Wallride: durchsurfen oder dranklatschen? Wallride: durchsurfen oder dranklatschen? Wallride: durchsurfen oder dranklatschen?

#5 Der FREERIDE-Trail braucht einen Wallride

Wallride: durchsurfen oder dranklatschen?

  • FREERIDE Magazin
 • Publiziert vor 7 Jahren

Unser FREERIDE-Trail im Tiroler Bikepark Serfaus-Fiss-Ladis braucht einen idealen Wallride. Wie soll der bitteschön aussehen? Mit eurer Hilfe suchen wir die perfekte Lösung. Bitte jetzt abstimmen!

# Beispiel 1 Hossa – hier geht’s ab. Drauf springen, droben bleiben und wieder runter springen. Das ist ein Wallride für Cracks. Doch, wenn er gut gebaut ist, die Neigung nicht zu steil, könnte er viel Spaß machen. Wollen wir den?

Es werden kaum mehr Fehler gemacht als beim Bau eines Wallrides. So viele Bikeparks versuchen sich an diesem Spaß-Stunt – und was kommt gerne dabei raus: Murks. Da wird kostbares Holz verbaut und am Ende stehen diese Murks-Wallrides im Gelände wie Autowracks auf dem Schrottplatz: verwaist, zugewuchert, nicht beachtet.

Dabei ist der Wallride eine tolle Bespaßung für jeden Trail. Allerdings: Irrtum Nummer 1 – ein Wallride bezeichnet eigentlich eine senkrechte Wand. Wörtlich sind Wallrides also kurze Fahrten an der Senkrechten. Wer kann das? Kaum jemand, außer Profis. Der Begriff Wallride wird also fälschlicherweise für Steilkurven verwendet.

Wir finden, dass ein guter, für viele lustiger Wallride den Fahrer sanft in die Steillage lotsen muss. Beginnend mit einer smoothen Einfahrt nimmt die Steilheit immer mehr zu. Das bedeutet, dass der Fahrer mit viel Speed und ohne Hemmungen in die Kurve brettern kann und ihn die Zentrifugalkraft solide an die „Wall“ presst. Danach muss der Fahrer auch wieder sanft nach unten fahren können und/oder die Option haben, aus der Schrägen zu springen.

Doch vielleicht seht ihr das anders. Wir wollen von euch wissen, wie der Wallride aussehen soll, der in unserem/eurem FREERIDE-Trail im Bikepark Serfaus-Fiss-Ladis gebaut werden soll.

# Beispiel 2 Das hier ist ein Wallride für Unerschrockene. Nicht nur, dass er fast senkrecht ist, er will auch mit Entschlossenheit gefahren werden. Wer nicht oben bleibt, steuert ins Gap. Der Big-Balls-Wallride, wenn man so will.

# Beispiel 3 Hier ein Beispiel von einem wirklichen Wallride. Sprich: hier steht ne schier senkrechte Bretterwand. Anfahrt: sehr schwierig. Schrägfahrt: sehr schwierig. Ausfahrt: schwierig. Das Teil steht im sonst sehr spaßigen Bikepark Lac Blanc und wird – wie sollte es anders sein – kaum bis gar nicht genutzt. Wollen wir so ne Spaßbremse? Sicher nicht, oder?

# Beispiel 4 Wow, was hier auf dem Bild sehr steil aussieht, ist in Wirklichkeit auch steil. Dennoch lässt sich dieser Wallride im Mottolino-Park in Livigno recht einfach fahren. Vorallem: Man kann sich schön rantasten und immer höher raustragen lassen. Ne tolle Sache. Man kann auch rausspringen, doch leider gibt es keinen extra Landehügel.

# Beispiel 5 Das Teil hier steht auf dem Fun-Trail „Crank it up“ in Whistler. Sieht ziemlich simpel aus, ist aber sehr spaßig. Darren Berrecloth machte einen Can-Can als er in die Landung spang und hatte viel Spaß. Für Anfänger ist das Teil auch easy zu fahren. Das wäre doch ne wirkliche Option? Was meint ihr?

# Beispiel 6 Dieser Wallride steht bereits in der roten Abfahrt in Serfaus-Fiss-Ladis. Eine nette, sehr gemäßigte, massentaugliche Schrägkurve, ein wirklicher Holzanlieger. Einfach zu fahren, doch ohne wirkliche Sensation. Eine Option zum Rausspringen gibt es nicht.

# Beispiel 7 Diese Bretterwand hat’s in sich. Da man schräg anfährt, muss man mit Schmackes dranfahren und mit Impuls sich wieder lösen. Gar nicht so einfach!

# Beispiel 8 Besser geht kaum: In unseren Augen baute Cory Moore baute im Bikepark Wagrain einen idealen Wallride. Super Linie, viel Schräglage, einfach zu fahren und mit Option, rauszuspringen. Super! Das wäre doch was, oder?

Vielen Dank für eure Kreuzchen! Und so habt ihr abgestimmt:

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Themen: BikeparkFREERIDE-TrailHolzanliegerSerfaus-Fiss-LadisWallride


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