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Grandioses Saisonfinale: MTB-Bundesliga Titisee-Neustadt

Leoni Fend gewinnt das Bundesligafinale

Ludwig Döhl am 04.10.2018

Leonie Fend gewinnt ihr erstes Bundesligarennen bei den Juniorinnen, Simone Roßberg wird Vierte. Beide landen auf dem Treppchen der Gesamtwertung. Pirmin Sigel verpasst im U23-Rennen das Podium knapp.

Das BIKE Junior Team powered by Bulls feiert einen erfolgreichen Saisonabschluss. Leoni Fend gewinnt ihr letztes Rennen als Juniorin und katapultiert sich damit auf den zweiten Rang in der Bundesliga-Gesamtwertung. Simone Roßberg wird in Titisee-Neustadt Vierte und landet in der Gesamtwertung mit nur sieben Punkten Rückstand auf Leoni auf Rang drei. Pirmin Sigel verpasst in seinem ersten Jahr in der U23 das Podium von Titisee-Neustadt nur ganz knapp, ist mit seinem vierten Rang aber dennoch zufrieden. 

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Beim Bundesligarennen in Freudenstadt verlor Leoni noch den Zweikampf gegen Emma Eydt. In Titisee-Neustadt holte sie sich ihren ersten Bundesligasieg in einem Sprintfinale. 

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Simone Roßberg wird Vierte bei den Juniorinnen und sichert sich damit noch den dritten Rang in der Gesamtwertung.

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Das Juniorinnen-Podium der Bundesligagesamtwertung 2018 (v. l.): Leoni Fend, Emma Eydt, Simone Roßberg. 

Rennbericht von Pirmin Sigel (U23m)

Am Samstag in Titisee Neustadt durfte ich wieder in der Elite starten, da es kein eigenes U23-Rennen gab. Ich reiste am Freitag früh an und schaute mir besonders intensiv die Strecke an. Nach dem Bundesligarennen in Freudenstadt eine Woche zuvor war ich krank geworden und saß die ganze Woche nicht ein einziges Mal auf dem Rad. 

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Pimin Sigel fährt am Ende der Saison sein bislang bestes Ergebnis in der Bundesliga ein. Er verabschiedet sich mit einem vierten Rang in die Saisonpause.

Auf der Strecke merkte ich, dass ich trotzdem ganz gute Beine hatte. Die Strecke machte echt Spaß und ich fühlte mich von Anfang an wohl auf dem Kurs. Am Samstag startete mein Rennen erst um 17.30 Uhr. Weil ich viel Zeit hatte, schaute ich mir noch das Rennen der Junioren an und konzentrierte mich erst dann auf mein Rennen.

Am Start kam ich nicht wirklich gut weg, konnte mich aber doch etwas vorarbeiten. Das Feld war noch sehr dicht, es wurde ein ordentliches Tempo angeschlagen. Fahrer zu überholen war kaum möglich. So kam ich als ca. 25. aus der ersten Runde. Im weiteren Rennverlauf konnte ich jedoch stetig mit ordentlich Zug auf der Kette nach vorne fahren und Platz um Platz gutmachen. So erreichte ich die Gruppe um Markus Schulte-Lünzum und Martin Frey. Leider passierte dann ein unnötiger Sturz, und ich verlor kurz den Anschluss.

Bis dahin fuhr ich wie in einem Tunnel und erst nach dem Sturz bemerkte ich, wie gut ich eigentlich im Rennen lag! Aufgrund des hohen Tempos entschied ich mich, etwas dosierter zu fahren. Ich wollte meine Platzierung halten. Wäre ich weiterhin mit Vollgas gefahren, hätte ein Hungerast sicher nicht mehr lange auf sich warten lassen. Die Entscheidung war klug, denn am Ende wurde ich 16. in der Elite Klasse. In der U23, meiner eigentlichen Altersklasse wurde ich sogar Vierter!

Mit diesem Hammer-Ergebnis bin ich super zufrieden! Es hat mein Gefühl von Freudenstadt, gute Beine zu haben, bestätigt! Jetzt beginnt die Off-Season. Das nächste Herausforderung findet für mich in vier Wochen im Krankenhaus statt – mein Metall, welches ich seit einem Jahr nach meinem Oberschenkelhalsbruch in der Hüfte trage, wird entfernt. Es hat mir gute Dienste geleistet und mir diese Saison ermöglicht – aber ich bin froh, wenn ich es wieder los bin. Ich freue mich auf die nächste Saison!

  
Ride clean, Pirmin
 

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Familienbetrieb: Während Pirmin auf der Rennstrecke seine Runden dreht, steht Vater Bernd in der Verpflegungszone. Schwester Lynn knipst Fotos neben der Rennstrecke.

Ludwig Döhl am 04.10.2018