Test: Shimano S-Phyre XC 9

Teil der Woche: Shimano-Schuh S-Phyre

  • Peter Nilges
 • Publiziert vor 3 Jahren

Der S-Phyre markiert die absolute Spitze im Schuh-Portfolio von Shimano und will ein Race-Schuh der Spitzenklasse sein. BIKE hat dem grellen Rennstiefel auf den Zahn gefühlt.

Egal, ob fürs Gelände oder auf der Straße, bei den S-Phyre-Schuhen dürfen sich die Shimano-Designer komplett ausleben. Das Ziel der hochpreisigen Topmodelle liegt klar in der Effizienzsteigerung für den Rennsport. BIKE hat das Topmodell für rund 360 Euro in grellem neon-gelb bereits ausgiebig getestet.

Shimano S-Phyre XC 9: technische Daten

  • Gewicht: 782 Gramm pro Paar, Gr. 44, inkl. Shimano Cleats (50 g)
  • zwei Boa-Verschlüsse pro Schuh, mit Feinjustierung
  • Michelin Gummisohle
  • extra lange Stollen (18 mm) erhältlich
  • steife, extra flache Carbon-Sohle
  • Größen: 36 bis 48, 37- 47 auch in halben Größen, Breite Ausführung 38 - 47
  • Lieferumfang: Schuhe, Schraubstollen, Schuhbeutel, S-Phyre-Socken
  • Farben: gelb, blau, schwarz


Preis: ca. 360 Euro z.B. bei Rosebikes ab 249 Euro erhältlich *

Über zwei Boa-Drehverschlüsse lässt sich der Shimano-Schuh individuell anpassen. Das Obermaterial umschließt den Fuß dabei von beiden Seiten.

Die griffige Gummierung der Sohle stammt aus der Zusammenarbeit mit Michelin.

Um Fersenschlupf zu verhindern, kommt ein spezielles Gewebe zum Einsatz. Das gelingt beim Laufen an steilen Anstiegen nur bedingt.

Variable Passform – von schmal bis breit

Generell lautet die Shimano-Empfehlung: lieber eine Nummer größer bestellen. Unser Testschuh in Größe 44 fiel jedoch keinesfalls kleiner aus als die MTB-Schuhe von anderen Herstellern. Wer also Größe 44 bei Specialized, Sidi, Giant und Co. fährt, kann auch hier getrost zur gleichen Größe greifen. Über die beiden mitgelieferten Gewölbepolster lässt sich die Innensohle an das jeweilige Fußgewölbe anpassen. Für eine starke Unterstützung wählten wir das dickere Polsten in High, das verrutschsicher unter die Innensohle geklettet wird.

Über zwei unterschiedlich hohe Gewölbepolster lässt sich die Innensohle an den eigenen Fuß anpassen.

Über die beiden Boa-Drehverschlüsse lässt sich der Fuß sehr gut und fein fixieren. Dabei umschließt das Obermaterial den Fuß von beiden Seiten und bietet besten Halt beim Zug auf dem Pedal. Auch schmale Füße finden noch ausreichend Halt im Shimano S-Phyre, ohne dass das Obermaterial zu starke Falten wirft. Der Schnitt des Shimano-Schuhs ist jedoch eher auf normal breite Füße ausgelegt.

Leicht, steif und sehr gut anpassbar. Der Shimano S-Phyre hinterlässt einen stimmigen Eindruck.

Ordentlich Druck aufs Pedal

Maximale Kraftübertragung ist die Paradedisziplin des Shimano S-Phyre XC 9. Dabei flext die Sohle gefühlt keinen Millimeter und wandelt jedes Qäntchen Kraft unmittelbar in Vortrieb um. Angenehm fällt auch die niedrig bauende Sohle auf, mit der man sehr dicht über dem Pedal steht. Auch auf längeren Ausfahrten sitzt der Neon-Treter angenehm fest, ohne zu drücken. Durch die Gummierung im mittleren Bereich der Sohle steht man auch noch relativ sicher auf dem Pedal, wenn man noch nicht eingeklickt ist. In Laufpassagen verhält sich der S-Phyre wie ein typischer Race-Schuh mit steifer Sohle, aber griffigen Gummistollen. Im Flachen läuft es sich recht gut und rutschsicher, in steilen Anstiegen muss man die Boa-Rädchen jedoch fester ziehen, da die nicht flexende Sohle sonst Fersenschlupf verursacht.


Test-Fazit: Teuer, leicht und maximal im Vortrieb. Der Shimano S-Phyre XC 9 erfüllt alle Anforderungen, die ein echter Race-Schuh für Biker bieten sollte.


Pro

  • erstklassige Kraftübertragung
  • vielfältige Anpassungsmöglichkeiten
  • hoher Tragekomfort
  • griffige Sohle
  • sehr gutes Größenangebot


Kontra

  • sehr teuer
  • etwas Fersenschlupf in steilen Laufpassagen

Socken, Schuhbeutel und die Gewölbepolster in zwei unterschiedlichen Höhen sind im Lieferumfang enthalten.


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Schlagwörter: Race-Schuhe Schuhe Shimano S-Phyre Teil der Woche Test 2017


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