Martin Gluth ist Deutscher Vizemeister 2007

  • Christoph Listmann
 • Publiziert vor 13 Jahren

Martin Gluth hat es tatsächlich geschafft: er gewann bei der Nachwuchs DM in Gerstetten die Silbermedaille in der Jugendklasse! Anna Kurpas wurde fünfte. Hier sind die Berichte unserer fünf Teamfahrer...


Martin Gluth Deutscher Vize-Meister
BIKE Junior Teamfahrer holt sich die Silbermedaille

Vergangenes Wochenende wurden im baden-württembergischen Gerstetten die Deutschen Meister der Klassen U15 bis U23 in der olympischen Disziplin MTB Cross Country ermittelt. Das ganze Jahr über bereiten sich die Fahrer auf diese Meisterschaften vor, denn eine Medaille bei der DM zählt im Nachwuchsbereich mehr als jeder Sieg bei einem anderen Rennen. Am Samstag fand um 12.45 Uhr der Slalom statt. Jeder Fahrer musste 2 Durchgänge auf dem technisch sehr anspruchsvollen Slalom, der im Wald abgesperrt war, bewältigen. Im ersten Lauf unterlief mir an einer technischen Schlüsselstelle ein kleiner Fehler und ich musste aus dem Pedal klicken. Dabei verlor ich zwar wertvolle Zeit, platzierte mich aber dennoch unter den Top 10. Beim zweiten Lauf wählte ich dann eine etwas andere Linie um diesen Fehler zu vermeiden. Dies gelang mir hervorragend und mit 38,17 Sekunden hatte ich die drittschnellste Zeit. Da die Durchgänge zusammen gewertet wurden, erreichte ich den 4. Platz und war damit voll zufrieden.

Am Sonntag den 01.07.2007 um 11.25 war es dann endlich soweit. Der Startschuss fiel und die besten Mountainbiker der U17 Klasse wurden in 5 Sekundenabständen, nach der Slalomwertung des Vortages, auf die Strecke geschickt. Diese war 2660 Meter lang, hatte ca. 108 hm und war mit Anstiegen bis zu 18 % und Downhills bis zu 21 % gespickt. Durch einen super Start konnte ich bereits am ersten Anstieg auf den Drittplazierten aufschließen. Nach der 1 von insgesamt 7 Runden lang ich auf Position 2 des 76-Mann starken Feldes und 25 Sekunden hinter dem Favoriten Markus Schulte-Lünzum. In den Runden 3 und 4 bekam ich dann aus einem unerklärlichen Grund Seitenstechen und Schulte-Lünzum konnte seinen Vorsprung ausbauen. Obwohl ich aufgrund des Seitenstechens etwas an Tempo herausnehmen musste wuchs mein Vorsprung auf den Drittplatzieren Julian Schelb. In den letzten drei Runden konnte ich mein Tempo wieder etwas verschärfen, doch das Loch auf den Erstplatzierten war bereits zu groß um es wieder zuzufahren. Deshalb fuhr ich mit konstanten guten Rundenzeiten und einer Gesamtzeit von 1:07:21 Stunden als Zweiter überglücklich ins Ziel. Damit wurde ich nach 2005 bereits zum zweiten Mal Deutscher-Vize-Meister im Cross Country. Gewonnen hat Markus Schulte-Lünzum (1:04:11) und Dritter wurde Julian Schelb (1:08:53). Im Anschluss an das Rennen musste der Erstplatzierte und die per Losentscheid ausgewählten 4. und 6. platzierten zur Dopingkontrolle. Beeindrucken war für mich die Siegerehrung bei der vor großem Publikum die Nationalhymne gespielt wurde.

Bedanken möchte ich mich für die Betreuung durch meine Trainer Robert Popp (FC Wüstenselbitz) und Karl-Heinz Buhl (Landestrainer Bayern) ohne diese ein solcher Erfolg nicht möglich wäre. Auch die Unterstützung durch mein BIKE Junior Team und dessen Sponsoren (Adidas, Alpina, Continental, Bulls) trug dazu bei.

Nach einem Erholungswochenende geht es mit dem Jugendnationalkader zur Nachwuchseuropameisterschaft (TEJV) nach Frankreich.


Bericht von Anna Kurpas:
Deutsche CC-Meisterschaft in Gerstetten

Ein aufregendes Wochenende und der Saisonhöhepunkt – die deutsche CC-Meisterschaft in Gerstetten – liegen nun hinter mir.

Noch nie in meiner jungen Radkarriere erlebte ich solch ein Wellental an Gefühlen wie am vergangenen Wochenende. Es war ein Wochenende, an dem alles Kopf stand und am Ende doch alles beim Alten blieb.

Doch zum Anfang dieses Krimis:
Am Freitag ging es mit unserem Bike-Junior-Team-Zebra (unser neues Wohnmobil) nach Gerstetten. In aller Ruhe besichtigten wir kurz die Strecke und fielen noch vor Sonnenuntergang in die Betten.

Schließlich war am Samstag pure Konzentration gefragt. Trial und Slalom standen auf dem Programm und zur Unterstützung reiste extra mein Techniktrainer Thomas Bilgeri an, um mir in letzter Minute ein paar heiße Tipps zu verabreichen.

Und es lief fantastisch. Drittbeste Zeit im Slalom, die Trials konnten also kommen. Nachdem ich in dieser Saison meistens den Slalom „versemmelt“ hatte, konnte ich nun völlig ruhig in die Techniksektionen starten. Und da erlebten meine Konkurrentinnen einen rabenschwarzen Tag. Nicht so ich und so hieß es am Ende des Tages durch ein fantastisches Trialergebnis Rang 2 im Zwischenergebnis.

Eine bessere Ausgangssituation konnte ich mir nicht wünschen. Nur 20 Sekunden hinter der führenden Chiara Eberle und 40 Sekunden Vorsprung auf die Favoritin Ann-Marie Blankenhorn. So hieß es in der Startaufstellung am Sonntag. Die Strecke lag mir, also spekulierte ich natürlich mit einem Podestplatz.

Direkt nach dem Start machte ich Druck. Ich wollte auf Eberle aufschließen, denn vier Runden alleine im Wind waren schwer. Bereits nach der erste Runde hatte ich sie in Sichtweite, in der zweiten Runde verkürzte ich den Abstand auf nur mehr sieben Sekunden.
Alles lief perfekt. Bis zur verflixten, dritten Runde. In einer harmlosen Wiesenkurve rutschte mir das Vorderrad weg und ich legte mich der Breite nach hin.

Ehe ich meine „sieben Sachen“ zusammen hatte, schoss schon die Drittplatzierte Blankenhorn an mir vorbei. Doch es kam noch schlimmer: Wie weggeblasen waren meine guten Beine und so musste ich Ende der dritten Runde auch noch die Dettingerin Sophie Ries und die Lindauerin Johanna Techt passieren lassen.

Ich erlebte einen völligen Einbruch….. Zum Schluss hieß es dann, wie im vergangenen Jahr, Rang fünf. Siegerin wurde die unheimlich fahrende Sophia Ries, vor Ann-Marie Blankenhorn und der Lindauerin Johanna Techt. Dass der Einbruch kein Zufall war, bewahrheitete sich einen Tag später.

Seit Montag liege ich nun mit Fieber und hämmernden Kopfschmerzen im Bett. Leider nur ein kleiner Trost, denn die Zeichen standen in diesem Jahr wirklich richtig gut. Es wäre alles drin gewesen. Aber eben nur wäre. Irgendwie ist in dieser Saison einfach der Wurm drin.
Wenn alles klappt, werde ich ab September das neue Radsportinternat in Marktoberdorf besuchen. Und spätestens in 2 Jahren gibt es einen neuen Angriff aufs Podest. So schnell lass ich mich nicht unterkriegen !!!!!!!!!!!!!


Alex Dittgens Bericht von der Deutschen Meisterschaft am 01.07.07 aus Gerstetten.

Mein Vater und ich reisten erst am Freitag nachmittag an, da meine persönliche Erwartung an die Deutsche Meisterschaft nicht so gut war. Mein Trainingszustand war einfach nicht gutgenug. Vater und ich ging am späten nachmittag die Strecke ab, und bildeten uns eine Meinung. Die Strecke war sehr schnell, technisch nicht so schwer, aber die steilen Stücke kosteten viel Kraft. Da unser Start um 13.00 Uhr war, hatten wir eine angenehme Startzeit. Am Renntag, war ich obwohl ich nicht viel zu erwarten hatte, trotzdem ein bisschen aufgeregt. Aber ich zog die Startvorbereitung durch, und machte mich für Rennen bereit. Vom Start an, kämpfe ich mich Runde für Runde weiter nach vorne, bis ich in der 5. Runde auf dem 18. Platz an kam. Als ich dann mit meiner Attacke aus unserer Gruppe(Ludwig, Titus, und noch zwei anderen) rausfuhr, und die nächste Gruppe schon im Auge hatte, bekam ich einen Platten. Musst paar hundert Meter laufen, dann wechselte ich mein Laufrad und fuhr weiter...! Aber bis dahin war ich dann schon ca. 40!!! Als ich weiter fuhr, merkte ich wie die Beine noch gutliefen, aber der Kopf hatte nach der Niederlange ein bisschen abgeschaltet. Leider!!! Konnte es nicht mehr ändern. Eine Runde vor Schluss holen sie mich aus dem Rennen da Andy Eyring mich überrundet hatte. Am Schluss wurde ich 39. mit einer Runde im Rückstand. Bis zu der 5.Runde war ich mit meiner Leistung zufrieden, aber dann nicht mehr. Naja, das nächste Jahr wird auf jedenfall besser...=).

Bis dann, Alex


Bericht von Ludwig:

Am Wochenende war ich bei der deutschen Meisterschaft am Start. Kurzum, mir hing die Lange Saison ganz schon in den Knochen. Ich bin seit erstem Mai jedes Wochenende (ohne Pause) Rennen gefahren und irgendwann ist dann einfach die Power aus. Obwohl es bis zum letzten Wochenende noch gut gegangen ist, war dieses Wochenende die Power total raus. Ich Stand in der dritten Startreihe, und konnte meinen Platz gut verteidigen, und bis zur dritten Runde ging es auch ganz gut und ich lag immer auf Platz 22, doch dann kam der Mann mit Hammer und ich viel auf Platz 28 zurück, und Andy Eyring hat mich Überrundet (in der sechsten Runde) und ich hätte eigentlich heraus gewunken werden müssen,. Das ist aber nicht Passiert und so bin ich noch zwei runden weitergefahren genau so wie etliche andere, und ich bin dann sogar noch auf platz 22 vor gefahren. Wurde aber mit dem 28 Platz von der sechsten Runde gewertet. Selbst als ich mich noch bei den Kampfrichtern heftig beschwert habe, war an der Ergebnisliste nichts mehr zu Rütteln. Und ich war Sauer wie noch mal was weil ich ja noch auf Platz 21 vor gefahren war aber naja. Nächstes Jahr nehme ich auf jeden Fall mal ein Wochenende Pause in der Saison um so einen Leistungseinbruch zu vermeiden aber aus Fehlern lernt man. Das nächste Rennen ist die Bundesliga in St. Märgen.


Bericht von Regina Genser:

Am letzten Juni Wochenende, war dann endlich der Höhepunkt dieser Saison, die Deutsche Meisterschaft in Gerstetten. Am Freitag reisten wir in Gerstetten an. Ich schaute mir gleich nochmals die Strecke an, da noch nicht viel los war. Ein etwas schlimmerer Downhill war in die Strecke eingebaut. Gleich in meiner ersten Runde beim Einfahren, stürzte ich genau in diesem Downhill und bekam einen schönen riesengroßen Pferdekuss am rechten Oberschenkel. Somit war das Einfahren am Freitag gelaufen. Am Samstag war dann der Slalom. Wieder fit und ausgeruht startete ich in den sehr kurzen und auch nicht sehr anspruchsvollen Slalom. Beide Läufe gelingen mir eigentlich recht gut, am Ende landete ich dann auf Platz 15. Am Sonntag um 9 Uhr war der Start zum eigentlichen CC-Rennen. Mit 1:05 min. Rückstand auf die Erstplatzierte startete ich. Schon nach der 2. Runde war ich alleine unterwegs. Die Strecke war sehr anstrengend, 5 Mal musste ich die Runde bewältigen. Das Ziel erreichte ich dann auf Platz 13, konnte mich also um zwei Plätze nach vorne kämpfen. Ganz zufrieden war ich auch mit dieser Platzierung nicht, eigentlich hatte ich mir einen Platz in den Top Ten vorgenommen, aber nach einer Woche Trainingspause wegen Prüfungsstress war leider nicht mehr zu erwarten.

Schlagwörter: BIKE Junior Team Martin Glutz Vizemeister


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