Wieder Defekte in Heubach Wieder Defekte in Heubach Wieder Defekte in Heubach

Wieder Defekte in Heubach

  • Matthias Dreuw
 • Publiziert vor 13 Jahren

Die Männer im BIKE Junior Team mussten sich wiederholt mit Stürzen und Defekten herumschlagen, während Regina ein starkes Rennen fuhr.

Die Ergebnisse im Einzelnen:


U23

Ludwig: --- (Aufgabe nach Defekt, Schaltwerk)

Patrick: 52. (nach Runde 4, 80-Prozent-Regel)


U19

Christian: --- (Aufgabe nach Sturz und Defekt, Plattfuß)

Regina: 7.


Ludwigs Bericht:

Voller Erwartung ging ich am vergangenen Wochenende beim Rennen der HC-Kategorie in Heubach an den Start. Das Starterfeld mit über 110 Fahrern aus ganz Europa und der USA signalisierte ein hartes Rennen. Leider fuhr mir schon in Runde eins in einer Kurve zum steilen Anstieg ein Biker ins Schaltwerk. Schuld war ein Stau durch das große Starterfeld. Ich musste mich nach der provisorischen Reparatur immer wieder mit einer abspringenden Kette herumärgern. Dauernd musste ich anhalten und die Kette auf die Kassette legen. Entnervt beendete ich schließlich das Rennen. Nach der Reparatur des Bikes fuhr ich noch eine Trainingseinheit um Heubach und radelte mir dabei den Frust aus dem Leib. Schade, denn bei diesem Rennen wäre mehr drin gewesen.

Kleiner Denkanstoß für die Organisatoren in Heubach: Bei so großen Startfeldern wäre ein Start in zwei Startblöcken sicher sinnvoller gewesen. Bei der heutigen Technik mit Transpondern sollte dies eigentlich kein Problem mehr darstellen und schon wäre das Gedränge in den ersten beiden Kurven entschärft und Ausfälle und Stürze würden um einiges vermindert.
Nichtsdestotrotz freue ich mich auf mein nächstes Rennen, die Bayerische Meisterschaft in Wüstenselbitz. Ride on! Ludwig


Christians Bericht:

Dieses Wochenende war das dritte Bundesligarennen dieser Saison in Heubach. Die Veranstaltung war riesig und wirklich Klasse. Gleichzeitig lief der Trial-Weltcup und ein Downhill-Rennen ab. Die Strecke war durch den Regen der Vortage teilweise sehr matschig. Bergab konnte man an manchen Stellen nicht einmal mehr bremsen, da das Bike beinahe unkontrolliert dahin fuhr, wo es wollte. Am Samstag stürzte ich dummerweise bei der Streckenbesichtigung und zog mir 2 geschwollene Knie zu.

Am Sonntag war dann um 8 Uhr der Start für das CC-Rennen der U19. Gleich nach 10 Metern kamen die ersten Fahrer im Startgetümmel zu Fall. Ich war auch in den Sturz verwickelt. Ein anderer Fahrer rammte mir sein Kettenblatt in den Fuß. Nachdem ich mich wieder aufgerappelt hatte, begab ich mich wieder auf die 4,3 km lange Strecke. Am ersten Berg war dann wieder Stau, so dass fast alle absteigen und schieben mussten. In der Abfahrt kam es auch wieder zu Gedrängel, und durch ein schlechtes Überholmanöver eines Konkurrenten stürzte ich an einem steilen Hang. Nun begab ich mich nach dem zweiten Sturz wütend in die zweite Runde. Am sehr langen Anstieg konnte ich einige Plätze gutmachen und mich nach vorne arbeiten. Leider merkte ich aber bald, dass das Hinterrad immer schwammiger wurde. Am Gipfel des Berges nach der Feedzone war dann endgültig die Luft aus dem Reifen. Ich schob noch ins Ziel und war natürlich sehr enttäuscht, da es der zweite Ausfall hintereinander war.

Nun hoffe ich, dass ich bei der Bayerischen Meisterschaft in Wüstenselbitz in zwei Wochen wieder voll angreifen kann und für mich die Saison endlich erfolgreich beginnt.


Reginas Bericht:

An diesem Wochenende hatte ich das dritte Bundesligarennen in Heubach auf dem Programm. Am Samstag stand dann erst einmal Streckenbesichtigung an. Die Strecke bestand eigentlich nur aus zwei Teilen. Einem endlos langen, steilen Anstieg und einer  Abfahrt, die 250 Höhenmeter wieder hinunter. Beides zusammen verlangte einem alles ab. Bergauf war die volle Kraft gefragt und bergab dann die volle Konzentration, denn die Abfahrt war technisch sehr anspruchsvoll. Der Downhill war übrigens die Downhillstrecke für das Downhillrennen. Dieser Downhill  war samstags noch recht schwer zu fahren, da nach starken Regenfällen vom Vortag, alles nur Matsch war. Doch bis zu meinem Start  am Sonntag um 12 Uhr war die Strecke  von den vor mir startenden Klassen U 19 und U 23 doch ziemlich trockengefahren worden.
Am Sonntag, um kurz nach 12 Uhr war dann endlich mein Start. Den Start vermasselte ich mal wieder und so fuhr ich als Letzte der 15 gestarteten Juniorinnen in den Berg. Doch ich kämpfte mich nach vorne. Oben am Berg war ich mit vorne dabei. Doch bergab, was ja nicht meine Stärke ist, verlor ich dann leider immer wieder ein paar Meter auf die vor mir liegende Julia Haase und im Rücken hatte ich auch immer Elisa Rieß. In der 2. von 3 Runden fuhr ich am Berg nochmals auf Julia Haase auf , doch leider hatte ich nicht so viel Kraft an ihr vorbei zu ziehen. Nun war ich alleine unterwegs und versuchte meinen Abstand zu der hinter mir liegenden Elisa Rieß zu vergrößern, was mir leider nicht ganz gelang. In der Mitte des langen Uphills überholte mich Elisa und ich hatte nicht mehr die Power, ihr zu folgen.  Am Ende kam ich dann auf Rang 7 ins Ziel. Mein größtes Ziel, ohne Sturz ins Ziel zu kommen, hatte ich zum Glück geschafft und auch der Abstand zu Julia und Elisa war durchaus zufriedenstellend. So habe ich wieder Selbstvertrauen getankt, denn in Saalhausen hatte ich ja leider nicht viel Glück und musste in der 2. von 4 Runden nach einem Sturz aussteigen. Regina


Patricks Bericht:

Am letzten Wochenende war das Bike Junior Team zum 4. Lauf der MTB BL nach Heubach angereist. Uns war natürlich schon im Voraus bewusst, dass dieses Rennen wieder mit hochkarätigen Fahrern besetzt sein wird.
Am Samstag hatte der Regen die Strecke noch richtig aufgeweicht und ich entschied mich, meine Reifenwahl zu ändern und den MountainKing von Continental zu montieren, da dieser für solche Verhältnisse ideal ist. Die U23-Klasse hatte am Sonntag früh um 9.45 Uhr Start. Leider musste ich aus eigentlich nicht erklärlichen Gründen bei diesem Rennen aus der letzten Startreihe des 110 Mann stark besetzten Feldes starten. Gleich nach dem Start überholte ich einige andere Fahrer auf der Hauptstraße, doch als es dann an den Anstieg ging, war das Chaos perfekt. Jeder wollte auf dem schmalen Weg so schnell wie möglich weiter nach vorne kommen, doch eigentlich war es mehr ein Gedränge und ein "Geschuppse"! Ich musste in der 1. Runde auch an diesem Berg absteigen und den Berg hochrennen, da ich sonst an den schwächeren Fahrern nicht vorbeigekommen wäre.
Auch in der Abfahrt, welche mir in Heubach richtig gut gefällt und mir auch liegt, konnte ich nicht richtig mein Tempo fahren, weil andere Fahrer in den technischen Passagen abgestiegen waren und ihr Rad geschoben haben. Erst ab der 3. Runde hatte ich etwas besser freie Fahrt. Die Runde verlangte von Mensch und Maschine alles ab.  Ich konnte mich auch bis ins Mittelfeld vorkämpfen, doch das Rennen war leider für mich nach der 4. von 7 Runden vorbei, da für die meisten Fahrer des großen Feldes die 80%-Regel eintrat.  Alleine unter den ersten 10 Fahrern waren fünf Nationen vertreten. War schon fast Weltcup-Niveau.
Die 80%-Regel finde ich nicht gerecht, da die meisten Fahrer eines solchen Feldes dadurch keine Chance mehr haben, ihre Platzierung noch zu verbessern. Durch diese Regel waren von 110 Fahrern nur noch ca. 20 mit der gleichen Rundenzahl im Rennen. Trotzdem war das Wochenende wieder super und hat Spaß gemacht, jetzt freue ich mich auf die Bayerische Meisterschaft in 2 Wochen, denn die finden in Wüstenselbitz in meinem Verein statt.

Patrick in der schlammigen Abfahrt in Heubach

Regina gibt Gas im Start/Ziel Bereich


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