E-MTB Werkstatt-Tipps für defekte am Motor und am Antrieb E-MTB Werkstatt-Tipps für defekte am Motor und am Antrieb

E-MTB Werkstatt: Motor und Antrieb reparieren

Defekte am E-Mountainbike reparieren

EMTB Magazin am 01.08.2016

Ein sabotierendes Antriebssystem kann den Spaß auf Tour gehörig einbremsen. Ist der Tag gelaufen, wenn der Motor streikt? Oder lässt sich das E-MTB mit einfachen Bordmitteln wieder in Gang bringen?

Um es gleich vorweg zu nehmen: Bei einem kapitalen Motorschaden haben E-Mountain­biker nur wenige Möglichkeiten, die Fuhre wieder in Gang zu bringen. Zum Glück sind Elektro-Motoren weit weniger anfällig für Ausfälle als Verbrennungsmaschinen. Die Gefahr, mit einem Mechanikschaden mitten im Nirgendwo stehen zu bleiben, ist deshalb sehr gering. Anders sieht es mit den elektrischen Bauteilen an E-Bikes aus. Gefährdet sind vor allem elektrische Leitungen zur Stromversorgung oder zur Anbindung von Sensoren. Besonders dann, wenn sie nicht innerhalb der Rahmenrohre verlegt sind oder dort verlegt werden können.

Wer stürzt, zu eng an Wurzelwerk vorbeischrabbt oder irgendwo hängen bleibt, kann schon mal ein Kabel abreißen. Vor allem dann, wenn es nicht auf ganzer Länge eng am Rahmen anliegt. Solche Kabeldurchhänger an Kettenstreben, am Tretlager oder am Lenker sind Sollbruchstellen, auf die man vor Antritt der Fahrt ein Auge haben sollte. Überhaupt lassen sich durch einen akkuraten Pre-Check die meis­ten Ursachen für Antriebsausfälle im Vorfeld verhindern. So sollten die schon erwähnten Kabeldurchhänger mit Kabelbindern fixiert werden, der Akku auf festen Sitz kontrolliert und die Befestigung von Display und Bediensatellit überprüft werden. Eine gute Idee ist auch, die Kontakte von abnehmbaren Displays,

Akkus und Steckerverbindungen trockenzuhalten und ab und zu mit einem Korrosionsschutz einzusprühen. Dort auftretende Nässe und Rost sind nicht selten der Grund für Ausfälle oder stotternde Antriebssysteme. Kleinere Schäden lassen sich meist selbst so weit reparieren, dass man zumindest wieder nach Hause kommt. Als Mindestausrüstung für E-Biker gehören deshalb zusätzlich zum Minitool Kabelbinder und Tape in den Touren-­Rucksack. 

Fotostrecke: E-MTB Werkstatt-Tipps für defekte am Motor und am Antrieb

E-MTB Werkstatt-Tipps für defekte am Motor und am Antrieb

Kabelführung Elektrische Leitungen sollten eng am Rahmen anliegen. Schlaufen und abstehende Kabel können an Hindernissen hängen bleiben und irreparabel beschädigt werden. 

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Kontakte Ihr größter Feind sind Feuchtigkeit und Schmutz. Sollte Nässe bis zu den Pins vorgedrungen sein, eignet sich zur Reinigung ein weiches und saugfähiges Tuch am besten.

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Kabelbefestigung Gebrochene Befestigungen elektrischer Leitungen werden am einfachsten mit Kabelbindern fixiert. Die sollten ohnehin in keinem Touren-Rucksack fehlen.

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Bediensatellit Die Taster der Motorbedienung müssen intuitiv erreichbar sein. Ein verdrehtes Bedienteil lenkt beim Fahren ab. Zum Einstellen braucht man nur einen Schraubendreher oder Inbus-Schlüssel. 

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Display-Akku Anders als das Bosch Nyon im Bild verbinden sich manche Displays per Funk mit der Motorelektronik. Ihr interner Akku muss über eine USB-Buchse separat geladen werden.

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Display-Bruch Ein aus seiner Halterung gebrochenes Display lässt sich notdürftig mit Tape fixieren. Es muss fest und spielfrei sitzen. Vorher Schmutz und Nässe an den Kontakten entfernen.

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Akku-Halterung Der Akku sollte fest am Rahmen sitzen. Bei manchen Fabrikaten, wie hier bei Bosch, lässt sich eventuelles Spiel an der Schraubverbindung der Halterung festziehen. 

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Kontaktpflege Feuchte Witterung ist beim Biken Gang und Gäbe. Feuchtigkeit ist aber Gift für elektrische Kontakte. Spezielle stromleitende Korrosionsschutz-Sprays verhindern Ausfälle durch Nässe und Rost.

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Speed-Sensor Verrutscht der Speichenmagnet des Speed-Sensors, geht meist nicht mehr als Schrittgeschwindigkeit. Richten Sie den Magneten exakt auf den Empfänger aus, dann ist das Problem gelöst.

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EMTB Magazin am 01.08.2016