Deutsche Meisterschaft Deutsche Meisterschaft

BIKE Junior Team 2019: Deutsche Meisterschaft Wombach

Pech und gute Resultate bei der DM in Wombach

BIKE Junior Team am 01.07.2019

Die Deutschen Meisterschaften sind eins der Highlights unseres BIKE Junior Teams. Nicht bei jedem Fahrer verlief das Wochenende wie geplant, dennoch gab es zwei Top-Ten-Ergebnisse.

Das unterfränkische Wombach war einmal mehr das Epizentrum des deutschen Cross-Country-Sports. Am 22. Juni wurde der vierte Wettkampf der BDR Bundesnachwuchssichtungsserie U15 und U17 ausgetragen. Tags darauf gingen die Junioren- bis Elitefahrer auf die Rennstrecke, um die Deutschen Meister zu ermitteln. Die Wombacher – seit Jahren Ausrichter der MTB-Bundesliga – hatten ihre Rennstrecke bestens präpariert, und so durfte man sich auf spannende Wettkämpfe freuen.

Nachwuchsklassen eröffnen das Wochenende

Den Anfang machten am Samstag die U15- und U17-Fahrer. Da in diesen Altersklassen die Deutschen Meistertitel seit dieser Saison nicht mehr als Einzelrennen ausgetragen werden, sondern als Gesamtwertung der Bundesnachwuchssichtung, wurde ein Cross-Country-Rennen im Rahmen dieser Serie durchgeführt. Im ersten Rennen des Tages starteten die Damen U15 und U17. Der Start erfolgt in Wombach traditionell vor dem Vereinsheim des RV-Victoria an einer steilen Stichstraße, ehe es dann in einer Rechtskurve auf die eigentliche Rennstrecke in den Wald geht.

Finnja Schmid (U17) startete aus Reihe zwei. Zu fahren waren ein Startloop und drei verkürzte Rennrunden. Gleich nach dem Start staute es sich bereits. Finnja versuchte, vorbeizukommen, musste jedoch vom Rad und im Wald ein Stück schieben. Nachdem sich das Feld etwas sortiert hatte, kam Finnja zunächst nicht richtig in ihren Rhythmus. Der kam erst Mitte der zweiten Runde, und es gelang Finnja, noch einige Fahrerinnen zu überholen. Mit Rang elf fuhr Finnja am Ende nur knapp an einer weiteren Top-Ten-Platzierung vorbei. Den Sieg konnte Finnja Lipp von der SG Rheinfelden vor Jette Aelken und Sina van Thiel feiern.

Deutsche Meisterschaft

Finnja Schmid am Start.

Krimmel und Vdovic in den Top 20

Dann gingen die Jungs der U15 auf die Strecke. Dennis Krimmel, der im letzten Rennen in Gedern defektgeplagt zurückfiel, hatte sich diesmal eine deutlich bessere Platzierung vorgenommen. Er kam am Start gut weg und konnte sich vor allem in den technischen Abfahrten gut behaupten. Allerdings bekam Dennis Mitte des drei Runden plus Startloop dauernden Rennens Rückenschmerzen. Vor allem an den Anstiegen verlor er dadurch Plätze, die er in den Abfahrten nicht mehr alle aufholen konnte. So erreichte er beim Sieg von Jonathan Frasch aus Laichingen Platz zwölf mit der Erkenntnis, dass die Form zwar stimmt, aber Rückenschmerzen Besseres verhinderten. Fabian Vdovic musste am Start einige Plätze abgeben, kam dann aber in seinen Rhythmus und konnte zu einer neunköpfigen Gruppe aufschließen. Im Laufe des Rennens konnte er innerhalb dieser Gruppe nochmals Plätze gutmachen. In der letzten von vier Runden versuchte er nochmals einige Attacken, konnte sich aber nicht mehr entscheidend von der Gruppe absetzen. Der Zielsprint, in dem er nochmals alles gab, führte zu Platz 20.

Deutsche Meisterschaft

Dennis Krimmel ist im U15-Feld einer der kleineren Starter. Er landet auf Platz 12.

Deutsche Meisterschaft

Fabian Vdovic kommt immer besser in Fahrt. Er wird 20. in der U15.

U17: Stanger auf Rang elf, Schehl und Webs von Defekten geplagt

Das Rennen der U17-Jungs zeigte ein genau umgekehrtes Bild wie in Gedern zwei Wochen vorher, wo die Nachwuchscracks mit Platz zwei, vier und elf ein sensationelles Ergebnis einfuhren. Paul Schehl hatte sich für Wombach ein ähnlich gutes Ergebnis vorgenommen. Allerdings machte ihm bereits in der ersten Runde ein Defekt der Schaltung einen Strich durch die Rechnung. Die Kette verbog das Schaltwerk, und jeder Versuch, das am Streckenrand zu reparieren, misslang. So bleib Paul nur übrig, vom Streckenrand seine Teamkollegen Mika und Jakob anzufeuern. Vorne fuhr derweil Emil Herzog allen davon, und Benjamin Krüger positionierte sich auf einem sicheren zweiten Platz. Beide sollten diese Platzierungen souverän bis ins Ziel halten. Jakob Stanger spürte schon beim Warmfahren, dass die Lockerheit in den Beinen fehlte. Überraschenderweise gelangen ihm ein guter Start und eine sehr gute erste Runde, die in der Verfolgergruppe um die Plätze drei bis sechs mündete. Dann allerdings spürte er, wie eingangs der zweiten Runde seine Muskeln verhärteten und jede Pedalumdrehung zu schmerzen begann. „Es war, wie wenn jemand den Stecker zieht – keine Energie mehr vorhanden,“ fasste Jakob den weiteren Rennverlauf zusammen. Er verlor Platz um Platz und konnte sich erst in der zweiten Hälfte der Schlussrunde wieder einigermaßen stabilisieren. Er erreichte nach Startloop und drei großen Rennrunden Rang elf. Mika Webs erwischte einen guten Start und fand in den ersten eineinhalb Runden einen guten Rhythmus. Dann, als er gerade ansetzte, um aus seiner Gruppe nach vorne wegzusprinten und in die Top 20 zu fahren, ereilte ihn das Defektpech in Form eines Platten am Hinterrad. Dieses konnte in der Techzone getauscht werden. Allerdings kostete diese Reparatur 20 Plätze. Mika konnte zwar noch ein paar Positionen gutmachen, aber mehr als Platz 38 war am Ende nicht drin. „Mit dem Ergebnis bin ich natürlich nicht zufrieden, aber die Form stimmt, und die Leistung passt.“

Deutsche Meisterschaft

Mika Webs landet von Defekten geplagt auf Rang 38 in der U17.

Deutsche Meisterschaft

Jakob Stanger verpasst mit Rang elf die Top Ten nur ganz knapp.

Deutsche Meisterschaft

Paul Schehl scheidet in aussichtsreicher Position liegend mit einem technischen Defekt aus dem Rennen aus.

Simone Roßberg wird Sechste

Am Sonntag standen dann die Rennen um die Deutsche Meisterschaft auf dem Plan. Da es Samstagabends noch stark geregnet hatte, war die Strecke nass und matschig. Aus diesem Grund wurde die Rundenzahl für die Juniorinnen U19 von vier auf drei plus Startloop reduziert. Um 10:42 Uhr ertönte der Startpfiff, und Simone Roßberg nahm ihr Meisterschaftsrennen auf. Schon nach wenigen Metern litt Simone, wie bereits in den Rennen zuvor, unter starken Atembeschwerden. Ihre Beine fühlten sich schwer an. Das hatte zur Folge, dass Simone im Startloop auf Platz zwölf zurückfiel. Den ganzen Startloop und auch die erste Runde über hatte sie Mühe, ordentlich Luft zu bekommen. Ende der ersten Runde gelang es Simone, sich in einer längeren Abfahrt etwas zu erholen, da sie auf eine Fahrerin auffuhr und sich wegen mangelnder Überholmöglichkeiten dem Tempo der anderen Fahrerin anpassen musste. Am folgenden Anstieg ging es Simone wieder besser und es gelang ihr, die Fahrerin zu überholen. Über die nächsten zwei Runden konnte Simone sich Schritt für Schritt nach vorne arbeiten. Am Ende kam sie als Sechste ins Ziel. Unter diesen Umständen war Simone sehr zufrieden mit ihrem Rennen. Jetzt geht es allerdings erstmal zum Lungenarzt, um die Ursachen der Atemprobleme herauszufinden.

Deutsche Meisterschaft

Simone Roßberg wird Sechste in der U19.

Pirmin Sigel landet nach genialem Rennen auf Rang acht

Last but not least startete Pirmin Sigel für das BIKE Junior Team powered by Bulls in das Rennen der U23. Da Pirmin die Strecke liegt und er sich sicher war, dass die Form stimmt, reiste er freitags zuversichtlich an. Pirmin musste das Rennen von Startposition 17 aufnehmen. Zu bewältigen waren ein Startloop und fünf volle Runden. Pirmins Ziel war, im Startloop Plätze gutzumachen und den Anschluss zur Spitze nicht zu verlieren. Allerdings stürzte in der ersten technischen Abfahrt ein Fahrer vor ihm und sorgte für einen kleinen Stau. Pirmin konnte dadurch zwar zwei Plätze gutmachen, verlor aber früh den Anschluss an die Spitze. Den Rückstand konnte er in den ersten beiden Runden nahezu halbieren, bis Pirmin selbst durch einen kleinen Fahrfehler stürzte. Obwohl nichts Schlimmeres passiert war, war die Konzentration zunächst dahin. Pirmin wusste, dass es jetzt entscheidend war, locker zu bleiben und schnellstmöglich wieder in den Rennmodus zurückzukommen. Dies gelang auch, und Pirmin konnte wieder an die Gruppe vor ihm heranfahren. Auf Rang acht liegend ging Pirmin in die letzte Rennrunde. Von hinten kam der WM-Fünfte U19 vom Vorjahr, Moritz Schäb, angerollt. Pirmin wusste, dass er nochmals alles geben musste, um den achten Platz ins Ziel zu bringen. Er trat nochmal auf’s Gas und konnte mit der drittschnellsten Rundenzeit der Schlussrunde seinen Platz halten. Mit dem Rennverlauf war Pirmin sehr zufrieden. Nur dass die Spitzengruppe bereits im Startloop enteilen konnte, ärgerte ihn ein bisschen. Vorne gab es einen Dreifacherfolg des Teams Bulls. Ganz oben auf dem Podest stand mit Simon Schneller ein ehemaliger Teamkollege aus dem BIKE Junior Team powered by Bulls, der vor Niklas Schehl und Leon Kaiser verdient den Deutschen Meistertitel errang.

Deutsche Meisterschaft

Pirmin Sigel fährt in Wombach ein extrem starkes Rennen in der U23-Klasse.

Deutsche Meisterschaft

Mit seinem achten Platz war nicht nur er, sondern auch sein Trainer im Ziel zufrieden.

Deutsche Meisterschaft

Teammanager Bernd Sigel war nach dem Rennwochenende glücklich. Die Resultate seiner Mannschaft können sich sehen lassen.

BIKE Junior Team am 01.07.2019
    Anzeige
  • Branchen News
    Anzeige
  • Das könnte Sie auch interessieren