Junior Team stark beim Worldcup in Albstadt Junior Team stark beim Worldcup in Albstadt Junior Team stark beim Worldcup in Albstadt

BIKE Junior Team 2018: Worldcup Albstadt

Junior Team stark beim Worldcup in Albstadt

  • Ludwig Döhl
 • Publiziert vor 4 Jahren

Finnja Schmid vom BIKE Junior Team powered by Bulls siegt in der U15. Simone Roßberg wird Zweite bei den Juniorinnen und Pirmin Sigel rollt das U23-Feld von hinten auf.

Das beschauliche Albstadt verwandelte sich einmal mehr in das Mekka des Mountainbike-Sports. Die gesamte Weltelite ließ es sich nicht nehmen, auf der Schwäbischen Alb ihre Kräfte zu messen. Mit dabei waren auch die Fahrerinnen und Fahrer des BIKE Junior Teams powered by Bulls.

Finnja Schmid siegt in der U15


In Albstadt wurde erstmals das neue Format des XC Short Race ausgetragen, bei dem die Athleten auf einer verkürzten Rundstrecke ca. 15-20 Minuten den Startplatz für die Weltcuprennen ermittelten. Auf ebendiese Strecke wurden die Fahrerinnen und Fahrer bis zur Altersklasse U17 geschickt, um im Rahmenprogramm den dritten Lauf zum „Alb-Gold Juniors Cup“ auszutragen. Für das BIKE Junior Team begann das Wochenende mit einem Paukenschlag. Finnja Schmid konnte sich im Rennen der U15w bereits in der Startrunde an die Spitze des Feldes setzen. In den folgenden Runde konnte die junge Fahrerin aus Sonnenbühl das Renngeschenen nach Belieben diktieren und einen soliden Vorsprung herausfahren, der in einem ungefährdeten Sieg mündete. Fabian Vdovic musste im Rennen der U15 nach einem guten Start in der ersten Runde einige Fahrer ziehen lassen. Er konnte sich aber Runde für Runde nach vorne arbeiten und holte sich in einem harten Rennen Platz 19. Jakob Stanger stand im Rennen der Schüler U17 auf Startplatz 40 in der vorletzten Startreihe. Da vorne eine große Spitzengruppe davonzog, galt es für Stanger, sich dahinter Platz um Platz zu verbessern. Dies gelang auch, und so erreichte der für den TSV Dettingen/Erms startende Fahrer Platz 18.

Simone Roßberg Zweite bei den Juniorinnen – Janik Eifler stürzt

Samstags waren sowohl die Juniorinnen und Junioren als auch die Fahrer der U23 an der Reihe. Im Rennen der Juniorinnen machten sich Leoni Fend und Simone Roßberg Hoffnungen auf weitere Weltranglistenpunkte. Leoni erwischte einen guten Start und konnte sich auf Rang zwei hinter der späteren Siegerin Emma Eydt positionieren. Sie ließ die stärkere Fahrerin ziehen und wollte nach hinten eine Lücke reißen, als sie merkte, dass sie am Hinterrad keinen Grip hatte. Bei den nassen Bedingungen rutschte Leoni an jedem Stein weg, musste Tempo rausnehmen und fand sich schnell auf Rang fünf wieder. Auf der Start-Ziel-Geraden konnte Leoni wieder aufschließen und auf Rang 2 fahren, jedoch machte sich der fehlende Gripp auch im nächsten Anstieg wieder bemerkbar, und Leoni musste teilweise vom Rad und Laufeinheiten einlegen, was wiederum wertvolle Plätz kostete. So entschloss sie sich in Runde 3, das Hinterrad zu wechseln. Dies kostete weitere wertvolle Zeit. Leoni konnte in der Schlussrunde nochmal an die Gruppe heranfahren, hatte aber in den Anstiegen auch mit dem neuen Hinterrad dieselben Probleme, was schließlich dazu führte, dass sie in den Kampf um die Podestplätze nicht mehr eingreifen konnte und auf Rang vier ins Ziel kam. Simone Roßberg befand sich nach dem Start ebenfalls in der Vierergruppe um Rang zwei. Im ersten Berg zog sich diese schon etwas auseinander. Auf Rang vier liegend fand Simone einen guten Rhythmus, Simone konnte durch Leonis Radwechsel zu Leoni aufschließen, und gemeinsam fuhren sie in den nächsten Berg. Dort konnte Simone zur Zweitplatzierten aufschließen und diese überholen. So kam Simone als Zweite aus dieser Runde und musste nun versuchen, diesen Platz zu halten. Die Abfahrten in Albstadt waren aufgrund der Regenfälle der vergangenen Tage aufgeweicht, und so wurde jede Abfahrt zu einer neuen Herausforderung. Simone Roßberg meisterte diese und konnte den zweiten Platz bis ins Ziel halten. So darf sie sich über weitere wertvolle Weltranglistenpunkte freuen.
Die Junioren hatten 4 Rennrunden und eine Startloop zu fahren. Janik Eifler konnte von Beginn an Druck auf die Pedale bringen und konnte an den Bergen einige Fahrer überholen. In der zweiten Runde stürzte Janik in der "Devils Corner", einer sehr engen und steilen Kurve. Nachdem er wieder aufs Rad gestiegen war, spürte er, dass die Beine nicht mehr so locker waren wie zu Beginn des Rennens. Janik konnte wieder Fahrt aufnehmen und zu seiner Gruppe aufschließen und auch überholen. Er hatte aber vor allem in den Abfahrten kein Vertrauen mehr in sich und sein Bike. So kam es, dass Janik nach vier Runden als 38. über die Ziellinie fuhr. „Ohne den Crash wäre wahrscheinlich ein Platz in den Top 25 möglich gewesen,“ berichtete Janik Eifler im Ziel.

EGO-Promotion Simone Roßberg auf dem Weg zum zweiten Rang bei den Juniorinnen.

EGO-Promotion Janik Eifler gezeichnet vom Sturz.

Pirmin Sigel startet von ganz hinten im U23-Rennen

Für Pirmin Sigel war Albstadt das erste Worldcup-Rennen in der U23. Da in seinem ersten U23-Jahr noch die Weltranglistenpunkte fehlen, wurde Pirmin über den BDR gemeldet, und statt des üblichen grünen Trikot durfte er sich das Nationaltrikot überstreifen. Von Platz 136 (insgesamt waren 150 Fahrer am Start) startend, konnte sich Pirmin Sigel gleich im Startloop nach vorne kämpfen. Er spürte aber in den Anstiegen, dass er die gewohnten Stärken, die er noch in der Vorwoche beim Bundesligarennen in Gedern hatte erfolgreich einsetzen können, nicht ausspielen konnte. In den technischen Abfahrten fühlte er sich jedoch sehr gut und fuhr deutlich sicherer und schneller als seine direkten Konkurrenten, so dass Pirmin hier einige Plätze gutmachen konnte. In diesem sehr schlammigen Rennen gab es einige Stürze – selbst von Topfahrern, und so war ein sturzfreies Ankommen bereits die halbe Miete. Am Ende stand Platz 87 in den Siegerlisten. „Ich weiß, dass mit meinen Fähigkeiten am Berg, die ich normalerweise zeigen kann, heute noch deutlich mehr möglich gewesen wäre,“ fasste der Weilheimer seine Leistung zusammen. „Dennoch war es ein ganz besonderes Gefühl, im Nationaltrikot auf heimischem Boden für Deutschland an den Start gehen zu dürfen.“

EGO-Promotion Pirmin Sigel im Trikot der Nationalmannschaft.

Themen: AlbstadtBIKE Junior TeamBullsWorldcup 2018


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