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Einzeltest 2019: E-Mountainbike Centurion Numinis Trail E Einzeltest 2019: E-Mountainbike Centurion Numinis Trail E

Einzeltest 2019: E-Mountainbike Centurion Numinis Trail E

Top-Allrounder: Touren-Bike Centurion Numinis Trail E

Florentin Vesenbeckh am 11.09.2019

Touren-Bike oder Trail-Räuber? Auf den ersten Blick ist das neue Centurion Numinis Trail E schwer einzuordnen. Im Test zeigt es sich als Top-Allrounder.

135 Millimeter Federweg am Heck, 29 Zoll, Platz für einen Flaschenhalter: Die rohen Daten von Centurions neuem E-MTB lassen einen schnellen Tourer vermuten. Schaut man genauer hin, entdeckt man massive 2,5er-Reifen, einen Dämpfer mit Ausgleichsbehälter und markige Vierkolbenbremsen. Wo reiht sich der Neuling ein? Beim Losrollen fällt die sportliche Sitzposition auf. Dazu gesellen sich sehr griffige 29er-Reifen, mittellange Kettenstreben und ein antriebsneutraler Hinterbau. Das macht das Numinis zum exzellenten Kletterer, der locker auch fiese und steile Anstiege packt. Neigt sich der Trail in Richtung Tal, wirkt das Bike ebenso erwachsen. Die großen Laufräder bringen viel Ruhe und Sicherheit in die Fahrt, mit Forstwegen will sich das Bike nicht zufriedengeben.

Auch im ruppigen Gelände macht das Centurion eine gute Figur, hier glänzt das sehr hochwertige und äußerst sensible Fox-Factory-Fahrwerk. Sportliche Piloten wünschen sich auf wirklich wilden Trail-Ritten allerdings etwas mehr Progression im Hinterbau. Enge Kurven verlangen mit dem 29er etwas mehr Krafteinsatz, doch wirklich träge fährt sich das leichte Bike nicht. Apropos leicht: Das geringe Gewicht erreicht Centurion ganz ohne Carbon-Rahmen, sondern durch eine klassische Kons­truktion mit externem Akku. Auch bei der Ausstattung macht Centurion keine Fehler: 165er-Kurbeln sorgen für viel Bodenfreiheit, Vierkolbenbremsen bringen die nötige Verzögerung, Shimanos elektronische Di2 sorgt für eine Extra-Portion Glanz. Die Maxxis-Reifen kommen mit der neuen EXO+Karkasse für besseren Pannenschutz.

Fazit zum Centurion Numinis Trail E

Top-Allrounder für ausgedehnte Touren, aber auch mit viel Reserven für anspruchsvolle Abfahrten. In technischen Anstiegen beeindruckt der massive Grip der stark profilierten 29er-Reifen. Bergab eher laufruhig und sicher als verspielt.

PLUS   Hochwertiges Fahrwerk, elungene Geometrie
MINUS   Etwas wenig Progression im Hinterbau

Einzeltest 2019: E-Mountainbike Centurion Numinis Trail E

Centurion Numinis Trail E: Macht klar, dass sich das Numinis nicht mit seichten Forstwegausfahrten abspeisen lässt: der potente Dämpfer mit Ausgleichsbehälter. Zudem bietet der DPX2 sinnvolle Einstellmöglichkeiten.

Einzeltest 2019: E-Mountainbike Centurion Numinis Trail E

Schönheitsfehler: Centurion setzt beim Numinis Trail E auf einen klassischen Speichensensor an der Kettenstrebe und den Speichenmagnet an der Speiche. Interne Lösungen sind eleganter und bieten weniger Defektpotenzial.


Reichhöhe   1309 hm
Zeit/500 hm4   25:04 min
Preis   6199 Euro

ANTRIEB
Motor   Shimano Steps E8000
Maximales Drehmoment¹   70 Nm
Akku¹  / -Gewicht²  / Preis Ersatz-Akku   Steps 8010, 500 Wh, 2614 g / 699 Euro
Schaltung   Shimano XT Di2 (11fach)
Übersetzung (v. / h.)   34; 11–46
Display / Größe   Shimano M8000 / 21 x 38 mm

AUSSTATTUNG
Gabel / Dämpfer   Fox 36 Factory Grip2 / Fox DPX2 Factory
Federweg¹  (v. / h.)   140 mm / 135 mm
Teleskopstütze   Procraft, 150 mm
Bremse / Disc Ø (vorne / hinten)   Shimano XT Vierkolben / 200 mm / 180 mm
Laufräder   DT Swiss H 1900 Spline 30 Hybrid
Laufradgröße   29''
Reifen   Maxxis DHF / DHR II 3C EXO+, 29 x 2,5 Zoll

MESSWERTE² 
Größen / Rahmenmaterial   S / M / L / XL / Aluminium
Gewicht   21,92 kg
Schwerpunkthöhe   520 mm
Lenkerbreite   780 mm
Kurbellänge / Q-Faktor   165 mm / 182 mm
Reach / Stack   463 mm / 658 mm

EMTB-URTEIL   SUPER³     

Einzeltest 2019: E-Mountainbike Centurion Numinis Trail E

Centurion Numinis Trail E

Einzeltest 2019: E-Mountainbike Centurion Numinis Trail E

Centurion Numinis Trail E


¹ Herstellerangabe 
² Ermittelt an den Prüfständen im EMTB-Testlabor, Gewicht ohne Pedale. 
³ Das Urteil gibt den subjektiven Eindruck der Tester und die Ergebnisse der Reichhöhenmessung und der Labortests wieder. Die Bewertung ist immer im Verhältnis zur jeweiligen Kategorie (Hardtail, Tour/Trail, Enduro) zu verstehen. 

Ermittelt auf dem Rollenprüfstand im EMTB-Testlabor auf höchster Unterstützungsstufe, konstante Steigung ohne Flachstücke, 130 Watt Tretleistung des Fahrers. Die Zeit / 500 hm bezieht sich auf die ersten 500 Höhenmeter.
Das EMTB-Urteil ist preisunabhängig. 
EMTB-Urteile: super (ab 350 Punkte), sehr gut (ab 315 Punkte), gut (ab 280 Punkte), befriedigend (ab 245 Punkte), mit Schwächen (ab 210 Punkte), darunter ungenügend. 4Durchschnittswert aus dem Reichhöhentest über die gesamte Distanz.


EMTB Titel 4/2018

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Florentin Vesenbeckh am 11.09.2019