Schlammschlacht beim Bundesligarennen in Freudenstadt Schlammschlacht beim Bundesligarennen in Freudenstadt Schlammschlacht beim Bundesligarennen in Freudenstadt

MTB-Bundesliga: BJT schafft Podest in Freudenstadt

Schlammschlacht beim Bundesligarennen in Freudenstadt

  • Ludwig Döhl
 • Publiziert vor 3 Jahren

Leoni Fend und Simone Roberg gelang beim MTB-Bundesligarennen in Freudenstadt der Sprung aufs Treppchen.

Zum zweiten Mal machte die internationale MTB-Bundesliga Station in Freudenstadt. Das Spektakel begann am Samstag mit dem aus dem Worldcup bekannten MTB Short Race für die Nachwuchs- und Elitefahrer. Das BIKE Junior Team powered by BULLS schickte erst am Sonntag die Fahrerinnen und Fahrer der U19 und U23 ins Rennen.

Janik Eifler (U19) nahm als erster Teamfahrer bei strömendem Regen und zwölf Grad den Rundkurs unter die Stollenreifen. Direkt nach dem Startschuss kam Janik aus dem hinteren Drittel des Feldes gut weg und konnte bereits am ersten Berg einige Fahrer überholen. In den Runden zwei bis vier konnte er sehr gute Zeiten fahren und zu einer Gruppe um Rang elf bis 14 aufschließen. Am Berg konnte er richtig Druck machen und den elften Platz halten. Ein Sturz in der letzten Holzkurve, eine Kette die nicht mehr auf das Kettenblatt zu bringen war und ein Ausflug ins Grüne sorgten in der Schlussrunde für einen 22. Platz. Ein sehr undankbares Ergebnis.

EGO-Promotion Janik Eifler verpasst eine bessere Position wegen technischer Probleme.

EGO-Promotion Die nassen Bedingungen machten Janik zu schaffen. Das Rennen aus seiner Sicht: „Am Berg konnte ich richtig Druck machen und mir gelang es, mich auf Platz elf vorzufahren. In der letzten Runde konnte ich leider einer Attacke nicht mehr folgen und lag auf dem zwölften Platz. Ein Sturz in der letzten Holzkurve, eine Kette die nicht mehr auf das Kettenblatt zu bringen war und ein Ausflug ins Grüne sorgten für einen 22. Platz. Ein sehr undankbares Ergebnis. Nun heißt es nochmal alles geben in Titisee Neustadt nächsten Samstag.”

Pirmin Sigel mit Problemen bergab

Für Pirmin Sigel lagen im Rennen der U23 Freud und Leid sehr nahe beieinander. Einerseits konnte Pirmin in jeder der fünf Rennrunden seine Stärken am Berg sehr gut ausspielen. Andererseits fuhr er angesichts der sehr nassen Bedingungen im Downhill-Stück technisch unsauber und verlor so wertvolle Zeit. "Ich war wie blockiert und konnte meine Fahrtechnik einfach nicht auf die Strecke bringen", fasste Pirmin seine Abfahrtsleistung zusammen. Dennoch konnte er mit Rang zehn eine Top-10-Platzierung einfahren.

EGO-Promotion Das Rennen durch Pirmins Augen: „Mein Start war am Sonntagmorgen um 10.30 Uhr. Leider regnete es die Nacht durch, und die Strecke war stellenweise sehr matschig. Ich kam am Start gut weg und konnte so an achter Stelle in die erste Abfahrt gehen. Ich merkte jedoch schnell, dass ich im Downhill nicht dasselbe Tempo wie meine Konkurrenten mitgehen konnte und musste zum ersten Mal abreißen lassen. In den Anstiegen fühlte ich mich aber sehr gut, sodass ich den Anschluss  wieder herstellen konnte. So ging es Runde um Runde. Ich verlor speziell in einer Passage, in der es sehr schnell über einen sehr verblockten, steinigen Weg ging. Ich hatte an diesem Tag einfach Probleme, bergab ans Limit zu gehen. Obwohl ich bergauf Runde um Runde aufholte und auch sehr viel investierte, reichte es so nur zu einem zehnten Platz. Gewonnen hat Tobias Eise aus Gedern.”

Leoni Fend enrneut stark

Auch die Mädels der U19 hatten am Samstag auf einer trockenen Strecke trainiert, ehe sich diese mit dem Regen in der Nacht auf Sonntag in eine matschige Schlammpiste verwandelte. Leoni Fend und Simone Roßberg ließen sich davon aber nicht wirklich beeindrucken und machten auf der 3,6 Kilometer langen Strecke mit 177 Höhenmetern mächtig Druck. Leoni hatte nach einem etwas misslungen Start am ersten steilen Anstieg etwas zu kämpfen, konnte den Anschluss zur bis dahin führenden Emma Eydt in der danach folgenden flachen Passage aber wieder herstellen. So fuhren sie die ersten beiden von vier zu fahrenden Runden mit wechselnder Führungsarbeit gemeinsam und konnten den Vorsprung zu den Verfolgerinnen immer weiter ausbauen. In der dritten Runde am Ende des ersten Anstieges setzte Emma jedoch eine Attacke, der Leoni nicht folgen konnte - und die sie zwang, ihr eigenes Tempo weiterzufahren. In den technischen Abfahrten fühlte sie sich sehr sicher und schaffte es, den Abstand noch einmal etwas zu verringern, konnte die Lücke nach vorne aber nicht mehr schließen. So kam Leoni nach gut einer Stunde Renndauer mit 48 Sekunden Rückstand als Zweitplatzierte ins Ziel.

EGO-Promotion Leonie Fend teilte sich lange die Führungsarbeit mit Emmy Eydt, konnte einem späteren Antritt ihrer Konkurrentin aber nicht genug entgegensetzen. Am Ende wird sie Zweite.

Simone wird gegen Ende der Saison immer stärker

Simone konnte sich nach dem Start auf dem dritten Platz positionieren. Am Berg schloss eine Fahrerin zu ihr auf und sie fuhren die nächsten eineinhalb Runden gemeinsam. In der Abfahrt der zweiten Runde gelang es Simone, sich das erste Mal etwas abzusetzen. Doch bergauf fuhr die andere Fahrerin die Lücke wieder zu und so gingen sie zusammen in die nächste Abfahrt. In dieser gelang es Simone, einen etwas größeren Vorsprung herauszufahren, welchen sie in der folgenden Runde bergauf halten konnte. So brachte Simone den dritten Platz sicher ins Ziel und durfte sich über weitere Punkte für die Bundesligagesamtwertung freuen.

EGO-Promotion Simone Roßberg komplettiert auf Rang drei das Podium der Juniorinnen nach einer starken Fahrt im Schlamm von Freudenstadt.

EGO-Promotion Die Siegerin Emma Eydt eingerahmt von den zwei Fahrerinnen des BIKE Junior Teams powered by Bulls.

Nun gilt es nochmal, alle Kräfte für das Finale der Bundesliga 2018 in Neustadt zu bündeln, bevor dann die wohlverdiente Pause in der "Off-Season" angesagt ist und alle Teamfahrer Kraft für die nächste Saison schöpfen können.



Alle Ergebnisse aus Freudenstadt gibt es hier!

Themen: BIKE Junior TeamBullsBundesligaNachwuchsförderungRennsport


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