Sensationelle DM fürs Junior Team: Doppelsieg für Daniel und Georg! Sensationelle DM fürs Junior Team: Doppelsieg für Daniel und Georg! Sensationelle DM fürs Junior Team: Doppelsieg für Daniel und Georg!

Sensationelle DM fürs Junior Team: Doppelsieg für Daniel und Georg!

  • Christoph Listmann
 • Publiziert vor 11 Jahren

Unser Nachwuchsteam hat eine tolle Deutsche Meisterschaft hingelegt. Daniel Voitl wurde Jugendmeister vor Georg Egger, Theresa Wolfrum Vierte, Regina Genser Sechste und Ludwig Döhl Neunter, fünf von sieben Fahrern in den Top-Ten!


Bericht des Teamchefs Gerhard Döhl von der DM in Bad Salzdetfurth


Die Ergebnisse vorweg:


Daniel Voitl: Deutscher Meister Jugend!


Georg Egger: Deutscher Vizemeister Jugend


Theresa Wolfrum: 4. Platz Juniorinnen


Regina Genser: 6. Platz Juniorinnen


Jochen Weisenseel: 16. Platz Junioren


Patrick Titus: 36. Platz U23


Ludwig Döhl: 9. Platz U23

Am 16./17. und 18. Juli fanden die Deutschen Meisterschaften der Cross Country-Fahrer in Bad Salzdetfurth statt. Irgendwie ist dieses Rennen ein Höhepunkt für jeden CC-Sportler und so auch für unsere Teammitglieder. Unsere beiden U17 Fahrer reisten schon am Mittwoch an um genügend Zeit zu haben, sich die Slalomstrecke und Rennstrecke einzuprägen und darauf zu trainieren. Das war mit ein Grund, dass auch ich und unser “Teammechaniker" Ludwig uns am Donnerstag in Richtung Norden in Bewegung setzten.

Nach knapp sechs Stunden Fahrt kamen wir in der Kurstadt an und trafen uns auf der Teamarea 2, dem Sportplatz in unmittelbarer Nähe der Altstadt, der zum Campingplatz umfunktioniert wurde. Bei einer guten Tasse Capuccino legten wir uns den Kampfplan für das Wochenende zurecht. In der Zwischenzeit ist auch noch unsere Regina eingetroffen und Ludwig bekam zum erstenmal etwas Arbeit. Regina war der Meinung die Bremsen funktionieren nicht optimal. Ok, Beläge wechseln, entlüften, einstellen und Probe fahren, wieder alles perfekt.

Am Freitag trafen sich dann alle Anwesenden in der Teamarea 1 direkt in der Altstadt um unser Lager aufzuschlagen. Super Platz, direkt am Anfang der Teamarea, kann mit dem Auto angefahren werden, etwas weiter weg von den riesigen Lautsprecherboxen und trotzdem im Zentrum des Geschehens, das passt. Gerade ist auch Theresa mit ihren Eltern eingetroffen. Da die Strecke nun für das Training freigegeben wurde, machten die Fahrer davon Gebrauch und trainierten fleißig. Die Eltern bauten in der Zwischenzeit Pavillons und Equipment auf. Sieht wieder richtig gut aus, etwas bunt und ein bischen durcheinander aber so geht es in unserem BIKE Junior Team manchmal auch ab.

Um 16 Uhr starten dann die ersten Slalomläufe und unsere beiden U17 Fahrer Georg und Daniel sind am Start. Natürlich ist alles vom Team was Beine hat, sogar eine Milka lila Plastikkuh, an der Strecke und unterstützt die beiden. Super Ergebnis eingefahren, gut für die Startposition. Zurück in der Teamarea hat unser Mechaniker Ludwig schon alle Hände voll zu tun: Zahnkranz geschreddert, Reifen wechseln für das Rennen morgen, Bremsen schleifen, Schaltung springt, einfach das volle Programm.

Anschließend führe ich mit jedem einzelnem der morgigen Starter ein kurzes Gespräch, will ihre Ziele für das morgige Rennen wissen, will wissen wie sie sich selbst einschätzen, weise sie auf ihre oft selbst gemachten Fehler hin und versuche sie noch einmal richtig für die Deutsche Meisterschaft zu motivieren. Zuletzt werden noch die Betreuer für die einzelnen Rennen eingeteilt und es geht zum gemeinsamen Abendessen.


Samstagmorgen, das Rennen der U17. Darüber sollen die Jungs selber berichten, ich sag nur soviel Gold und Silber für das Team ist nicht mehr zu toppen.

Gegen 16Uhr15 hatten dann Regina und Theresa ihr Rennen. Mit einem letzten Daumen hoch ging es auf die Strecke und es lief für beide sehr gut. Regina lag drei Runden auf Medallienkurs bis sich ihre Probleme wieder bemerkbar machten und sie auf Rang sechs zurück fiel. Jetzt wollte anscheinend Theresa die Kastanien aus dem Feuer holen und griff voll an. Leider verpasste sie Rang drei nur um wenige Sekunden. Ich kann euch nur sagen ihr habt euch beide super toll geschlagen.

Jetzt sind auch Patrick und Jochen noch eingetroffen, wieder trafen wir uns in der Teamarea. Aber Hallo, was ist mit Jochens Bike? Die Kurbel ist locker, das Carbon scheint sich aufzulösen. Jetzt ist guter Rat teuer. Schnell ist eine Lösung gefunden. Regina stellt ihr Bike zur Verfügung, Ludwig baut alles nötige um und Jochen fährt am Sonntag sein Rennen. Gesagt getan. Für mich mit das schönste an diesem Wochenende. IM BIKE JUNIOR TEAM WIRD TEAMGEIST GELEBT.

Und wieder gab es ein Gespräch. Wobei ich bei den drei Spasskeksen etwas ernster werden musste. Anschließend gingen wir gemeinsam zum Italiener Pasta essen und alle bis auf die drei "Sonntagsfahrer" kippten ein Glas Sekt auf den Deutschen Meister und den Deutschen Vizemeister.

Sonntag früh um 9 Uhr hieß es dann für Jochen in die Pedale treten. Die Betreuer waren auf ihren Plätzen, der Fanclub auf der Strecke und Jochen hoffte in die Top 15 zu fahren. Mit Platz 16 hat er sein Ziel knapp verpasst aber er zeigte uns während der Saison schon oft genug was in ihm steckt.

Um 10Uhr45 hatten dann Patrick und Ludwig ihren Auftritt. Startaufstellung war für Ludwig optimal, Patrick musste sich leider wieder weiter hinten einreihen. Schon vom Start weg konnte Ludwig seine Startposition halten und in der ersten Gruppe mitfahren. Das Rennen beendete er überglücklich als Neunter. Patrick wurde 36. und war mit seinem Ergebnis nicht so zufrieden, wobei er bedenken sollte, dass er eine Woche zuvor den sehr schweren Dolomiti gefahren ist und das wahrscheinlich noch in seinen Beinen steckte.

Am Ende der Veranstaltung bauten wir gemeinsam wieder unsere Teamarea ab, verstauten alles im Auto und machten uns auf die lange Heimreise. An dieser Stelle möchte ich noch einmal alles Eltern dafür danken, dass alles so super geklappt hat. Alle hatten an den Erfolgen mit gearbeitet und nur so kann ein Junior Team geführt werden. Das nächste gemeinsame Rennen ist die BM, leider ohne unseren Deutschen Meister Daniel, denn der kommt aus Baden Württenberg.

Ride clean forever

Gerhard


Ludwigs Bericht von der DM in Bad Salzdetfurth

Da ich gerade ein paar Tage Urlaub habe, habe ich mich entschlossen schon am Donnerstag zur DM zu fahren. So konnte ich mir in aller Ruhe die Strecke anschauen und die schwierigen Passagen mit dem Bike abfahren. Der zweite Grund für die frühe Anreise war, dass unsere beiden U 17 Fahrer Daniel und Georg schon am Freitag die Slalomrennen hatten. Zum einen wollten wir sie auf der Strecke unterstützen, zum anderen wollte ich die Bikes nocheinmal durchchecken und beides hat sich gelohnt, Gratulation hier noch mal zum Deutschen Meister und zum Deutschen Vizemeister.

Mein Start war am Sonntag um 10 Uhr45 und schon während des warmfahrens auf der Rolle spürte ich, heute geht was. Bei der Startaufstellung hat es dieses mal auch geklappt, ich stand nämlich sehr weit vorne. Mit dem Startschuss brach die Meute los und sofort konnt ich mich in der Spitzengruppe fest beissen. Ist das toll, die Körner nicht schon bei der Aufholjagd zu verschießen. Aber auch die Temperaturen machten mir nichts aus. Immer wieder am Anstieg wartete ich auf meinen Einbruch, aber der blieb aus. So fuhr ich immer zwischen Position acht und zwölf. Das Traumziel Top Ten vor Augen beflügelte mich und ich fuhr eines meiner besten Rennen bis jetzt. Nachdem ich die 4,6 km lange Runde sieben mal durchfahren habe und pro Runde 220 HM zurücklegte, überquerte ich nach 1:46,49.7 als Neunter die Zielliene. Der Abstand zum Sieger ist weniger als 6 Minuten (5.47,6) und lässt auf die Zukunft hoffen. Bedanken möchte ich mich an dieser Stelle noch einmal bei den Sponsoren, bei meinem Trainer Erik Becker, meinem Freund und Gönner Christoph Listmann, unserem Teamchef Giraldimo (Gerhard) und bei allen Eltern der Teamfahrer. An diesem Wochende haben wirklich alle super zusammengearbeitet und ein super erfolgreiches Wochenende für das BIKE Junior Team bleibt lange Gesprächsstoff in den Teamareas dieser Welt. Bei der Bayerischen in Wüstenselbitz werden die Teamfahrer und Fahrerinen wahrscheinlich von der Meute gejagt werden, aber wir nehmen die Herausforderung an.

Ride on Ludwig


Hier der Bericht von Georg

Wir sind am Mittwochabend gegen 7 Uhr in Bad Salzdetfurt angekommen und als erstes zog ich mir meine Downhillbekleidung an und besichtigte den Slalom. Er war teilweise sehr steil und zu je einem drittel auf Waldboden, Wiese und Straße/Pflaster. Die CC-Strecke war ziemlich bergig und mit vielen kurzen Antritten versehen. Insgesamt war sie sehr abwechslungsreich: Von der kurvigen Slalomabfahrt bis hin zur langen geraden im Start- Zielbereich.

Nachdem am Vorabend mein Teammanager Gerhard mit dem Teamzelt kam, stand heute auch unser Zelt in der Area. Gegen zehn Uhr bin ich wieder ein paar mal den Slalom hinuntergeheizt, nachdem dieser heute wieder zum Training geöffnet. Insgesamt kam ich mit dem Slalom gut klar. Um 18 Uhr stand mein erster Lauf an. Ich fuhr sehr flüssig, doch leider rutschte ich noch in der vorletzten Kurve auf sehr rutschigem Pflaster weg. So kam ich mit einer Zeit von 1:08 min ins Ziel. Im zweiten Lauf fuhr ich zwar nicht ganz so rund, aber doch sehr schnell und kam mit einer Zeit von ungefähr 1:02:50 min ins Ziel, was im zweiten Lauf den 4. Platz bedeutete. Somit konnte ich mich nach dem verpatzten 22. Platz im ersten Lauf auf den 12. Platz retten.

Am Samstag musste ich schon um 7 Uhr aufstehen und dann um halb acht Frühstücken, denn um 10:30 Uhr war der Start des CC-Rennens. Ich hatte lockere Beine und auch mental war ich total motiviert, aber trotzdem entspannt. Um 10:30 Uhr stand ich dann am Start: Gut warm gefahren und hochkonzentriert. Der Start war neutralisiert und ich setzte mich gleich nach dem “richtigen” Startschuss (Ende des neutralisierten Fahrens)an die Spitze hinter Maritn Frey. Nach der ersten von vier Runden kamen ich und Martin als erstes durchs Ziel.

Doch nach etwa der Hälfte der zweiten Runde kam mein Teamkollege Dani Voitl von hinten angerauscht und ich hängte mich an sein Hinterrad. Wir beide arbeiteten uns einen großen Vorsprung heraus (etwa 30 sec), doch leider Stürzte ich in der vorletzten Runde in einer sehr rutschigen Kurve und somit kam Daniel zu einem relativ großen Vorsprung. Ich konnte bis zur Zieleinfahrt nach der vierten Runde nicht mehr zu meinem Kollegen vorfahren, war aber trotzdem höchstzufrieden mit meinem zweiten Platz.

Am Sonntag schaute ich mit noch das Rennen meiner Teamkollegen Jochen Weisenseel, der in der Juniorenklasse Startete und den beiden U23-Fahrern Ludwig Döhl und Patrik Titus an. Mir hat das verlängerte Wochenende sehr viel Spaß gemacht und unser Team konnte super Platzierungen einfahren.


Daniels Bericht von der Deutschen Meisterschaft

Mittwochs in der früh bin ich zusammen mit meinem Landestrainer in vier Stunden nach Bad Salzdetfurth gefahren. Als sich dann der Landeskader dort getroffen hat, wurde auf der CC-Strecke trainiert. Ich stellte fest, dass mir die Strecke richtig gut liegt. Am Donnerstag haben wir den Slalom trainiert und nochmals die Strecke angeschaut. Am Freitag stand die erste Disziplin an, nämlich Slalom. Hier habe ich mir vorgenommen unter die ersten zehn zu fahren. Als es dann soweit war habe ich zwei super Läufe hingelegt und belegte den 6. Platz. Jetzt war ich motiviert für das CC-Rennen am Samstag.

Samstag morgens um halb 11 war Start. Ich durfte aus der 1. Startreihe starten, da ich ja am Vortag den 6. Platz belegte. Es wurden immer 20 Fahrer, im 10s Takt auf die Strecke geschickt. Da es gerade angefangen hatte zu regnen, war es uns die ersten 300 Meter verboten, das Motorrad zu überholen. Aus der Fahrt hinaus fiel dann der Startschuss. Ich konnte mich so auf Platz 10 einordnen, was ich mir auch als Ziel setzte. Nach einer halben Runde bildete sich eine Spitzengruppe aus 6 Fahrern. 10 Sekunden dahinter war eine Verfolgergruppe aus 5 Fahrern und mir. Ich konnte dieser Gruppe davonfahren und schloss das Loch zu Spitzengruppe. Hier ruhte ich mich ein wenig aus.

Ich kam dann in die 2 Runde als 4. Platz. Wieder eine halbe Runde später startete ich dann eine Attacke. Ich drehte mich um und sah dass sich nur Teamkollege Georg Egger halten konnte. Somit bestand die Chance, dass wir beide zusammen ausreíßen, was uns auch gelang. In der 3. Runde hatten wir schon einen Vorsprung von 25 Sekunden. In der Abfahrt habe ich es dann knallen lassen. Unten angekommen drehte ich mich um und sah dass ich ein Loch auf Georg hatte. Ich bin mein Tempo weitergefahren und habe am Berg gemerkt, dass er mir nicht näher kommt, so gingen mir schon die ersten Siegergedanken durch den Kopf. Am höchstem Punkt, dachte ich, dass ich hier gewinne, wenn ich jetzt keinen Fehler mehr mache.

Bergab bin ich ein wenig stärker als Georg und dass konnte ich auch ausnutzen und kam als 1. Platz mit 20 Sekunden Vorsprung ins Ziel. Ich konnte es überhaupt nicht fassen, dass ich Deutscher Meister wurde, denn ich gehörte eigentlich nicht zu den Favoriten. Es waren einfach mehrere Faktoren und alles hat an diesem Tag einfach gepasst. Teamkollege Georg wurde zweiter, was natürlich ein super Erfolg für das Team ist, denn Georg und ich sind beide noch im jungen Jahrgang d.h wird dürfen nächstes Jahr immer noch die gleiche Klasse fahren.

Ride Clean, Gruß Daniel


Bericht Jochen – 16. Platz

Heute ging es endlich los zur DM in Bad Salzdetfurth. Zusammen mit Eltern und Bruder starteten wir schon gegen 6 Uhr, da wir pünktlich zum Start der U17 Klasse mit Georg und Daniel da sein wollten. Angekommen hatten wir noch etwas Zeit und Ludwig checkte noch mal mein komplettes Rad, baute Kette und Kettenblätter um und half mir meine neuen Laufräder einzustellen. Vielen Dank Ludwig, das ist echt super!

Danach sprang ich schnell zu den Jüngsten im Team um die unglaublichen Plätze zu feiern. Richtig Klasse. Als es dann anfing zu regnen entschied ich mich mit meinen Bruder die Strecke genauestens zu inspizieren und so schauten wir uns diese erstmal per Fuß an und checkten Fahrlinien anderer Fahrer ab. Gegen Nachmittag war es dann schon wieder trocken und auch wir fuhren die Strecke ab. Diese machte mir richtig Spaß, denn sie hatte sehr viele Höhenmeter und schöne Trails bergab. Während der Vorbelastung fiel mir allerdings auf, dass meine Kurbel sehr locker sitzt. Im Teamzelt stellte sich heraus, dass ich mit dem Rad morgen wohl nicht starten könne. Sofort sprang Regina ein und stellte mir ihr Rad zur Verfügung. Vielen vielen Dank noch mal an Regina, das war echt super Teamgeist!

Neuer Tag, neues Rad, neues Glück. Pünktlich um 9.00 Uhr fiel der Startschuss der U19-Klasse. Aus der dritten Startreihe nahm ich die 5 Runden in Angriff. Nach einem guten Start fuhr ich die zwei Runden zwischen Position 15-18. Mit dem neuen Continental X-King hatte ich super halt in den Kurven und mit dem Race King auf dem Hinterrad einen pfeilschnellen Reifen für die Berge! Mitte des Rennens lag ich auf einmal auf Rang 12 doch auch von hinten kam mächtig Druck auf. Am Schluss musste ich den etwas kürzeren ziehen doch mit meinen 16ten Platz nach 1:19 h Fahrtzeit bin ich sehr zufrieden. Mit diesen Ergebnis und den bisherigen Saisonverlauf hätte ich nie rechnen können. Die Deutschen Meisterschaften 2010 dürften wohl immer im Gedächtnis der BIKE Junior Team Fahrer, Fans bleiben, da alle TOP Leistungen und Ergebnisse zeigten.

In zwei Wochen steht das nächste Großereignis mit der BM in Wüstenselbitz vor der Tür. Abschließend bleibt vor allem noch der Dank an Gerhard, der das Team super managt, Ansprachen hält und immer wieder motiviert, meinen Eltern, die mich super unterstützen und immer bei der Sache sind. Danke auch an Regina noch mal für das Rad und Ludwig für die Technikeinsätze!

Gruß Jochen


Theresa’s Bericht- 4.Platz

Einfach nur geil….ich kanns nicht glauben. Am vergangenen Wochenende war’s soweit, die Deutschen Meisterschaften standen vor der Tür. Dieses Jahr fanden sie in Niedersachsen in Bad Salzdetfurth statt. Die Strecke kannte ich bereits vom Bundesligafinale letztes Jahr. Ich reiste am Freitag zusammen mit meinen Eltern nach Bad Salzdetfurth an. Gegen Mittag dort angekommen, machte ich mich auf die Strecke- sie war, wie auch letztes Jahr, sehr trocken. Die kurzen und langen Anstiege und der lange Downhill erforderten hohe Konzentration und Kraft, ich kam mit der Strecke super zurecht. Danach ging es schnell zum Duschen, um rechtzeitig fertig zu sein, um Daniel und Georg beim Slalom anzufeuern. Abends gab es dann noch ein Renneis ☺ Am nächsten Morgen fiel der Startschuss für die U17, also für Georg und Daniel. Leider spielte das Wetter nicht mit, es regnete. Trotzdem machte sich das gesamte Team auf die Strecke, um die Beiden zu verpflegen und, vor allen Dingen, anzufeuern. Die erste Überraschung und Freude fürs Team bescherten uns, unsere beiden “Kleinen”. Mit dem Sieg von Daniel und dem 2.Platz von George hätte keiner gerechnet und wir freuten uns alle riesig mit den Doppelsiegern…riesengroße Leistung!!!...danach mussten Regina und ich uns noch gedulden, denn wir hatten erst um 16.15 Start. Deshalb ging es zurück in die Wohnung, wo Beine hochlegen angesagt war. Das Warten auf unseren Start war ungewohnt, so dass sich plötzlich Aufregung breitmachte. Ich war dann endlich froh, als es so weit war, alles Notwendige fürs Rennen herrichten zu können und zum Teamzelt zu gehen. Nachdem ich mich warm gefahren hatte, war es endlich so weit. In der dritten Startreihe aufgestellt starteten wir 1 min nach der Damenklasse. Am Start kam ich super mit und wusste daher, dass meine Beine heut richtig gut sind. Nach der ersten Runde lag ich im guten Mittelfeld auf der 8. Position. Danach ging’s nur noch vorwärts. So arbeitete ich mich in der 2. Runde auf den 6. Platz vor und ich war richtig überrascht, wen ich alles überholen konnte, vor denen ich sonst noch nie war. Das gab mir richtig Auftrieb, meine Beine fühlten sich immer noch richtig gut an und ich hatte gut Druck am Berg. Nach der dritten Runde ging es noch mal um einen Platz nach vorne auf den 5.Platz. Danach fuhr ich hinter Stephanie Frank in die vierte und letzte Runde. Ziemlich am Anfang der Runde überholten wir Sophia Ries –ich traute meinen Augen nicht☺- und wenig später auch Regina, die zu dieser Zeit noch auf dem 3.Platz lag und leider mit Krämpfen zu kämpfen hatte. So lag ich auf dem 4. Platz am Hinterrad der Drittplatzierten. Am letzten Anstieg ging leider nichts mehr und ich musste Stephanie ziehen lassen. Im darauffolgenden Downhill konzentrierte ich mich noch mal voll, um keinen Sturz mehr zu riskieren. So kam ich nach 1:15h als vierte ins Ziel. Gewonnen hat Johanna Techt vor Helen Grobert und Stephanie Frank. Ich freue mich riesig über dieses Ergebnis, das Beste das ich bis jetzt gefahren bin. Wenn ich noch an die Teambesprechung mit Gerhard am Fr denke: Da sagte ich Top 7 wäre ein Traum, Top 8/9 möglich und Gerhard war überrascht über unsere hohen Ziele…und dann der vierte Platz…einfach nur genial! Und das i-Tüpfelchen war natürlich die Siegerehrung mit der Nationalhymne…Ich freue mich einfach riesig! Und ich bin auch sehr stolz auf mein Team, es ist einfach klasse Teamfahrer in diesem Team zu sein. Bedanken möchte ich mich bei meinem Trainer Toni Uecker, ohne den das bestimmt nicht möglich gewesen wäre…DANKE…, bei meinen Eltern, die mich immer super unterstützt haben, bei dem ganzen Team, vor allem bei Ludwig, der immer nach meinem Bike gesehen hat und alles wieder in Ordnung gebracht hat. Daher freue ich mich auch besonders für ihn über sein super Ergebnis!!! Und bei Gerhard, der alles immer top organisiert und wir ohne ihn aufgeschmissen wären. Am kommenden Wochenende werde ich noch beim Alpina Cup in Steinbach an den Start gehen und in 2 Wochen bei den Bayerischen Meisterschaften auf meiner Heimstrecke. Ich hoffe es läuft ähnlich wie bei der DM…


Bericht von Regina

Es war so weit, die Deutsche Meisterschaft stand auf dem Programm. Schon am Donnerstag machte ich mich mit meiner Schwester und Sophia Panzer auf den Weg nach Bad Salzdetfurth. Freitag früh machten wir, Sophia und ich, uns gleich auf die Strecke, die ich vom Vorjahr schon kannte. Ich finde die Strecke richtig geil und sie kommt mir auch sehr entgegen, besonders durch den langen Anstieg. Freitagabend reiste dann noch mein Dad mit dem Fanclub, Sophias Familie und Vanessa Tempcke mit ihren Eltern an. Es war eine richtig gute Stimmung an unserem Wohnmobilstellplatz, bis zu dem Augenblick, als ein Anruf kam: “Vanessa ist am Sprung schwer gestürzt”. Ich schnappte mein Fahrrad und sprintete auf die Strecke. Leider musste Vanessa ins Krankenhaus gebracht werden. Der Schock saß tief und der Bergsprint zum Sprung raubte mir vielleicht auch ein paar Körner für das Rennen am Samstag. Am Samstagnachmittag war es dann endlich soweit und nach einem Sommerregen, der Vormittags über uns hinweg gezogen war, waren es eigentlich gute Voraussetzungen für mich. Keine Hitze, kein Staub. Meine Motivation war groß, da ich wusste, der 3. Platz wäre drin, da die Strecke mir liegt. Um 16:15 Uhr war es dann soweit. Ich konnte trotz meines Ausfalls von Albstadt aus der ersten Reihe starten. Gleich zu Beginn ging es in den langen Startberg. Hier merkte ich das erste Mal meinen Sprint vom Vorabend. Doch ich machte mir keinen Kopf und kämpfte mich nach vorne. In Runde zwei konnte ich mich dann auf dem dritten Platz einreihen und in der dritten von vier Runden versuchte ich meinen Vorsprung zu vergrößern. Was mir auch gelang! Aber dann schlug das Schicksal zu. Am langen harten Aufstieg zum höchsten Punkt bekam ich in der letzten Runde leider, wie schon in der Vorwoche beim Alpinacup-Rennen in Scheßlitz, extreme Atemprobleme. Ich rang verzweifelt nach Luft und verlor Platz um Platz und landete am Schluss auf dem für mich enttäuschenden Platz 6. Im Ziel fiel ich erst Mal für einige Zeit in die Arme meiner Schwester, um meiner Enttäuschung und den Tränen freien Lauf zu lassen! Warum? Diese Frage und Selbstzweifel machen mir seit diesem Wochenende schwer zu schaffen. Die Einladung für die letzen beiden Weltcup-Rennen habe ich Sonntagabend nach reifer Überlegung abgesagt, um neue Kräfte zu sammeln und mit meinem Arzt erst mal eine Lösung für meine Atemprobleme zu finden.

Regina


Bericht von Patrick

Am Wochenende fand die DM im in Bad Salzdetfurth statt, wo unser komplettes BJT am Start war. Dort präsentierten wir uns auch wieder in der Teamarea und verteilten Milka an die Fans und Zuschauer.. ;-) Bereits am Samstag fanden die Jugend, juniorinnen und Damenrennen statt. Dieser Tag war echt unglaublich erfolgreich für unser Team, denn Daniel und Georg fuhren den Meister- und Vizemeister Titel ein! Das U23 Rennen startete am Sonntag pünktlich um 10.45 Uhr. Bei der Startaufstellung hatte ich Pech, denn ich musste aus der vorletzten Reihe starten... Insgesamt waren 7 Runden angesetzt und gleich nach dem neutralisierten Start ging es voll zur Sache. An diesem Tag hatte ich große Mühe nach vorne zu fahren und bekam ab der 4. Runde auch noch Rückenschmerzen. vielleicht war ich einfach noch zu müde vom Dolomiti Superbike. Somit kam ich als 36. ins Ziel und war keinesfalls zufrieden. Trotzdem freue ich mich für meine Teamkollegen, die am Wochenende eine super Leistung ablieferten. Jetzt heist es erholen für die Bayerische Meisterschaft in Wüstenselbitz um dort ein gutes Ergebniss einzufahren!

Kette rechts Patrick

EndFragment

Daniel auf dem Weg zum Titel!

Theresa fuhr eines ihrer besten Rennen überhaupt! Platz 4.

Daniel trägt das Meistertrikot!

Auch Ludwig fuhr eines der besten Rennen seines Lebens!

Ohne Worte...

Jochen auf Platz 16 der Juniorenklasse.

Theresa fährt das beste Rennen ihrer Karriere.

Patrick kämpft sich bergauf.


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