Regina im Nationaltrikot beim Worldcup Houffalize Regina im Nationaltrikot beim Worldcup Houffalize Regina im Nationaltrikot beim Worldcup Houffalize

Regina im Nationaltrikot beim Worldcup Houffalize

  • Christoph Listmann
 • Publiziert vor 12 Jahren

Regina Genser vom BIKE Junior Team wurde vom BDR zum Worldcup nach Houffalize eingeladen. Ihr zweiter Einsatz im Nationaltrikot!

Ich habe mein bislang härtestes Rennen hinter mir, das Worldcup Rennen in Houffalize. Am Donnerstag um 4 Uhr in der früh klingelte der Wecker und ich machte mich auf die lange Reise nach Belgien. Die Anfahrt war nicht ganz ohne Komplikationen, da wir einen vierstündigen Aufenthalt in einem Autohaus hatten, denn der BDR-Bus hatte seinen Geist aufgegeben.

Doch um halb sechs trafen auch wir endlich in unserem Hotel ein. Ich wollte mich zwar noch ein bisschen bewegen und mir die Strecke anschauen, doch leider konnte ich den Streckenverlauf nicht ganz ausfindig machen. Am Freitag schaute ich mir dann zusammen mit Johanna die Strecke an. Es war meine bislang härteste Strecke. So wie es hoch ging, ging es dann auch wieder nach unten. Ich musste fast jeden Berg im kleinsten Gang hochtreten. Trotzdem machte es mir Spaß, da ich auch alles gefahren bin und das war ja mein größtes Ziel.

Nachdem wir einmal die Strecke rumgefahren waren, ruhten wir uns in unserem Hotel aus, um fit und mit guten Beinen morgen ins Rennen zu gehen. Unser Start war am Samtag erst um 14:31 Uhr, so zog sich der Vormittag ganz schön lang dahin.

Um kurz nach 12 Uhr traf dann auch endlich meine Schwester Franziska in Houffalize ein. So bekam ich noch kurz eine Massage an den Beinen und dann hieß es auch schon warmfahren. Nach 30 Minuten warmfahren ging es zum Start. Ich stand leider in der letzen Startreihe und so musste ich mich gleich am Startberg (Teerstraße mit 14 % Steigung) langsam etwas nach vorne kämpfen. Leider hatte ich dann in den ersten Abfahren eine etwas langsamere Fahrerin vor mir, die ich auch leider nicht überholen konnte. Der Abstand zu der Gruppe vor uns wurde immer größer bei der ersten Gelegenheit überholte ich dann die Fahrerinnen vor mir. Ich kämpfe mich langsam wieder an die Gruppe vor mir.

Bergauf konnte ich gut mithalten und immer wieder Zeit gut machen. In den Abfahrten ließ ich auch nicht abreißen. In der ersten normalen Runde kam aber dann leider mein erster und zum Glück einziger Sturz. Doch leider war dann die Gruppe vor mir weg. Nach dem Sturz hatte ich dann leider auch Kopf- und Nackenschmerzen. Grund: Ich war bei meinem Sturz über den Lenker leider mit meinem Kopf im Absperrband hängen geblieben. Trotzdem gelang es mir, mich über die letzen zwei Runden zu kämpfen. In der letzten Runde wurden dann auch meine Beine sehr schwer und ich hatte Angst, Krämpfe zu bekommen, deshalb fuhr ich jeden Berg schön in meinem Tempo und gleichmäßig hoch. So konnte ich den Krämpfen aus dem Weg gehen. Schließlich kam ich als 19. ins Ziel.

Ich hatte mir zwar etwas mehr erhofft, aber mein eigentliches Ziel “durchzufahren und vor allem alles zu fahren” habe ich ja erfüllt. Ich habe auch wieder viele neue Erfahrungen sammeln können und mich auch technisch etwas weiter entwickelt. Unser Teambike übrigens lief diesmal wie geschmiert und zuverlässig. Deshalb herzlichen Dank an meinen Mechaniker Martin Goldfuß für die perfekte Einstellung.

Mein Glückwunsch geht natürlich an die Siegerin Johanna Techt und auch an die dritte Helen Grobert – echt eine Spitzenleistung von euch beiden!

Ich freu mich auch in Offenburg wieder für die Deutsche Mannschaft an den Start gehen zu dürfen und vielleicht geht es da ja noch etwas weiter nach vorne!


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