Schuhe Shimano SH RX800 im Langzeittest

Stefan Frey

 · 08.01.2022

Schuhe Shimano SH RX800 im LangzeittestFoto: Georg Grieshaber

Die RX800 werden von Shimano offiziell als Gravelbike-Modelle beworben.

Würde man den Begriff wörtlich nehmen, müsste man von schwerer Misshandlung sprechen. Denn sie waren vorwiegend auf Mountainbike-Touren im Einsatz. Und warum auch nicht? Passform, Sohle und Material unterscheiden sich nicht von Shimanos sportlichen MTB-Modellen. Was vermuten lässt, dass dem RX800 das Gravel-Etikett von PR-Strategen angeheftet wurde. Die Sohle aus Carbon-Fasergewebe ist extrem steif, während sich die Stollen aus TPU angenehm soft (und damit rutschfest) geben. Ein- und Ausstieg gelingen dank Boa-Schnürung, die in beide Richtungen funktioniert, easy. Die Passform überzeugt durch den Surround-Schnitt, bei dem sich das Obermaterial ohne Falten oder Kanten um den Fuß schmiegt. Monatelang zeigten sich die Schuhe trotz permanenter Hardcore-Einsätze bei Regen und Matsch widerstandsfähig. Dann begann der schleichende Verfall. Die Boa-Schnürung funktionierte nur noch schwergängig. Die Sohle verschliss. Dann löste sich die Gummilippe im Zuge langer, felsiger Tragepassagen ab. Verarbeitungsmangel? Nein. Eher normal bei einer so heftigen Dauerbelastung.

PLUS: Passform; Kraftübertragung; Verarbeitung; Griffigkeit der Sohle bei Laufpassagen

MINUS: Bei Verschmutzung schwergängiger Boa-Verschluss

Funktionalität: 5 von 6 Punkten

Haltbarkeit: 3 von 6 Punkten

Gewicht: 610 Gramm

Preis: 229 Euro >> z. B. bei Rose erhältlich*

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