Bekleidung

Bike-Klamotten mit grüner Seele

Adrian Kaether

 · 14.10.2021

Bike-Klamotten mit grüner SeeleFoto: Hersteller
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Keine Ausreden mehr. Von Kopf bis Fuß bieten mittlerweile viele innovative Firmen stylische und funktionale Textilien mit grüner Seele an.

Triple 2

Aus alten Fischernetzen, PET-Flaschen, Merino- und Bio-Baumwolle entsteht bei Triple2 nachhaltige Funktionskleidung. Die Münchener Firma wurde vor gut zehn Jahren von Ex-BIKE-Redakteur Matthias Dreuw (s. Interview) gegründet und produziert in Kroatien, Tschechien und Litauen – so werden kurze Lieferwege und hohe soziale Standards sichergestellt. Das Label hat alles für Biker, von Socken bis zu Jacken. Wie etwa die SMUDD-nul-Jacke: 279,95 Euro, 160 Gramm leicht, wasserdicht und atmungsaktiv >> hier erhältlich*.

  <a href="https://triple2.de/herren/highlights/gravel/14/smudd-nul-men?sPartner=a6266782" target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow">Triple2 SMUDD-nul-Jacke</a> *Foto: Hersteller
Triple2 SMUDD-nul-Jacke *

Patagonia

Über die Hälfte recycelte Materialien, Baumwolle nur aus biologischem Anbau, mehr als 80 Prozent der Produkte mit Fairtrade-Siegel. Trotzdem erkennt Patagonia an: Das muss noch besser werden. Und legt daher Lieferketten offen, investiert ein Prozent des Gesamtumsatzes in Umweltschutz und bekennt sich offen gegen das Konzept dauerhaften ökonomischen Wachstums. Die Klettermarke hat auch für Biker einiges im Programm, wie die Dirt Roamer Liner Bib mit Stautaschen am Rücken und Fairtrade-Siegel für 190 Euro >> hier erhältlich*.

Urge

Kinnriemen aus recyceltem PET, Helmschalen aus recyceltem Styropor, selbst bei Visieren und Kinnbügeln setzt der französische Hersteller Urge teilweise auf recycelte Materialien. So gelingt es den Franzosen, den ökologischen Fußabdruck eines eigentlich komplexen, weil aus vielen Materialien zusammengesetzten Produktes, sehr klein zu halten. Ein Beispiel: Der Gringo de la Pampa, bei dem nur noch im abnehmbaren Kinnbügel ein Anteil an nicht recyceltem Material enthalten ist. Kostenpunkt des Helms: 159 Euro.

  Urge Gringo de la PampaFoto: Hersteller
Urge Gringo de la Pampa

Shred

So richtig umweltfreundlich sind Brillen leider selten. Das US-amerikanische Unternehmen Shred gibt sich zumindest Mühe, seine Klimabilanz zu verbessern. Der Gurt der Nastify-Mtb+Goggle (84,95 Euro) besteht daher zum Großteil aus recyceltem Plastik – zirka zwei alte Flaschen liefern das Rohmaterial dafür. Außerdem ist das Unternehmen Teil der Initiative One Percent for the Planet >> hier erhältlich*.

  <a href="https://www.awin1.com/cread.php?awinmid=20248&awinaffid=471469&clickref=B+Nastify-Mtb%2BGoggle&ued=https%3A%2F%2Feu.shredoptics.com%2Fcollections%2Fmtb_goggles" target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow">Shred Nastify-Mtb+Goggle</a> *Foto: SHRED.,Hersteller
Shred Nastify-Mtb+Goggle *

Endura

CO2-negativ bis 2024, das hat sich die schottische Bekleidungsmarke Endura auf die Fahnen geschrieben. Dafür werden fleißig Bäume in Mozambik und Schottland gepflanzt und recycelte Materialien genutzt. Endura produziert immerhin teilweise im vereinigten Königreich, bietet einen Reparatur-Service und verzichtet auf umweltschädliche Materialien wie PFC oder PTFE. Hier die Singletrack Lite Shorts (79,95 Euro), eine leichte, aber stabile Hose für die Sommermonate >> hier* oder hier erhältlich*.

Vaude

Als einer der ersten größeren Produzenten von Outdoor-Textilien setzte sich Vaude für hohe Umweltstandards und faire Arbeitsbedingungen ein. Produziert wird zwar nach wie vor in Asien, Vaude setzt aber auf langfristige Partnerschaften mit den Fabriken und auf regelmäßige Kontrolle der Standards durch die unabhängige Stiftung Fair Wear. Stark ist der Reparatur-Service, so können besonders hochwertige und schlecht recycelbare Produkte wie der Akku-Rucksack eBracket 28 (160 Euro) lange genutzt werden >> hier erhältlich*.

  <a href="https://amzn.to/3BQxdF2" target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow">Vaude Akku-Rucksack eBracket</a> *Foto: Hersteller
Vaude Akku-Rucksack eBracket *

Five Ten

Beim Global Player Adidas, zu dem Five Ten gehört, würde man nicht viel in Sachen Nachhaltigkeit erwarten. Doch Adidas will mehr als nur ein Zeichen setzen. Schon jetzt bezieht das Unternehmen 60 Prozent des verwendeten Polyesters aus recyceltem PET, bemüht sich um pflanzenbasiertes Leder und will seinen ökologischen Fußabdruck im Vergleich zu 2015 bereits um 50 Prozent reduziert haben. Eine Frucht dieser Bemühungen: der Freerider Pro Primeblue mit recyceltem PET für 140 Euro >> hier erhältlich*.

Osprey

Die Rucksackspezialisten haben es sich zum Ziel gesetzt, die fortschrittlichste und nachhaltigste Marke der Sparte zu werden. Bereits jetzt bestehen ganze Produktreihen aus 100 Prozent recycelten Materialien. Außerdem betreibt Osprey für mehr Lebensdauer der Produkte einen intensiven Reparatur-Service und nimmt auch alte Rucksäcke zurück, die dann nach einer Auffrischung an neue Kunden weitergegeben werden. Interessant für Biker: zum Beispiel der Talon 22 aus recyceltem Nylon für 130 Euro >> hier erhältlich*.

  <a href="https://www.awin1.com/cread.php?awinmid=12557&awinaffid=471469&clickref=B+Osprey+Talon+22&ued=https%3A%2F%2Fwww.bergzeit.de%2Fosprey-talon-22-rucksack-limon-green-s-m" target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow">Osprey Talon 22</a> *Foto: Hersteller
Osprey Talon 22 *

Löffler

Ein Leisetreter in Sachen Nachhaltigkeit. Allein durch die Produktion in Österreich wird jedoch ein hoher Standard bei Umweltschutz und Arbeitssicherheit hergestellt. Sogar bei den Rohmaterialien gelingt Löffler das, was viele für unmöglich halten: 70 Prozent der Stoffe kommen aus der hauseigenen Strickerei, das Garn kommt vollständig aus Europa. So entsteht nachhaltige und hochwertige Funktionskleidung wie die Light-Hybrid-Windjacke für 129,99 Euro >> hier erhältlich*.

Interview mit Matthias Dreuw, Gründer des Outdoor-Labels Triple2

EMTB: Kurze Produktzyklen, eine neue Kollektion pro Jahr. Klamotten und Nachhaltigkeit, ist das nicht ein Widerspruch?

Matthias Dreuw: Schon, auch wenn wir von der klassischen Modebranche mit vier Kollektionen pro Jahr im Outdoor-Bereich zum Glück ein gutes Stück entfernt sind. Die Kunst ist es, so zeitlos wie möglich zu designen und möglichst langlebige Produkte zu machen. Beides geht Hand in Hand. Es nützt ja nichts, wenn unsere Sachen lange halten, aber sie keiner so lange trägt, wie das möglich wäre.

Worauf kommt es an, damit eine Jacke oder eine Hose lange hält?

Schon die Qualität der Rohmaterialien spielt eine Rolle. Und die Produktion muss sehr hochwertig und präzise sein. Zum Beispiel: je geringer der Nahtabstand, desto höher der Produktionsaufwand, aber desto besser auch die Langlebigkeit. Ein Reparatur-Service hilft, wenn mal etwas vor der Zeit kaputtgeht.

Ist das denn wirtschaftlich? Am Ende müssen ja auch nachhaltige Firmen Profit machen.

Im Highend-Segment kann man auch gut damit wirtschaften, wenn der Kunde nicht jedes Jahr etwas Neues kauft, aber bereit ist, für Nachhaltigkeit auch etwas mehr zu zahlen. Am Ende sind hier auch die Verbraucher gefragt. Nur das, was nachgefragt wird, wird sich auch durchsetzen.

  Matthias Dreuw, Triple2-GründerFoto: Privatfoto
Matthias Dreuw, Triple2-Gründer

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