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Kaufberatung: E-MTBs und E-Bikes für Kinder

E-Mountainbikes für Kinder

Tobias Brehler am 05.10.2016

Machen E-Bikes für Kinder Sinn? Sie könnten zwar physische Diskrepanzen verkleinern, allerdings auch psychisch überfordern. Außerdem bleiben Preis und Gewicht hoch – zumindest eins von beidem.

E-Mountainbikes für Kinder und Jugendliche: Fluch oder Segen? Warum gibt es überhaupt E-Bikes für Kinder? Damit Eltern die – dank Gameboy, Handy und Fernseher ohnehin schon ausgeprägte – Trägheit unterstützen? Nicht wirklich. Der Bedarf für motorisierte Kinderfahrräder ist einleuchtend: Der Nachwuchs bringt einfach nicht genug Zug auf die Kette und hat keinen Spaß an langweiligen Anstiegen. Mit ein wenig Unterstützung könnte der Leistungsdefizit kompensiert werden. Konjunktiv deshalb, da ein E-Bike den Nachwuchs auch schnell überfordern kann.

Die wenigen Hersteller, die E-Bikes für Kinder im Programm haben, setzen dabei auf unterschiedliche Antriebssysteme mit unterschiedlich viel Leistung. Wird die Leistung nicht ab Werk gedrosselt, macht es Sinn, sie je nach Alter und Gewicht selbst zu regulieren – wenn das möglich ist. So treiben große Motoren und Akkus nicht nur das Gewicht in die Höhe, sondern sind bei kleinen Kindern unter Umständen zu viel des Guten.

Ben-E-Bike hat sich auf die Entwicklung von E-Bikes für Kinder spezialisiert und setzt auf kleine Motoren mit wenig Leistung. Dafür bleibt das Gewicht der Bikes sensationell niedrig: Das Twentysix E-Power Race, ein 26 Zoll Race-Hardtail mit Carbon-Starrgabel – wiegt nur 8,8 Kilo. Dass der verbaute Nabenmotor mit 30 Newtonmetern nicht mit einem Bosch Active Line-Antrieb mithalten kann, dürfte klar sein. Doch gerade für kleine, leichte Kinder macht das Konzept durchaus Sinn.

Sechs E-Mountainbikes für Kinder im Überblick

Haibike Sduro HardFour 4.0

Haibike Sduro HardFour 4.0
Im 24-Zöller setzt Haibike das Yamaha PW-System mit 250 Watt Leistung ein. Diesen Antrieb befeuert ein 400 Wh-Akku. Für 2199 Euro verfügt das 18,9 Kilo schwere Alu-Hardtail über eine Suntour-Federgabel und Scheibenbremsen. Das E-MTB eignet sich für Kinder ab einer Körpergröße von 1,40 Metern. Die Motorunterstützung schaltet ab einer Geschwindigkeit von 20 km/h ab.

Bulls Twenty4 E

Bulls Twenty4 E
Bulls hat mit dem Twenty4 E ein Hardtail mit 24 Zoll-Laufrädern im Angebot. Das Bike wird von einem Bosch Active Line-Antrieb (250 Watt) mit 400 Wh-Akku angetrieben. Für das 21,5 Kilo schwere E-MTB ruft Bulls 1999 Euro auf.

KTM Macina Mini Me 24

KTM Macina Mini Me 24
Auch KTM setzt bei seinem Kinder-E-Bike auf den Bosch Active Line-Antrieb mit 250 Watt Leistung und 400 Wh-Akku. Allerdings ist die Schiebehilfe deaktiviert und die Maximalgeschwindigkeit auf 20 km/h begrenzt. Das orange Bike bringt 19,5 Kilo auf die Waage und kostet 2199 Euro.

ben-e-bike twentyfour epower air

Ben-E-Bike Twentyfour E-Power Air
Ben-E-Bike hat sich auf E-Mountainbikes für den Nachwuchs spezialisiert. Das Unternehmen bietet leichte E-Bikes von 20 bis 26 Zoll Laufradgröße an. Der gezeigte 24-Zöller mit Luftfedergabel kostet 1899 Euro und wiegt 12 Kilo. Der Akku bietet 175 Wh, die Motorleistung kann variabel eingestellt werden.

ben-e-bike twentyfour epower air sl

Ben-E-Bike Twentyfour E-Power Air SL
Wie der Name bereits suggeriert, handelt es sich bei diesem Bike um die edle "Superlight"-Version des 24-Zoll-Hardtails. Es soll nur 10,8 Kilo wiegen, kostet aber auch stolze 3499 Euro.

BH Bikes EasyGo Kid

BH Bikes EasyGo Kid
Das Kinderfahrrad von BH Bikes rollt auf 24er-Laufrädern und verfügt über einen schick integrierten EasyGo-Antrieb. Dieser leistet 250 Watt und wird von einem 200 Wh-Akku befeuert. Für 1599 Euro wandert das 17,5 Kilogramm schwere E-Bike über die Ladentheke.

Tobias Brehler am 05.10.2016