Test: USWE-Rucksack Airborne 9

Teil der Woche: Klammeraffe von USWE

  • Tobias Brehler
 • Publiziert vor 2 Jahren

Der schwedische Hersteller USWE kombiniert praktische Rucksäcke mit einem Cross-System: Dieses soll bombenfesten Sitz mit ausreichend Bewegungsfreiheit paaren. Der Airborne 9 im Härtetest.

In unseren Breitengraden ist das Zeitfenster eng, in dem das Wetter so stabil und die Temperaturen so hoch sind, dass man ganz ohne Jacke zu Ganztagestouren aufbrechen kann. So muss man – selbst wenn alle Werkzeuge und Ersatzteile am Bike verstaut sind – meist doch einen Rucksack mitnehmen. Wer will schon auf der Abfahrt frieren oder im Gewitter ohne Regenjacke dastehen?

„No Dancing Monkey“ nennen die Schweden ihr spezielles Tragesystem.

Passt der Rucksack, hält er ohne Wackeln am Rücken und schränkt die Bewegungen nicht ein.

Doch gerade Piloten mit aktiver Fahrweise, die gern an jeder Wurzel abziehen und mit dem Bike durch die Luft segeln wollen, stören Rucksäcke. Viele sind sperrig und rutschen beim Fahren nach oben. Das schwedische Unternehmen USWE (sprich: You - swee) spezialisiert sich seit 2007 auf Rucksäcke mit dem eigens entwickelten Cross-System: „No Dancing Monkey“. Wir haben den Airborne 9 ausführlich getestet.

USWE Airborne 9: technische Daten

  • Einheitsgröße: M - XL
  • Volumen: 9 Liter
  • Gewicht: 597 Gramm (Rucksack), 149 Gramm (Trinkblase)
  • 3 Liter Trinkblase, einfrierbar und bis 60°C erhitzbar
  • Helm- und Protektorenbefestigung möglich
  • wasserabweisend


Preis: 150 Euro / Info: uswe-sports.com

Die Trinkblase findet im Hauptfach in einem Extrafach Platz und lässt sich leicht einsetzen wie herausnehmen. Der abnehmbare Schlauch erleichtert das Einfädeln durch den Schultergurt erheblich. Mit drei Litern sollte man die Blase jedoch nicht befüllen, sonst schmiegt sich der Rucksack nicht mehr richtig an den Rücken. Eine Regenjacke sowie eine Überhose und ein paar weitere Kleinigkeiten passen in das Hauptfach, wer mehr mitnehmen möchte, greift lieber zum größeren Airborne 15. Werkzeug wie auch Ersatzteile bringt man im dafür vorgesehenen Fach unter, für das Telefon wie auch Geld gibt's ein kleines Extrafach. Protektoren wie auch einen Helm kann man extern befestigen.

Die Trinkblase wird in einem eigens dafür vorgesehenen Fach verstaut. Im kurzen Airborne 9 ist die 3-Liter-Blase etwas lang.

Das Werkzeug-Fach ist ausreichend groß für alle essentiellen Tools und Ersatzteile.

Im Smartphone-Fach finden Handy und Geld Platz.

Uswe bietet den Airborne nur in einer Größe an, je nach Größe und Körperform kann das ein Problem darstellen, insbesondere für Frauen. Uns passte der Airborne bei Größen zwischen 1,75 und 1,85 sehr gut. Anfangs erfordert das Tragesystem eine gewisse Eingewöhnungszeit, bald rückt der Rucksack jedoch in den Hintergrund. Und das ist genau seine Aufgabe: Ausrüstung transportieren und dabei nicht auffallen. Das Cross-System beeinträchtigt die Atmung nicht, an heißen Tagen kann es unter dem Tragesystem aber warm werden. Hier hilft es zum Bergauffahren den Verschluss zu öffnen, so kann etwas Luft zwischen Rucksack und Rücken.

Der große Kunststoffverschluss funktioniert intuitiv und lässt sich auch mit klammen Fingern und Handschuhen leicht bedienen. Während der Fahrt kann man den Verschluss zwar einhändig öffnen, zum Verschließen braucht man aber beide Hände. Belädt man den Rucksack zu stark, kann seine Passform nicht mehr überzeugen. Dann wölbt sich der weiche Rucksack nach außen und liegt nicht mehr richtig an. Normal beladen liegt er jedoch perfekt an und ist durch nichts aus der Ruhe zu bringen.

Der Verschluss lässt sich zwar einhändig öffnen, schließen kann man ihn aber nur mit beiden Händen.

Der Uswe Airborne 9 liegt perfekt am Rücken an und verrutscht auch bei Sprungeinlagen nicht.

Nach über einem Jahr im Dauereinsatz schaut der Rucksack immer noch aus wie neu. Auch die Waschmaschine hat das schwedische Fabrikat gut überstanden. Die Trinkblase taugt ebenfalls noch und ist nach wie vor dicht. Verschleiß lässt sich bisweilen noch nicht ausmachen.


Test-Fazit: Der teure Uswe Airborne 9 (z.B. 144,95 Euro im Rosebikes-Onlineshop ) ist ein treuer Begleiter und überzeugt mit sinnvollen Details sowie seiner guten Passform. Wenn der Rucksack passt, sitzt er wie kaum ein anderer am Rücken.


Pro

  • guter Sitz / Passform
  • sinnvolle Taschenaufteilung
  • geringes Gewicht
  • haltbar


Contra

  • wenig Stauraum / Passform schlecht, wenn zu voll
  • Passform je nach Körperproportionen/Größe

Vor wenigen Tagen haben die Schweden den Nachfolger vorgestellt, der sich jedoch nicht wesentlich vom getesteten Airborne 9 unterscheidet. Neue Farben sowie eine Handyhalterung am Schultergurt sind die größten Änderungen.

Themen: EnduroRucksäckeTagesrucksäckeTeil der WochetrinkblasenUSWE


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