Ludwig ist erster „King of Plose” Ludwig ist erster „King of Plose” Ludwig ist erster „King of Plose”

Ludwig ist erster „King of Plose”

  • Christoph Listmann
 • Publiziert vor 12 Jahren

Ludwig Döhl vom BIKE Junior Team hat mal wieder erfolgreich über den Tellerrand hinaus geblickt und das Rennen um den King of Plose gewonnen.

Ludwig verabschiedet sich mit Sieg in die Winterpause

Am vergangenen Wochenende fand in Brixen, Südtirol, das legendäre Abfahrtsrennen Caidom statt. Der Name des Rennens leitet sich aus dem Startort Caihütte auf dem Skiberg Plose und dem Ziel, dem Domplatz in Brixen ab. Der Höhenunterschied zwischen beiden Orten beträgt knapp 2000 Höhenmeter. Das Rennen 2009 brachte eine Neuerung im Reglement, es wurde auch eine Uphill-Version angeboten, d. h. die selbe Strecke muss auch vom Domplatz zur Caihütte bewältigt werden, 2000 Höhenmeter am Stück, zum Teil mit schwierigen Schiebepassagen.

Bei der neuen Wertung „King of Plose” mussten beide Disziplinen mit dem selben Bike absolviert werden. Dafür kann sich der Sieger in die Annalen des „King of Plose” eintragen. Bei dem Rennen, bei dem die Wahl des Bikes von enormer Bedeutung ist, verweist das von mir gefahrene Cube Fritzz alle anderen Downhill-Maschinen auf die Plätze. Unter meinen schärfsten Konkurrenten war ein Scott Genius Ltd. Edition, auf ein Gewicht von 9,5 kg getrimmt und einem Wert von ca. 10 000 Euro. Bei meinem von der Firma Cube gelieferten Bike hab ich lediglich die Gabel abgesenkt und das Dämpfer-Setup etwas straffer gestellt, um bergauf nicht zu viel Energie zu verlieren.

Am Samstag um 10 Uhr startete am Domplatz der Uphill und ich war nach 1:58:05 als Fünfter an der Caihütte angekommen. Da die vier vor mir liegenden Fahrer alle mit Hardtails unterwegs waren, war ich mir sicher, die knapp 17 Minuten Rückstand beim morgigen Downhill wieder gutmachen zu können.

Am Sonntag 14 Uhr war der Start zum Downhill in Le Mans-Manier. Viele meiner Konkurrenten hatten zwar längere Federwege als mein Cube Fritzz. Diesen Nachteil konnte ich aber durch Fahrtechnik und etwas mehr Mut ausgleichen. So erreichte ich den Domplatz in Brixen als 7. nach 27:10 Minuten. Der Sieger war nur ganze 3:48 Minuten schneller als ich. Bei bester Stimmung warteten wir mit Spannung auf die Ergebnisliste.

Ich konnte es gar nicht glauben, ich wurde zum „First King of Plose” gekrönt. Mein Konkurrent auf dem teueren Scott Genius hatte auf Platz zehn liegend einen Rahmenbruch und konnte sich nur noch mit Schwierigkeiten ins Ziel retten.

Natürlich werde ich versuchen, nächstes Jahr meinen Titel zu verteidigen. Jetzt geht es erst mal in eine Trainingspause und Mitte November beginnt der Formaufbau für die Saison 2010.

Ride on Ludwig


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