Bekleidung

MTB-Funktionsbekleidung neu imprägnieren

Stefan Frey

 · 16.05.2016

MTB-Funktionsbekleidung neu imprägnierenFoto: Robert Niedring

BIKE erklärt, wie sie ihre Mountainbike-Funktionsbekleidung nach dem Waschen frisch imprägnieren können, damit die Funktion erhalten bleibt.

Nur mit einer intakten Imprägnierung kann die Membran von Bike-Klamotten richtig arbeiten. Saugt sich das Obermaterial mit Wasser voll, werden die Poren blockiert, die ansonsten den Schweiß nach außen leiten.

6. Fertig: Die aufbereitete Imprägnierung lässt nun das Wasser wieder von der Jacke abperlen und schützt zudem vor Verschmutzung. In der Regel sollte die Imprägnierung nach jeder zweiten bis dritten Wäsche

 erneuert werden. Ein Aufwand, der sich lohnt.Foto: Robert Niedring
6. Fertig: Die aufbereitete Imprägnierung lässt nun das Wasser wieder von der Jacke abperlen und schützt zudem vor Verschmutzung. In der Regel sollte die Imprägnierung nach jeder zweiten bis dritten Wäsche erneuert werden. Ein Aufwand, der sich lohnt.
1. Saugstark: Saugt sich das Material wie eine Windel voll, sollten Sie zuerst versuchen, die Imprägnierung im Trockner aufzufrischen. 30 Minuten bei etwa 60 Grad sollten reichen. Perlen die Wassertropfen dann noch immer nicht ab, müssen Sie nachimprägnieren.Foto: Robert Niedring
1. Saugstark: Saugt sich das Material wie eine Windel voll, sollten Sie zuerst versuchen, die Imprägnierung im Trockner aufzufrischen. 30 Minuten bei etwa 60 Grad sollten reichen. Perlen die Wassertropfen dann noch immer nicht ab, müssen Sie nachimprägnieren.
2. Vorwäsche: Verschmutzungen können die Wirkung der Imprägnierung mindern. Waschen Sie die Bekleidung unbedingt vor dem Imprägnieren nach den Vorgaben auf der vorherigen Seite und lassen Sie sie an der Luft trocknen, bis sie nur noch leicht feucht ist.Foto: Robert Niedring
2. Vorwäsche: Verschmutzungen können die Wirkung der Imprägnierung mindern. Waschen Sie die Bekleidung unbedingt vor dem Imprägnieren nach den Vorgaben auf der vorherigen Seite und lassen Sie sie an der Luft trocknen, bis sie nur noch leicht feucht ist.
3. Aufsprühen: Legen Sie die geschlossene Kleidung auf eine Arbeitsfläche und sprühen Sie sie gleichmäßig mit der Imprägnierung ein. Bilden sich kleine Pfützen auf dem Obermaterial, haben Sie an dieser Stelle ausreichend Flüssigkeit aufgebracht.Foto: Robert Niedring
3. Aufsprühen: Legen Sie die geschlossene Kleidung auf eine Arbeitsfläche und sprühen Sie sie gleichmäßig mit der Imprägnierung ein. Bilden sich kleine Pfützen auf dem Obermaterial, haben Sie an dieser Stelle ausreichend Flüssigkeit aufgebracht.
4. Einarbeiten: Verteilen Sie das Produkt gleichmäßig mit einem Tuch oder den Fingern auf der Oberfläche. Vergessen Sie auch schwer zugängliche Stellen wie die Kapuze nicht. Danach gehen Sie auf der Rückseite nach dem gleichen Schema vor.Foto: Robert Niedring
4. Einarbeiten: Verteilen Sie das Produkt gleichmäßig mit einem Tuch oder den Fingern auf der Oberfläche. Vergessen Sie auch schwer zugängliche Stellen wie die Kapuze nicht. Danach gehen Sie auf der Rückseite nach dem gleichen Schema vor.
5. Aktivieren: Viele aktuelle Imprägniermittel müssen nicht mehr extra durch Hitze aktiviert werden. Die Erfahrung zeigt aber, dass die Wirkung in den meisten Fällen verstärkt wird. Warm bügeln oder 30 Minuten bei 60 Grad trocknen hilft.Foto: Robert Niedring
5. Aktivieren: Viele aktuelle Imprägniermittel müssen nicht mehr extra durch Hitze aktiviert werden. Die Erfahrung zeigt aber, dass die Wirkung in den meisten Fällen verstärkt wird. Warm bügeln oder 30 Minuten bei 60 Grad trocknen hilft.
6. Fertig: Die aufbereitete Imprägnierung lässt nun das Wasser wieder von der Jacke abperlen und schützt zudem vor Verschmutzung. In der Regel sollte die Imprägnierung nach jeder zweiten bis dritten Wäsche

 erneuert werden. Ein Aufwand, der sich lohnt.Foto: Robert Niedring
6. Fertig: Die aufbereitete Imprägnierung lässt nun das Wasser wieder von der Jacke abperlen und schützt zudem vor Verschmutzung. In der Regel sollte die Imprägnierung nach jeder zweiten bis dritten Wäsche erneuert werden. Ein Aufwand, der sich lohnt.
1. Saugstark: Saugt sich das Material wie eine Windel voll, sollten Sie zuerst versuchen, die Imprägnierung im Trockner aufzufrischen. 30 Minuten bei etwa 60 Grad sollten reichen. Perlen die Wassertropfen dann noch immer nicht ab, müssen Sie nachimprägnieren.Foto: Robert Niedring
1. Saugstark: Saugt sich das Material wie eine Windel voll, sollten Sie zuerst versuchen, die Imprägnierung im Trockner aufzufrischen. 30 Minuten bei etwa 60 Grad sollten reichen. Perlen die Wassertropfen dann noch immer nicht ab, müssen Sie nachimprägnieren.
1. Saugstark: Saugt sich das Material wie eine Windel voll, sollten Sie zuerst versuchen, die Imprägnierung im Trockner aufzufrischen. 30 Minuten bei etwa 60 Grad sollten reichen. Perlen die Wassertropfen dann noch immer nicht ab, müssen Sie nachimprägnieren.
2. Vorwäsche: Verschmutzungen können die Wirkung der Imprägnierung mindern. Waschen Sie die Bekleidung unbedingt vor dem Imprägnieren nach den Vorgaben auf der vorherigen Seite und lassen Sie sie an der Luft trocknen, bis sie nur noch leicht feucht ist.
3. Aufsprühen: Legen Sie die geschlossene Kleidung auf eine Arbeitsfläche und sprühen Sie sie gleichmäßig mit der Imprägnierung ein. Bilden sich kleine Pfützen auf dem Obermaterial, haben Sie an dieser Stelle ausreichend Flüssigkeit aufgebracht.
4. Einarbeiten: Verteilen Sie das Produkt gleichmäßig mit einem Tuch oder den Fingern auf der Oberfläche. Vergessen Sie auch schwer zugängliche Stellen wie die Kapuze nicht. Danach gehen Sie auf der Rückseite nach dem gleichen Schema vor.
5. Aktivieren: Viele aktuelle Imprägniermittel müssen nicht mehr extra durch Hitze aktiviert werden. Die Erfahrung zeigt aber, dass die Wirkung in den meisten Fällen verstärkt wird. Warm bügeln oder 30 Minuten bei 60 Grad trocknen hilft.
6. Fertig: Die aufbereitete Imprägnierung lässt nun das Wasser wieder von der Jacke abperlen und schützt zudem vor Verschmutzung. In der Regel sollte die Imprägnierung nach jeder zweiten bis dritten Wäsche

 erneuert werden. Ein Aufwand, der sich lohnt.
  Imprägniermittel im Überblick: Green Guard (li.), Nikwax (mi.) und Dr. Wack.Foto: Robert Niedring
Imprägniermittel im Überblick: Green Guard (li.), Nikwax (mi.) und Dr. Wack.


1. Pumpsprays wie das Green Guard RT von Fibertec (500 ml, 14,95 Euro) sind etwas aufwändiger aufzubringen, kommen aber auch in die unzugänglichste Ecke. Angenehm in der Anwendung, weil kaum Sprüh­nebel entsteht. Besonders geeignet für Klamotten mit Innenfutter.
2. Wash-In: Imprägnierungen wie Nikwax TX.Direct Wash-In (300 ml, 14 Euro) werden einfach in der Maschine eingewaschen und sind sehr komfortabel in der Anwendung. Besonders geeignet für Teile mit wasserdichter Membran oder PU-Beschichtung.
3. Spraydosen sind zwar einfach in der Handhabung, erzeugen aber viel Sprühnebel, der auf keinen Fall eingeatmet werden sollte. Zum Beispiel Dr. Wack F100 Imprägnierer (400 ml, 15,99 Euro).

"Nur PFC-frei ist wirklich gut für die Umwelt"


Interview mit Tomasz Kruk, Nikwax


Was genau ist die Aufgabe der Imprägnierung?
Sie sorgt dafür, dass sich das Obermaterial nicht mit Wasser vollsaugt und weniger Schmutz aufnimmt.
Wird meine Regenjacke undicht, wen die Imprägnierung nicht mehr in Ordnung ist?
Nein, undicht wird sie nicht. Da aber ein durchnässtes oder verschmutztes Obermaterial die Atmungsaktivität der Membran beziehungsweise der gesamten Jacke beeinträchtigt, sammelt sich schnell köpereigene Feuchtigkeit im Jackeninneren an, wodurch viele denken, dass das Wasser von außen in die Jacke eindringt.


Kann ich die Imprägnierung wieder aktivieren?
Man kann zuerst mittels eines Spezialwaschmittels versuchen, die ursprüngliche Imprägnierung aufzufrischen. Oft reicht das aus, denn auch Schmutz kann die DWR (Durable Water Repellent/Anm. d. Red.) zerstören. Regelmäßiges Waschen, am bes­ten drei bis vier Mal pro Jahr, frischt die Original-Imprägnierung auf, indem wasseranziehender Schmutz entfernt wird.


Wann muss ich nachimprägnieren und womit?
Sobald das Obermaterial Wasser aufsaugt, sollte die Jacke zuerst gewaschen werden, anschließend nachimprägniert. Achtung: Normale Haushaltswaschmittel hinterlassen Waschmittelrückstände. Wash-Ins wurden speziell für Jacken mit wasserdichter, beziehungsweise atmungsaktiver Membran oder PU-Beschichtung entwickelt. Spray-Ons sind besser für wasserdichte, atmungsaktive Jacken mit feuchtigkeittransportierendem Innenfutter. Darüber hinaus eignen sich Sprays auch zum Nachimprägnieren von besonders beanspruchten Stellen wie beispielsweise Nähten, Schultern oder Ellbogen.


Imprägniermittel wurden oft wegen des Einsatzes von Treibgasen und giftigem Fluorkarbon, kurz PFC, kritisiert. Worauf sollte man beim Kauf achten?
Es gibt bereits einige Marken, die auch PFC-freie Mittel anbieten und ohne Treibgase arbeiten. Nur PFC-frei ist völlig sicher für Mensch und Umwelt, denn sowohl C8-PFC-, als auch C6-PFC-basierte Imprägniermittel sind umwelt- und gesundheitsschädlich. Aufgrund ihrer hohen Wasserlöslichkeit geraten sie sehr schnell in unser Trinkwasser.

  Tomasz Kruk von NikwaxFoto: Hersteller
Tomasz Kruk von Nikwax


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