Martin Gluth 11. bei der Junioren-WM 2008 Martin Gluth 11. bei der Junioren-WM 2008 Martin Gluth 11. bei der Junioren-WM 2008

Martin Gluth 11. bei der Junioren-WM 2008

  • BIKE Magazin
 • Publiziert vor 13 Jahren

Martin Gluth hat im Trikot der Nationalmannschaft seine erste Weltmeisterschaft bestritten. In Val di sole kam er nach einem schwierigen Start und einer starken Aufholjagd auf Platz elf! Hier ist sein Bericht:

Vom 15.-22. Juni 2008 wurden die diesjährigen Mountainbike-Weltmeisterschaften im italienischen Val di Sole ausgetragen. Insgesamt 55 Athleten nominierte der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) für die Titelkämpfe in den vier Disziplinen: Cross Country, Downhill, 4Cross und Trail. Ich war einer von 7 in der Juniorenklasse.

Bereits am Freitag (13.06.08) reiste die Deutsche Nationalmannschaft nach Italien. Damit hatten wir genügend Zeit um uns mit der technisch und konditionell sehr anspruchsvollen Strecke vertraut zu machen. Die Runde war gekennzeichnet von lange, steilen Anstiegen und schwierigen, steinigen Abfahrten. Die Strecke gefiel mir gut und es machte Spaß auf ihr zu trainieren. Mit einem schönen Hotel, professionellen Physios und super Mechanikern die unsere Räder nach jedem Training wieder auf Vordermann brachten, hatten wir perfekte Bedingungen um uns auf das Rennen vorzubereiten.

Am Donnerstag (19.06.08) war es dann soweit. Der Tag auf den wir uns das ganze Jahr über vorbereitet hatten war endlich gekommen! Um 10.45 Uhr wurden die 103 weltbesten Junioren aus 34 Nationen von Amerika bis Zypern nach der Nationenwertung aufgestellt. Als 60. wurde ich aufgerufen und stand somit in der 5. Reihe.

Um 11.00 Uhr fiel der Startschuss und das stark besetzte Juniorenfeld jagte in die erste Kurve. Ausgerechnet beim wichtigsten Rennen erwischte ich einen schlechten Start. Vor mir gab es einen Massensturz und ich wurde blockiert. Als sich das Feld allmählich in die Länge zog, konnte ich mich nach vorne arbeiten. Bei Temperaturen um 30°C bekam ich nach 2 Kilometern am Ende eines langen Anstiegs etwas Kreislaufprobleme und mir wurde schwarz vor Augen. Dies hatte in der darauf folgenden Abfahrt einen Sturz zu Folge. Mein Sattel wurde verdreht und ich musste in der Technikzone anhalten um den Defekt zu beheben. Als 37. setzte ich das Rennen fort und die Aufholjagd konnte beginnen. Noch in derselben Runde überholte ich neun Fahrer und ging als 28. in die zweite von fünf Runden. Immer besser fand ich in meinen Rhythmus und kämpfte mich Position um Position nach vorne. Als 18. kam ich aus der zweiten Runde und in der dritten Runde knackte ich die Top 15.

Nach einem langen und harten Rennen fuhr ich in einer Zeit von 1:42:38 Stunden als 11. glücklich über die Ziellinie. Damit wurde ich hinter Fabian Strecker (4.) und Markus Schulte-Lünzum (8.) drittbester Deutscher mit 7 Minuten Rückstand auf den neuen Weltmeister Peter Sagan (Slowakei). Mit diesem Ergebnis bin ich super zufrieden, zumal dies meine ersten Weltmeisterschaften waren und ich in meinem Jahrgang viertbester wurde. Außerdem wäre ohne die unglückliche Startphase sicherlich noch mehr drin gewesen, denn auf Platz 4 fehlten am Ende nur knapp 2 Minuten.

Simon Stiebjahn (24.), Marcel Fleschhut (35.) und Valentin Fiderer (44.) rundeten das gute deutsche Mannschaftsergebnis ab. Manfred Reis musste das Rennen wegen einem Defekt vorzeitig beenden.


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