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Troubleshooting: So wird ihr E-MTB wieder Fit am Berg Troubleshooting: So wird ihr E-MTB wieder Fit am Berg

E-MTB Reparatur-Tipps für unterwegs

Troubleshooting: So reparieren Sie Ihr E-MTB auf Tour

Jochen Donner am 15.04.2019

Was tun, wenn das E-MTB während der Tour am Berg plötzlich seinen Dienst quittiert? Mit diesen Tricks bekommen Sie ihr E-MTB wieder flott und beugen den gängigsten Problemen vor.

E-MTBs fahren mit einem exakt abgestimmten und elektronisch permanent überwachten Antriebssystem. Allein die Drehzahl der Kurbel wird oft mehrere Hundert Mal pro Umdrehung gemessen, Dehnmessstreifen checken die vom Biker aufgebrachte Kraft, Sensoren kontrollieren jede Radumdrehung. Die Systeme erkennen Stürze und vergleichen selbst die Motorwärme mit der Außentemperatur.

Tritt an dieser hochkomplexen Blackbox-Technik ein Schaden auf, kann der Biker daran rein gar nichts reparieren. Die gute Nachricht lautet: Selbst mit kapitalem Motorschaden ist ein E-MTB nicht gleich immobil. Die gute alte Fahrradtechnik macht das Vorwärtskommen mit Muskelkraft in fast allen Fällen weiter möglich. Bleiben Sie im Falle eines Ausfalls unterwegs also cool: Gehen Sie zuerst systematisch die möglichen Fehlerquellen und unsere Check-Liste durch.

SCHNELL-CHECK

  • Ist das System wirklich "an"? Checken Sie bei einem Systemausfall zuerst, ob das System nicht versehentlich ausgeschaltet wurde. Die Tasten sind oft sehr sensibel, eine zufällige Berührung entscheidet oft schon über aus oder an.
  • Bei einem Totalausfall hilft möglicherweise ein Neustart: Trennen Sie, falls möglich, Display und Kabelstecker, nehmen Sie den Akku ab. Warten Sie drei Minuten, und ver-binden Sie alle Komponenten wieder mitein-ander. Starten Sie dann das System neu.
  • Ist der Motor überhitzt? Der Bereich der optimalen Betriebs­temperatur ist oft sehr schmal. Im Sommer, bei direkter Sonneneinstrahlung auf langen Steigungen, kann ein Motor schnell überhitzen. Er geht dann bei stark reduziertem Schub in den Notlauf-betrieb. Lassen Sie das Bike, möglichst im Schatten, etwa 20 Minuten abkühlen und machen Sie solange erst mal Pause.
  • Steht der Magnetgeber am Hinterrad korrekt? Die Magnethalterung an der Speiche lässt sich leicht verdrehen. Oder der Magnet kann aus der Halterung gefallen sein. Checken Sie den Magneten auf korrekte Position: Er muss senkrecht zum Empfänger an der Innenseite der Kettenstrebe stehen. Bei Bosch sollte der Abstand zwischen 5 und 17 mm liegen.

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Jochen Donner am 15.04.2019