Mit dem Fatbike-Fully Maxx Huraxdax bis nach Indien Mit dem Fatbike-Fully Maxx Huraxdax bis nach Indien Mit dem Fatbike-Fully Maxx Huraxdax bis nach Indien

Dauertest: Maxx Huraxdax

Mit dem Fatbike-Fully Maxx Huraxdax bis nach Indien

  • Marco Schreiber
 • Publiziert vor 3 Jahren

Fatbikes werden oft als reine Winter-Bikes abgetan. Unseren Dauertester führte das Huraxdax aber bis nach Indien und zeigte ihm den sanften Weg der Entschleunigung.



LAUFLEISTUNG:  4567 km | 64100 hm


Ein Fatbike-Fully als Dauertestrad für die komplette Saison, wirklich? Selbst Maxx-Bikes-Chef Uwe Matthies reagierte zunächst ungläubig auf unsere spezielle Testanfrage. Doch unser Dauertester Rasti war sich seiner Sache sicher, auch wenn der Winter sogar in Deutschland irgendwann einmal zu Ende geht. Und nur kurze Zeit später wurde das neongrüne Monster geliefert. Fahrfertige 16 Kilo, verteilt auf zwei richtig breite Walzen. Mehr Leicht-Panzer als Mountainbike. Für noch mehr Komfort sorgte das vollgefederte Fahrwerk.

Der erste Eindruck: Das Huraxdax fährt nicht, es schwebt wie auf Wolken. Allerdings sollte angesichts des Gewichts und der Trägheit der Laufräder eine gewisse Leidensfähigkeit vorhanden sein. Spritzig beschleunigen, agil herumkurven? Davon ist das Huraxdax so weit entfernt wie ein Bodybuilder vom Spitzentanz. Doch egal, ob Bikepark-Tour am Kronplatz oder Ausflug ins Trail-Eldorado Latsch, das Fahrgefühl überwältigte jedes Mal aufs Neue. Was sich auch immer dem Huraxdax in den Weg stellte, verschwand sanft schmatzend irgendwo im Niederdruck der Reifen oder spätestens in Federgabel und Dämpfer. Auf ausgedehnten Touren im heimischen Brauneck oder dem Wörgler Rad-Marathon war hingegen Durchhaltevermögen angesagt. Doch was könnte mehr motivieren, als die entgeisterten Blicke der Betrachter, wenn man mit dem stattlichen Huraxdax ums Eck biegt oder steile Rampen erklimmt?

Bis auf die üblichen Verschleißteile wie Bremsbeläge, Kette und Tretlager zeigte sich das Fatbike vom Dauereinsatz unbeeindruckt. Lediglich die Rockshox Reverb machte auch hier bereits ab 500 Kilometern Probleme und ging in die Knie. Doch das eigentliche Highlight mit 650 Kilometern und 16000 Höhenmetern wartete noch in Indien. Trails ohne Ende, steile Anstiege und schließlich der Zusammenstoß mit einem indischen Motorrad musste das Huraxdax über sich ergehen lassen. Bis auf einen gebrochenen Bremshebel steckte das Fatbike alle Strapazen ohne nennenswerte Defekte weg. Nach über 4500 Kilometern steht jedoch ein Wechsel der meisten Hinterbaulager und ein Service der Federelemente an.


FAZIT: Das zuverlässige Huraxdax kann mehr als nur auf verschneiten Trails überzeugen. Dabei wirkt es wie eine Entschleunigungskur: Leistungsdruck und Strava-Battle sind nach ein paar Metern vergessen.



FUNKTIONALITÄT:   5 von 6 Punkten


HALTBARKEIT:   5 von 6 Punkten



DEFEKTE / WARTUNG


• 1900 km – Auflösungserscheinung – Die Decke des Brooks-Cambium-Sattels riss und musste provisorisch geklebt werden.


• 500 / 2000 km – Sinkflug: Ein häufiges Problem der Rockshox Reverb: Der Sattel senkte sich selbstständig ab. Nach dem Service funktionierte die Tele-Stütze bis Kilometer 2000. Am Ende der Testphase saß die Stütze komplett fest, und es musste eine herkömmliche Stütze rein.

• ab 1200 km –  Metallverschleiß: Bei 1200 und 3000 Kilometern mussten die Bremsbeläge erneuert werden. Kette und Tretlager waren bei 2850 Kilometern fällig.

Robert Niedring Der Sattel ist durchgescheuert.

Robert Niedring Bremsbeläge, Kette und Tretlager sind hinüber.



TUNING


• 130 km – Kraftmeier: Das 28er-Kettenblatt war in Verbindung mit der 11–42er-Kassette zu klein und musste einem ovalen 32er-Blatt von Absolute Black weichen.


• 3600 km – Supersize me: 4 Zoll breite Reifen sind gut, 4,8 Zoll jedoch besser. Nachdem das Profil unten war, erfolgte das Upgrade auf die nochmals dickeren Jumbo-Jim-Reifen von Schwalbe.

Robert Niedring Tuning am Kettenblatt

Robert Niedring Reifen-Upgrade



BEZIEHUNGS-HIGHLIGHTS


Hero MTB Himalaya

Die Herausforderung bei dem Mehrtagesrennen bestand aus schlappen 650 Kilometern und 16000 Höhenmetern. Mit seinen fast 16 Kilo zählt das Huraxdax nicht wirklich zur Gattung der Marathon-Fullys und brachte unseren Dauertester gut ins Schwitzen. Bergauf war Leidensfähigkeit gefordert, während die teils sehr technischen, gerölligen Abfahrten zur Paradedisziplin des Bikes gehörten – und das pannenfrei bis zum Schluss.

Privatfoto Mit dem Maxx Huraxdax beim "Hero MTB Himalaya"



DAS SAGEN DIE LESER

"Läuft …" Flori R., Facebook

"Ich habe das Bike im Juli 2015 gekauft und bin nach 1108 Kilometern sehr zufrieden." Tiziano A., Facebook



DER TESTER

Radl-Rasti, Bikeshop-Besitzer
Alter / Größe / Gewicht : 46 Jahre / 1,94 m / 80 kg
Fahrerprofil: Wandel vom Langstreckenfahrer zum Genuss-Biker
Lieblingsreviere: Alpenvorland, Isar-Trails, Brauneck und Kronplatz

Robert Niedring



DAS BIKE: Maxx Huraxdax


Material:  Alu
Preis / Gewicht:  3830 Euro / 15,6 kg o. Ped.
Federweg (vo. / hi.):   120 mm / 136 mm
Reifengröße:  26 x 4,0 Zoll
Gabel:  Rockshox Bluto RL
Dämpfer: Rockshox Monarch RT3



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Themen: DauertestHuraxdaxMaxxRadl Rasti


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