E-MTB Neuheiten 2020: GT-E Force und Pantrera

GT-E Force und Pantera: Preis-Leistung an erster Stelle

  • Adrian Kaether
 • Publiziert vor einem Jahr

Die neuen E-Bikes von GT sollen Spaß machen ohne dabei zu teuer zu werden. Das Hardtail Pantera ist das Bike für Tourenfahrer, mit dem Enduro-inspirierten Force kann man es richtig krachen lassen.

GT war Anfang der 90er-Jahre eine der angesagtesten Bike-Marken. Zwar genoss die US-Firma mit dem berühmten Hardtail Zaskar im Triple Triangle Design nie den Kult-Status von Yeti oder Klein. Aber spätestens seit Hans Rey auf GT Bikes seine todesmutigen Stunts auf die Leinwand brannte, war es vorbei mit dem Schattendasein der Marke. Auch im Renngeschehen konnten sich die Amerikaner in der Folge beweisen: erst mit den Athertons im Downhill-Worldcup, jetzt mit Martin Maes – meistens – im Endurosektor.

Aufs Wesentliche konzentriert: Das GT-E Force kommt mit Martin Maes' EWS-erprobtem Hinterbau und funktionellen Komponenten ohne Schnickschnack. Für amerikanische Verhältnisse fällt es deswegen eher günstig aus.

Aber die Zeit bleibt nicht stehen, und schon seit längerer Zeit steht ein neuer Stern am Bike-Himmel, der immer heller und heller scheint. Zeit für GT, auch das E-Bike ernst zu nehmen. Mit dem Enduro Force GT-E und dem Hardtail Pantera GT-E stellen die Amerikaner zwei ausgereifte Pedelec-MTBs vor, die gleichzeitig funktionell und trotzdem nicht übermäßig teuer sein sollen. Das Hardtail Pantera GT-E mit 29-Zoll-Laufrädern und 120 Millimetern Federweg in der Front richtet sich dabei eher an Tourenfahrer, während das Force GT-E ganz offen Martin Maes‘ Enduro-Race-Bike aus der EWS (Enduro World Series) kopiert. Nur eben mit Motor. Ein Bike für alle, die es im Gelände auch regelmäßig richtig krachen lassen wollen.

Alle GT E-Bikes kommen mit Shimano-Antrieb. Vom E-5000 über E-7000 bis zum E-8000 ist je nach Preislage alles vertreten.

Klein aber fein: Das Shimano-SC-E7000-Display liefert alle wichtigen Informationen.

Pantera GT-E: Ein Hardtail für entspannte Touren

Zwischen 2399 und 3199 Euro sind mindestens für den Einstieg in das E-MTB-Segment von GT fällig. Dafür liefern die Amerikaner dem Kunden mit dem Pantera GT-E ein gutmütiges und vielseitiges Hardtail, das mit Shimano-Steps-Antrieb und einer ausgewogenen Geometrie auf der Höhe der Zeit ist und sich sowohl auf entspannten Touren als auch im leichteren Geländeeinsatz wohlfühlen sollte. Die Kapazität der im Rahmen integrierten Batterien liegt über alle Varianten bei 504 Wattstunden, ansonsten ist die Ausstattung des Bikes stark abhängig vom Modell.

Das Hardtail Pantera GT-E richtet sich an Tourenfahrer, die auch mal einen Ausflug ins Gelände wagen wollen. Mit einer ausgewogenen Geometrie, breiten und großen Reifen und –zumindest im Topmodell – soliden Komponenten sollte das kein Problem sein.

Das Einstiegsmodell Pantera Dash (2399 Euro) schont mit sehr günstigen Komponenten und Steps-E-5000-Antrieb vor allem den Geldbeutel. Das Topmodell Pantera Bolt (3199 Euro) bietet mit Rockshox-Judy-Gabel, SX-Eagle-Antrieb, guten Reifen und Shimano-Steps-E-8000-Motor eine solide Ausstattung, mit der auch Touren im schwererem Gelände Spaß machen. Dazwischen platziert sich das Pantera Current (2699 Euro) mit dem Steps-E-7000-Motor und günstigen Parts.

Das GT-E Pantera Bolt kostet 3199 Euro und ist die Speerspitze des Hardtail-Lineups. Mit der funktionellen Judy-Gabel, hochwertigen Nobby-Nic-Reifen sowie soliden Schalt- und Bremskomponenten kann man sich auch in etwas schwereres Gelände wagen.

Force GT-E: 150 Millimeter Federweg, 29 Zoll

Verglichen mit dem Pantera spielt das Force GT-E in einer völlig anderen Liga. Schwer und lang, viel Federweg plus große Laufräder, damit ist das Force für jede Herausforderung im Gelände gewappnet. Der Lenkwinkel liegt bei flachen 65 Grad, der Sitzwinkel beträgt 76 Grad und der Reach 475 Millimeter in Rahmengröße L. In Kombination mit den 455 Millimeter langen Kettenstreben könnte das Force schnelle Piloten mit viel Laufruhe belohnen und schwierige Passagen bereitwillig erklettern, ohne dass die Front zu schnell leicht wird. Bis zum Fahrtest bleibt das aber Spekulation.

Das GT-E Force AMP kostet 4499 Euro und stellt aktuell die Spitze von GTs E-MTB-Palette dar. 150 Millimeter Federweg, Downhillreifen, Laufräder in 29 Zoll.

Anders als beim stärker budgetorientierten Pantera gibt es beim Force GT-E nur zwei Ausstattungsvarianten: Das Topmodell AMP (4499 Euro) und das Modell Current (3799 Euro). Das günstigste Modell Dash fällt weg. Allerdings hätte eine Ausstattungsvariante unterhalb des bereits sparsam bestückten Current auch im harten Geländeeinsatz keinen Sinn mehr gemacht – und dafür ist das Force schließlich gebaut. Etwas luxuriöser als das Current kommt das AMP daher, das mit seinem E-8000-Antrieb, Rockshox-Fahrwerk (35 Gold, Deluxe Select R), Shimanos neuen Vierkolben-Stoppern MT420, der Sram-SX-Eagle-Schaltung sowie den Downhill-Reifen von Maxxis auch für harte Trails gerüstet ist.

Alle weiteren Infos zu den neuen GT E-Bikes finden sie auf der Website des Herstellers.

Vollgas, egal welche Strecke vor einem liegt. Mit dem 29-Zoll-All-Mountain GT-E Force sollten auch schwere Geländeausflüge kein Problem sein.

Der Manual, beim GT-E Force wohl eher was für die Profis. Mit 455 Millimeter langen Kettenstreben braucht es offenbar etwas höheren Einsatz, damit das Vorderrad richtig steigt. Dafür klettert das Bike theoretisch so besser.

Themen: E-EnduroE-FullyE-HardtailGTNeuheiten 2020


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