem Federweg und bis zu 1125 Wattstunden ein wahrer Supertourer. Wir konnten die neue "tuned" Carbon-Ausführung des All Mountains bereits in ...