E-MTB Neuheiten 2016: Haibike

Haibike rüstet E-MTB Flotte auf

  • Adrian Kaether
 • Publiziert vor 6 Jahren

Für die meisten Hersteller sind E-Bikes im MTB-Sektor immer noch nur ein Zubrot. Haibike setzt für die Saison 2016 komplett auf E-Bikes und hat auch seine Entwicklung voll darauf konzentriert.

Für Haibike sind E-Bikes "The next big thing". Ein Marketingspruch, von dem man halten kann, was man will, doch Fakt ist, dass Haibike seine E-Bike-Flotte für die Saison 2016 so konsequent aufgebaut hat wie wohl kein anderer Hersteller auf dem Markt.

Haibike will mit seiner neuen Generation von E-Bikes den besonderen Anforderungen der batteriegetriebenen Bikes Rechnung tragen. Speziell konstruierte Rahmen sollen für die nötige Steifigkeit trotz Motor sorgen, die Motoraufhängung selbst wurde auf Steifigkeit hin optimiert. Kurze Kettenstreben sollen trotz des Gewichts für die nötige Verspieltheit sorgen.

Die Haibike E-MTB-Flotte für 2016 im Überblick

11 Bilder

Doch was Haibike aktuell von anderen Herstellern abhebt, ist die Modellpalette. Denn Haibike zieht für die neue Saison ein mit 17,6 Kilogramm sehr leichtes E-Race-Fully aus dem Hut, als auch einen richtigen E-Downhiller mit Doppelbrückengabel und 200 Millimeter Federweg. Ein echtes Unikum in der E-Mountainbike-Welt. Die neuen Xduro-Modelle und das bewährte Nduro wollen wir hier kurz vorstellen. Weiterhin im E-Bike-Programm von Haibike: E-Rennräder, E-Fatbikes und vieles mehr mit Elektroantrieb von Haibike. Einen Überblick über die Modellpalette gibt unsere Bilderstrecke hier:

Xduro Fullseven Carbon Ultimate

Ein E-Race-Fully aus Carbon? Haibike nimmt das Thema E-Bike richtig ernst und fuchst auch beim Topmodell seiner E-MTB-Reihe um jedes Gramm. Laufräder aus Carbon, Rahmen aus Carbon, Sattelstütze, Lenker und Kurbeln aus Carbon. Damit zieht das Haibike Xduro FullSeven mit seinem analogen Bruder gleich. Der Rahmen wiegt trotz der aufwändigen Aufhängung und den größeren Anforderungen nur 2790 Gramm.

Haibike Das FullSeven ist das Flagschiff der E-Racebikes. Alles ist hier auf Gewicht optimiert. 

Der Motor für die Rennsportrakete mit Nachbrenner ist die neuesten Generation des E-Motors von Bosch. Er leistet 75 Nm Drehmoment. Die Akkukapazität liegt bei 500 Wattstunden. Ehrensache, dass natürlich auch beim Fahrwerk in das oberste Regal gegriffen wird. Vorne sorgt die Rock Shox SID XX Worldcup mit Carbon Gabelkrone und Remotelockout für den Bodenkontakt, hinten ein Fox DPS Factory Kashima. Gebremst wird mit der Magura MT8, die natürlich ebenfalls in großen Teilen aus Carbon besteht. Preis für das Topmodell mit Shimano XTR Di2 Schaltgruppe: 14999 Euro!

Xduro Dwnhll Pro

Das Xduro Dwnhll ist wohl das erste richtig ernstzunehmende E-Downhill-Bike auf dem Markt. Eigentlich verwunderlich, denn der Motor löst ja das Problem mit der Ineffizienz und dem Gewicht von mehr Federweg. Der Lift wird damit überflüssig, man kann auch mit dem Downhillbike jeden Berg erkunden, ohne dabei durch das lästige Hochschieben aufgehalten zu werden.

Haibike Ein neuer Stern am E-MTB-Himmel: Das Dwnhll ist eins der ersten echten E-Downhill-Mountainbikes. Die Ausstattung weicht von der Abbildung ab.

Damit jedoch auch bergab der Spaß eines normalen Downhillers erhalten bleibt, muss die Steifigkeit der Komponenten dem höheren Gesamtgewicht Rechnung tragen. Kein Wunder also, dass Haibike in das Dwnhll Pro eine Fox 40 eingebaut hat, die mit ihren vier Zentimeter dicken Standrohren wohl noch die besten Chancen hat, auch mit E-Motor absolute Lenkpräzision zu gewährleisten.

Auch sonst ist die Auststattung robust. Ein Schlagabsorber schützt die Batterie mit 500 Wattstunden, gebremst wird mittels Shimano Saint mit 203-mm-Scheiben, hinten dämpft ein Fox Float X2 Factory Kashima die Schläge. Für den Vortrieb sorgt, wie beim Fullseven, der 250 Watt Boschmotor.

Xduro Nduro Pro

Das E-Enduro ist das bisher erfolgreichste E-MTB von Haibike. Für 2016 wurde es neu aufgelegt und seine Komponenten nach Kundenwunsch angepasst. Neu ist vor allem der 250-Watt-Motor von Yamaha mit einem Maximaldrehmoment von 80 Newtonmetern. Im Fahrwerk arbeiten eine Fox 36 Factory Kashima und ein Fox Float X Kashima, gebremst wird mit dem Schwabenanker Magura MT7, der den Kraftprotz auch im härtesten Geläuf sicher zum Stehen bringen dürfte.

Haibike Das Haibike Nduro gibt es in mehreren Ausstattungsvarianten. Diese Variante ist eher als Freerider für den Bikepark gedacht.

Themen: DownhillE-BikeEnduroEurobikeEurobike 2015HaibikeRace-Fully


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