Test Shimano SH-ME7

Teil der Woche: Enduro-Schuh Shimano ME7

  • Tobias Brehler
 • Publiziert vor 2 Jahren

Der Shimano ME7 soll Trail-Biker glücklich machen: Der MTB-Schuh will mit guter Kraftübertragung, Schlechtwetterschutz und passablen Laufeigenschaften überzeugen. Wir haben den ME7 getestet.

ME steht bei Shimano für „Mountain Enduro“ und macht klar: Dieser MTB-Schuh ist für Trail-Biker und Enduristen. Die Anforderungen an solche Schuhe sind äußerst vielseitig. Um bei langen Anstiegen die Kräfte des Piloten zu schonen muss die Kraft möglichst effizient aufs Pedal übertragen werden. Ist der Trail unfahrbar, muss man sich auf die Laufeigenschaften und vor allen Dingen den Grip der Sohlen verlassen können. Und zumindest Spritzwasser sollten die Schuhe zuverlässig draußen halten. Ob der Shimano ME7 all das kann, haben wir getestet.

Shimano ME7: technische Daten

  • Gewicht: 988 Gramm pro Paar, Größe 46, inkl. Shimano Cleats (50 g)
  • Speed-Lacing-Verschluss, Ratschenverschluss
  • Michelin Gummisohle
  • Größen: 38 bis 50 (bis 47 auch halbe Größen)
  • Farben: scharz, blau


Preis: UVP 220 Euro, Straßenpreis ca. 160 Euro (z.B. 139,95 Euro bei Rosebikes *)


Info: www.shimano-lifestylegear.com

Die Kombination der Verschlüsse fixiert den Fuß fest im Schuh.

Die Einlegesohlen sind hochwertig, verfügen aber nicht über verschiedene Gewölbepolster zur Anpassung an das Fußgewölbe.

Generell sollte man bei Shimano-Schuhen eine Nummer größer kaufen, so die generelle Empfehlung. Wem aber zum Beispiel Specialized-Schuhe in 46 passen, kann auch hier getrost zum 46er-Modell greifen. Der ME7 fällt weder besonders breit noch schmal aus. Allerdings fällt der ME7 etwas weiter aus als sein Race-Kollege, der Shimano S-Phyre .

Die Japaner setzen beim ME7 auf einen Ratschen-Verschluss sowie Schnellschnür-System, das sich unter einer Abdeckung befindet. In Kombination fixieren die beiden Verschlüsse den Fuß gut im Schuh, auch bei schmalen Füßen wirft das Obermaterial keine Falten. Insgesamt lässt das Verschluss-System einen großen Verstellbereich zu. Zieht man die Ratsche etwas zu fest an, kann die Oberkante des Schuhs je nach Fußform am Knöchel drücken. Ein klarer Nachteil des Schnellschnür-Systems ist, dass man während der Fahrt die Weite nicht verstellen kann.

Die griffige Michelin-Sohle begeistert mit viel Grip und guten Abrolleigenschaften.

Das Cleat lässt sich weiträumig verstellen. Einlicken gelingt intuitiv.

Die Michelin-Sohle baut auf Untergründen aller Couleur sehr viel Grip auf. Dank der nicht besonders steifen Sohle rollt der Schuh sehr gut ab und längere Laufpassagen stellen kein Problem dar. Die Kehrseite der komfortablen Sohle: Die Kraftübertragung ist für einen All-Mountain-Schuh vollkommen ausreichend, erreicht aber nicht das hohe Niveau eines Specialized 2FO.

Die Abdeckung hindert Spritzwasser am Eindringen in das Schuhinnere. Allerdings tritt im extrem gut belüfteten Zehenbereich relativ früh Wasser ein, für Regenwetter sind die Schuhe ungeeignet. Die Abdecklasche sowie die Ratsche überlappen etwas, hier muss man beim Anziehen auf einen sauberen Sitz achten. Der Neoprenschaft verhindert, dass Dreck in den Schuh gelangt.


Test-Fazit: Shimano baut mit dem ME7 einen fähigen Allround-Schuh für Touren-Biker, der mit seiner Passform sowie seinen guten Geheigenschaften überzeugt.


Pro

  • Passform
  • griffige Sohle
  • gut belüftet
  • angemessene Kraftübertragung


Kontra

  • Wasser dringt im Zehenbereich ein
  • hoher Preis


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