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BIKE Junior Team: WM Lenzerheide 2018

Leoni Fend sammelt Erfahrung im Nationaltrikot

Ludwig Döhl am 20.09.2018

Nach einer starken Saison war Leoni Fend etwas enttäuscht von ihrer Platzierung bei der MTB-Weltmeisterschaft. Dabei könnte sie mit Rang 21 zufrieden sein. Aber der Ehrgeiz treibt sie weiter an.

Nach der Junior Series in Basel stand vor allem am Montag die Regeneration an erster Stelle, um für die Weltmeisterschaft am Donnerstag bestens vorbereitet zu sein. Wie gewohnt fand an den anderen verbleibenden Tagen die Streckenbesichtigung sowie die Vorbelastung auf dem Programm. Nachdem wir mit der Nationalmannschaft Mitte August schon einen WM-Vorbereitungslehrgang absolviert hatten, war uns die 4,2 Kilometer lange und mit 188 Höhenmetern gespickte Strecke bereits bekannt und deshalb wusste ich, dass mir die Strecke im Normalfall sehr entgegen kommt. Mit nur einem längeren Asphaltanstieg und etwas kürzeren Wurzel-Uphills, sowie einigen technisch anspruchsvollen Passagen wie dem „Mercedes Benz Rock“ oder der „Näf Kante“ war die Strecke sowohl konditionell als auch technisch extrem fordernd.

WM Lenzerheide MTB

Nach perfekten Start und einer Position in den Top 10 fällt Leoni gegen Mitte des Rennens etwas zurück.

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Die technischen Passagen auf dem WM-Kurs in der Lenzerheide absolviert Leoni perfekt.


Mit einem guten Gefühl ging ich am Samstag um 14_30 Uhr aus der vierten Startreihe ins Rennen und konnte mich gleich am ersten Anstieg und der darauffolgenden Abfahrt in den Top 10 einordnen. Bis zum ersten Wurzelanstieg lief alles nach Plan, doch dort musste ich aufgrund einer anderen Fahrerin vom Rad und war gezwungen den Uphill hoch zu laufen. Das brachte mich erst einmal völlig aus dem Rhythmus und ich verlor viele Plätze. Teilweise konnte ich überhaupt keinen Druck mehr aufs Pedal bringen und noch dazu kamen ab der dritten von fünf zu fahrenden Runden starke Rückenschmerzen und Atemprobleme, die das Rennen nicht gerade positiv beeinflussten. So ging ich auf Platz 26 liegend in die letzte Runde und sah eine Gruppe vor mir, die ich unbedingt noch einmal einholen wollte. Dies gelang mir auch sehr gut und so schaffte ich es mit letzter Kraft noch fünf Fahrerinnen zu überholen und nach einem meiner härtesten und längsten XCO-Rennen nach 1:19 Stunden die Ziellinie auf Platz 21 zu überqueren. Weltmeisterin wurde wie schon vergangenes Jahr die Österreicherin Laura Stigger vor der Tschechin Teresa Saskova und der Engländerin Harriet Harnden.

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Am Ende landet die junge Bayerin auf Rang 21 und wird damit zweitbeste deutsche Juniorenfahrerin bei der Weltmeisterschaft in der Lenzerheide.


Nachdem es vor allem beim letzten Rennen in Basel sehr gut für mich lief, habe ich mir von meiner ersten Weltmeisterschaft etwas mehr erhofft und bin mit dem Ergebnis nicht wirklich zufrieden. Aber nichtsdestotrotz war es eine tolle Erfahrung und lehrreiche Zeit zusammen mit dem BDR und wie es im Sport eben so ist, gibt es auch einmal Tage, an denen es nicht so läuft wie es soll.
Ende September stehen als letzte wichtige Termine noch die zwei MTB-Bundesliga-Rennen in Freudenstadt und Titisee-Neustadt auf dem Plan!

Ride on Leoni
 

Ludwig Döhl am 20.09.2018

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