Bundesliga-Finale in Bad Salzdetfurth Bundesliga-Finale in Bad Salzdetfurth Bundesliga-Finale in Bad Salzdetfurth

Bundesliga-Finale in Bad Salzdetfurth

  • Christoph Listmann
 • Publiziert vor 12 Jahren

Unser Junior Team war beim BL-Finale aktiv, Anna ist einen Alpencup gefahren. Hier sind die Berichte:


Bericht Bad Salzdetfurth von Ludwig

Bad Salzdetfurth und die Transalp-Nachwehen Voller Erwartungen ging es am vergangenen Wochenende nach Niedersachsen zum letzten Bundesligarennen der Saison. Die Macher um Streckenchef Olaf Nütsche haben sich voll ins Zeug gelegt und die Strecke noch einmal verschönert und verfeinert. Die lange Teerstraßenabfahrt wurde herausgenommen und durch einen Singletrail und einen Downhill ersetzt, genau mein Ding. Leider fühlten sich meine Beine drei Wochen nach der Trans Alp immer noch an als ob sie mit Sand gefüllt wären und meine Hoffnungen wie letztes Jahr unter die Top Ten zu fahren keimten erst gar nicht auf. Pünktlich um 10:15 fiel der Startschuss und in der ersten Runde dachte ich was ist mit meinen Beinen los, ich konnte richtig Druck machen und überholte auf dem 4,6 km langen Rundkurs gleich mal 10 oder 12 Konkurrenten. Aber schon am Anfang der dritten Runde stand am Anstieg der Mann mit dem Hammer. Meine Beine wurden bleischwer und es ging nichts mehr. So angeschlagen quälte ich mich noch in die fünfte Runde und stieg dann erschöpft vom Rad. Schade, dass ich das Rennen nicht mehr zu Ende fahren konnte, aber es ging wirklich nichts mehr.

Ride on

Ludwig


Bericht von Regina

Am vergangenen Wochenende ging das letzte Rennen der diesjährigen MTB-Bundesliga in Bad Salzdetfurth über die Bühne. Am Freitag, gleich nach Arbeitsschluss, fuhren wir mit unserem frisch erstandenen Wohnmobil los nach Niedersachsen. Mit von der Partie waren mein Papa, meine Schwester Franziska und Thomas. Obwohl wir erst spät am Abend ankamen, packten wir noch die Räder aus und fuhren uns in der Dämmerung die vom langen Sitzen steifen Beine locker. Am Samstag war wie immer Streckenbesichtigung angesagt. Ich fuhr mit Vanessa Tempcke die Strecke ab. Es war heiß, es war extrem staubig und es war anstrengend, aber dennoch gefiel mir der Kurs. Selbst den großen Sprung hatten wir bald sicher im Griff. Den Samstagnachmittag verbrachten wir mit Relaxen, Sprint zusehen und im nahe gelegenen Schwimmbad baden. Da es ein schöner Sommerabend war, gingen wir nach dem Abendessen noch zur Openair-Rockparty in die Altstadt. Am Sonntag war es dann noch heißer und staubiger als am Tag zuvor. Wir schliefen lange, frühstückten in Ruhe. Dann beobachtete ich zusammen mit Vanessa das U23-Rennen, feuerten Thomas an und bereiteten uns schließlich selbst auf unser Rennen vor. Um 12:30 Uhr starteten wir zusammen mit den Junioren und wie immer den Damen. Es war brütend heiß, der Staub erschwerte die Sicht in den Abfahrten und das Atmen. Mir ging es ganz gut. Nach einem verhaltenen Start fuhr ich in der zweiten Runde von Platz 8 auf Platz 4 nach vorne. Mona, Helen und Vanessa waren schon weit weg, Elisa schied mit Kreislaufkollaps, eine Norwegerin nach Sturz aus. In der dritten Runde merkte ich jedoch, dass ich auf Grund der verletzungsbedingten Trainingspause noch nicht wieder so gut war wie in Wetter. So musste ich Julia und eine Norwegerin vorbei lassen. Von uns allen unbemerkt hatte sich die Niederländerin Terpsta irgendwann an uns vorbei gemogelt. Ich war so kaputt in dieser 3.Runde, dass ich mich am liebsten zu den vielen Sturz- oder Kollapsopfern am Rande der Strecke dazu gelegt hätte. Aber überraschender Weise ging es in der 4.Runde wieder besser und so brachte ich das Rennen als 7. ordentlich zu Ende.

Während ich noch unter der Dusche stand, erhielt ich einen Anruf von Gerhard. Er wollte wissen, wo ich denn bei der Siegerehrung abgeblieben war. Siegerehrung, so sagte ich, war doch nur für die ersten Fünf. Stimmt, sagte Gerhard, aber du bist 5. in der Gesamtwertung geworden! Das war eine Überraschung, denn eigentlich hatte ich mich mit Platz 7 bereits abgefunden. Aber durch die Nichtteilnahme von Sarah und das Ausscheiden von Elisa konnte ich noch den Sprung auf Platz 5 machen. Damit habe ich ein bereits abgeschriebenes Saisonziel doch noch erreicht. Ziemlich kaputt, aber zufrieden fuhren wir nach Hause.


Bericht von Christian


Bad Salzdetfurth (Bundesliga) 18.08.09 dnf

Dieses Wochenende war das letzte Bundesligarennen dieser Saison. Wir reisten schon am Samstag an, um die Strecke zu besichtigen. Der Kurs war sehr anspruchsvoll. Steile Anstiege wechselten mit staubigen, technischen Abfahrten. Das Rennen ging durch die Altstadt, sodass auch wirklich viele Zuschauer die Mountainbiker in Bad Salzdetfurth anfeuerten. Das Wetter war sehr warm und fast immer über 30°C. Am Sonntag war dann das Rennen der U19. Um halb eins fiel der Startschuss und eine wilde Meute von Bikern raste durch die Altstadt. Ich wurde als letzter aufgestellt und hatte somit am Start schon einmal die schlechteste Ausgangsposition. Ich ging als letzter in den ersten Anstieg und holte gleich in der ersten Runde ein paar Plätze auf. Kurz vor der Zieldurchfahrt stürzte ich in einer technisch schwierigen Passage und riss mir am Bein eine alte Wunde auf. In der zweiten Runde gab ich am langen Bergaufstück nochmal Gas, doch es ging an dem Tag einfach nichts. Meine brennende Wunde am Bein und das heiße Wetter machten mir sehr zu schaffen. Und so stieg ich aus dem Rennen aus. Leider konnte ich meinen guten 29. Platz von der Deutschen Meisterschaft nicht wiederholen. Nun geht die Saison langsam auf ihr Ende zu und es steht nur noch ein E.ON-Bayern-Cup Rennen und die Eurobike auf dem Saisonkalender. Wieder einmal war unsere Teamarea super. Wir konnten uns dort aufhalten und uns vor dem Rennen warmfahren.

Christian


Bericht von Patrick

Am vergangenen Wochenende sind Christian und ich gemeinsam zum Bundesligafinale nach Bad Salzdetfurth angereist. Eigentlich freute ich mich schon richtig auf dieses Rennen, da die Strecke und die Atmosphäre in der Altstadt wirklich klasse sind. Aber grosse Hoffnungen machte ich mir auch nicht, da ich erst ein paar Wochen vorher die Jeantex BIKE Transalp gefahren bin. Beim Warmfahren am Sonntagmorgen fühlten sich meine Beine gar nicht so schlecht an. Um 10.15 Uhr fiel dann der Startschuss und das 75 Mann starke Starterfeld wurde auf die Runde geschickt. Doch schon in der Einführungsrunde merkte ich dann, dass ich das hohe Tempo an diesem Tag nicht mitgehen kann und nach dem ersten langen Anstieg bekam ich richtig Kopfschmerzen. Die Transalp steckte einfach noch zu sehr im Körper. Ich hoffte, dass ich in der zweiten Runde doch noch richtig in Schwung kam und nach vorne fahren kann, doch so war es leider nicht. Anfangs der dritten Runde stieg ich aus dem Rennen aus, weil ich merkte, dass nichts ging. Ich hätte mir an diesem Tag nichts Gutes getan, wenn ich weitergefahren wäre. Das Wochenende war trotzdem super, da es immer klasse ist mit dem Team zusammen zu sein. Jetzt freue ich mich auf die Eurobike, wo ich mit dem BJT am Start sein werde. ;-) Kette rechts, Patrick


Anna`s Rennbericht: Buch => Alpencup

Nach zwei Jahren Abstinenz, fuhr ich am vergangenen Samstag endlich mal wieder einen Lauf zum Alpencup. Zum ersten Mal ging es ins österreichische Buch im Vorarlberg, eine kleine Gemeinde hoch über dem Bodensee, mit traumhaften Ausblicken. Da ich mich sehr auf das Rennen gefreut habe, machten mir die gut 30°C und die Tatsache, dass es kaum schattige Streckenabschnitte gab, kaum etwas aus. Sechs Runden waren angesagt, doch inständig hoffte ich, dass mich der österreichische Staatsmeister der U17 (…und auch nur der ☺) überrunden würde, so dass es am Ende “nur” 5 schnelle Runden werden würden ! Gleich nach dem Start hieß es den langen Skihang zu bewältigen, der mit einer Teerstraße anfing und dann in einen Schotterweg überging. Sofort konnte ich mich an Franziska Katzer und Amelie Hener ran hängen. Doch da ich aus dem letzen Rennen in Sonthofen gelernt hatte, drängelte ich mich so schnell es ging an das Hinterrad von Franziska Katzer, denn ich wollte nicht noch einmal so einen Platz verlieren. Nach dem langen Anstieg ging es gleich eine steile Waldabfahrt, die sich spannender Singletrail mit vielen Wurzeln präsentierte. Nach dem ersten Teil der Waldabfahrt ging es schließlich ein kurzes Stück auf einer Wiese weiter bergab und so nutze ich die Gelegenheit und bereitete dem “Berabgetuckere” ein Ende. So konnte ich mir gleich ein wenig Vorsprung verschaffen. Doch als es wieder den langen Berg hinauf ging, dachte ich mir im ersten Moment “ Oh shit, wird das hart!”. Aber dann habe ich sehr schnell meinen eigenen Rhythmus gefunden und konnte so gleichmäßig den langen Berg bewältigen. In der dritten Runde hieß es dann Zähne fest zusammen beißen, denn ich bekam wegen der Hitze Kreislaufprobleme. Als es aber dann in den letzen beiden Runden anfing RICHTIG in den Beinen weh zu tun, erinnerte ich mich an das was mein Trainer Karlheinz Buhl mal gesagt hat: “Wenn’s weh tut, denk an was anderes!” Okay, das einzige was mir eingefallen ist war: Du bist Erste => es gibt wieder einen Pokal, also hämmerte es in meinem Kopf nur noch Pokal, Pokal, Pokal! ☺ Auch mein Wunsch, dass wir nur 5 Runden fahren müssen, wurde zum Glück noch wahr. ☺ Mit dem breitesten Grinsen überhaupt kam ich schließlich nach rund 40 Minuten Renndauer als Siegerin mit über 1 Minute Vorsprung auf die 2. Platzierte Franziska Katzer und 2 Minuten Vorsprung auf die 3. Platzierte Österreicherin Nina Scheiber, über die Ziellinie.

Ludwig steckte die Transalp noch in den Beinen.

Auch Patrick hat sich von der Transalp noch nicht erholt.


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