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Test 2015: Windwesten für Mountainbiker Test 2015: Windwesten für Mountainbiker

Test 2015: Windwesten für Mountainbiker

Klein, leicht, handlich: 20 MTB Windwesten im Test

Stefan Frey am 08.12.2015

Sie sitzen wie eine zweite Haut, und wenn es drauf ankommt, bieten sie den perfekten Schutz. Bike-Westen gehören in jede Trikottasche. Wir haben 20 aktuelle Modelle getestet.

Brotzeitdose, Wechseltrikot, Pausenlektüre oder eine Rolle Klopapier für den Gang aufs stille Örtchen. Was man auf Tour oder im Rennen wirklich braucht, sollten sich Biker vor dem Start gut überlegen. Jedes Gramm zu viel lastet nach hunderten Höhenmetern irgendwann auf dem Rücken, wie die Weltkugel auf Atlas’ Schultern. Auf eines sollten aber weder Racer noch Touren-Biker verzichten: die Windweste. Sie schützt ihren Träger vor schneidendem Fahrtwind und verhindert, dass man schüttelgefrostet am Ende einer Abfahrt vom Rad klappert. Dabei soll die Weste vor allem eines sein: leicht und klein verstaubar. Zwölf der 20 Testmodelle wiegen weniger als 100 Gramm und lassen sich dabei etwa tennisballgroß zusammenknüllen. Fünf weitere Westen liegen nur knapp über der 100-Gramm-Grenze und passen somit auch noch in die meist etwas kleineren Taschen eines Damentrikots.

Fotostrecke: Test 2015: Windwesten für Mountainbiker

Diese 20 Modelle haben wir getestet:

Windwesten Männer:
• Adidas Infinity Wind Vest
• Bontrager RXL Windshell Vest
• Craft PB Featherlight Vest
• Endura FS 260 Pro Adrenaline Race Gilet
• Gore Bike Wear Element WS AS Vest (BIKE-Tipp: Testsieger)
• Löffler Herren Weste WS Active
• Mavic HC Vest
• Pearl Izumi Elite Barrier Vest
• Poc Essential Wind Vest
• Protective Mistral
• Scott RC Pro WB Vest
• Vaude Me Air Vest II (BIKE-Tipp: Preis/Leistung)

Windwesten Frauen:
• Adidas Infinity Wind Vest
• Assos sV.blitzFeder (BIKE-Tipp: Testsieger)
• Bontrager Race WSD Windshell Vest
• Craft Featherlight Vest
• Gore Bike Wear Countdown AS Lady Vest
• Pearl Izumi W Elite Barrier Vest
• Protective Bora
• Vaude Wo Air Vest II (BIKE-Tipp: Preis/Leistung)

Windwesten unter 100 Gramm – das schafft ein Müllsack mit drei Löchern für Kopf und Arme doch genauso, wird sich jetzt mancher denken. Weit gefehlt: Während die Mülltüte am Körper flattert wie eine tibetanische Gebetsfahne vor der Klostermauer, sitzt eine gute Weste eng am Körper und passt sich perfekt der Haltung auf dem Bike an. Hoch geschnittene und leicht gefütterte Krägen schließen sauber ab, sodass der Wind nicht über den nassgeschwitzten Rücken pfeiffen kann wie Sturmböen übers friesische Wattenmeer.

Test 2015: Windwesten für Mountainbiker

Wieso in einer flattrigen Mülltüte die Berge hochstrampeln, wenn man eine leichte Windweste doch immer im Trikot dabeihaben kann?

Wer es etwas luftiger möchte, greift zu einem Modell mit Mesh-Einsatz am Rücken. Je großflächiger, desto besser können die angestauten Körpersäfte entweichen. Dann wird auch der kurze Sprint auf dem Gegenhang nicht zum Saunagang, und man muss die Weste nicht ständig an- und ausziehen. Mehr Schutz bieten dagegen geschlossene Modelle. Bontrager, Endura und Gore sind an der Rückseite komplett dicht und halten den Rücken auch dann noch angenehm trocken, wenn der Hinterreifen auf nassen Trails mit Dreck um sich wirft.

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Stefan Frey am 08.12.2015