Zwei BJT Fahrer beim Worldcup in Offenburg Zwei BJT Fahrer beim Worldcup in Offenburg Zwei BJT Fahrer beim Worldcup in Offenburg

Zwei BJT Fahrer beim Worldcup in Offenburg

  • Christoph Listmann
 • Publiziert vor 11 Jahren

Mit Jochen Weisenseel und Ludwig Döhl durften zwei Fahrer vom BIKE Junior Team powered by Milka in Offenburg das Nationaltrikot tragen. Für beide ein tolles Erlebnis! Hier ist der Bericht.


Jochen und Ludwig starten beim Weltcup in Offenburg

Jochen bekam die Einladung des BDR zum Weltcupstart in Offenburg unmittelbar nach dem Rennen in Saalhausen. Ludwig musste sich trotz guter Ergebnisse noch einige Tage gedulden, bis auch er die Zusage erhielt.

Hat man die Möglichkeit beim Weltcup in Offenburg zu starten, reist man auch früh genug an. Das heißt, in der Nähe von Crailsheim stieg Jochen am Donnerstag früh um acht Uhr bei uns zu und wir legten die restlichen 220 km zu dritt zurück. Es fehlte uns nicht an Gesprächsstoff und die Zeit verging blitzschnell.

Pünktlich am Hotel angekommen, zogen sich die beiden um und fuhren gemeinsam auf die Rennstrecke. Jochen und Ludwig rollten den Kurs ab, wobei Ludwig erste wertvolle Tipps an Jochen weitergab: Alles fahrbar, die eine oder andere Schlüsselstelle kostet nur etwas Überwindung.

Am Freitag traf man sich wieder in der Teamarea in Rammersweier und die beiden Bundestrainer Frank Brückner und Peter Schaupp stimmten alle U19 und U23 Fahrer auf das Rennen ein. Die Anspannung vor so einem wichtigen Rennen war den Fahrern anzusehen. Die beiden Trainer verstanden es aber hervorragend, den Druck von den Sportlern zu nehmen.

Am Samstag Punkt zwölf Uhr war es dann für Jochen so weit. Leider stand er in dem 120 Mann starken Feld sehr weit hinten, da ihm UCI-Punkte, nach denen die Startaufstellung erfolgt, fehlen. Mit dem Startschuss brach die Meute los und hüllte das Startgelände mit einer Staubwolke ein. Viermal musste der 5,1 km lange Kurs durchfahren werden, wobei jedesmal 198 Höhenmeter bezwungen werden mussten.

Die Highlights der Strecke sind in Offenburg zum Teil mit furchteinflößenden Namen betitelt, so kann man am Dual Speed zwischen zwei Fahrlinien wählen, am Wolfsdrop macht es von oben den Anschein, als müsse man drei Meter Höhenunterschied im freien Fall überwinden, der North Shore zwingt die Fahrer dazu, die Serpentinen bergab sehr schnell zu fahren, um möglichst viel Schwung für den nächsten Anstieg mitzunehmen. Schließlich kommt das Snake Pit, ein Streckenabschnitt, der über endloses Wurzelgeflecht führt – eine echte Schlangengrube.

Der Sieger Jens Schürmans aus Belgien überquerte nach 1:07:07 Stunden die Ziellinie, Jochen kam als 65. ins Ziel und hatte auf den Sieger einen Rückstand von genau acht Minuten.

Für Ludwig knallte die Startpistole der U23 um 15 Uhr und wieder bebte die Erde in Rammersweier. 140 Mountainbiker prügelten den Starthang hoch und es war leicht zu erkennen, dass freiwillig kein Zentimeter Boden aufgegeben wird. Fünfmal hatten die Fahrer die Strecke zu überwinden, wobei sie von den vielen Zuschauer und der guten Stimmung an der Strecke immer wieder angeheizt wurden.

Der Sieger Alexander Gehbauer ( Österreich) überquerte die Ziellinie nach 1:20:05. Ludwig kam als 56. mit einem Rückstand von 6:30 auf den Sieger ins Ziel. Unter den 15 deutschen Startern reihte sich Ludwig als Siebter in der Mitte ein. Allein an den Ergebnissen der beiden kann man erkennen, wie hoch das Niveau im weltweiten Mountainbike-Sport ist.

Nun freuen sich die beiden auf die DM in Albstadt und hoffen, in Offenburg nicht zu viele Körner gelassen zu haben.

Armin M. Küstenbrück Jochen kämpft bergauf um jede Position.

Armin M. Küstenbrück Nochmal Jochen

Armin M. Küstenbrück Ludwig in der Verpflegungszone.


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