Das BIKE Junior Team fährt von Erfolg zu Erfolg

  • Christoph Listmann
 • Publiziert vor 8 Jahren

Am Wochenende 20./21. April, stand für unser Nachwuchsteam das erste Sichtungsrennen in Wombach und der dritte Lauf zur Bundesliga in Heubach im Rennkalender, dabei gab es wieder Siege und Podestplatzierungen. Aber lest selbst:


Bericht von Teamchef Gerhard aus Wombach:

Vorneweg muss man sagen: Ein Lob an die Veranstalter die zum ersten Mal eine Bundesnachwuchssichtung ausrichteten. Wenn auch noch nicht alles wie am Schnürchen lief, war das Wochenende doch für alle ein Erfolg. Viele Nachwuchssportler reisten schon am Freitag an, um auf der Slalomstrecke und dem CC-Kurs noch ausgiebig trainieren zu können. Auch das BIKE Junior Team powered by Milka nutzte jede Gelegenheit, auf der Strecke zu fahren und für den Slalom, der mit verwinkelten Kurven und einem Drop gespickt war, die beste Linie zu finden.

Am Samstag war ab 7 Uhr 30 noch einmal Training und Radabnahme angesagt.

Ab 10 Uhr 30 stand dann für alle Altersklassen der Slalom auf dem Programm. Es mussten zwei Durchläufe gefahren werden, die Zeiten wurden am Ende addiert und daraus resultierte dann die Startposition für das CC-Rennen.

In der U15 konnte unsere Leonie den Slalom für sich entscheiden und bekam so für den Sonntag auch die beste Startposition.

Bei den U17 Mädchen gab es im Slalom Probleme mit der Auslegung und Handhabung des Reglements und so wurde nur die schnellere der beiden Zeiten gewertet. Für Antonia bedeutete das: Position vier, Felicitas startete von der zehnten Position ins Rennen.

Für eine weitere Überraschung im Slalom sorgte Simon Schneller. Lag er nach dem ersten Lauf noch auf Position sechs fuhr er im zweiten Lauf die absolute Bestzeit und ließ sogar die Wombacher Lokalmatadoren hinter sich. Am Ende bedeutete das Position drei für das CC-Rennen.

Timo und Pirmin fuhren beide auf Platz 10 und Dennis belegte als junger Jahrgang Position 17.

Am Sonntag war dann um 9:00 Uhr Start für die Schülerinnen U15 und weibliche Jugend U17 . Die weibliche Jugend U17 musste dabei eine Startloop fahren und sich anschließend auf die CC-Strecke einfädeln. Leider war zum Einen die Strecke nicht 100 prozentig abtrassiert, zum Anderen war anscheinend die Streckenkenntnis der Führenden Hannah Grobert nicht gut, sie fuhr beim ersten Abzweig verkehrt und das gesamte Feld folgte ihr. Das Rennen musste abgebrochen werden und es folgte ein Neustart ohne Startloop.

Die 3,7 km lange Strecke mit ihren 170 Höhenmetern musste zweimal durchfahren werden und Antonia fuhr einen souveränen Start - Ziel Sieg für das BIKE Junior Team heraus.

Felicitas ist eine sichere Bank fürs Podium, PLatz fünf.


Felicitas belegte einen sehr guten fünften Platz im gut besetzten Feld

Beim Rennen der Schülerinnen U15 , die ebenfalls zwei Runden auf dem Kurs absolvierten, gab es wieder einen Sieg für das BIKE Junior Team, es war wieder ein Start-Ziel Sieg, auch der Familienname der Siegerin war Daubermann nur der Vorname lautete diesmal Leonie.

Die Schwestern Daubermann begeistern uns immer wieder.

Pirmin und Dennis mussten bei   den Schülern U15 ins Rennen. Pirmin wollte natürlich seine Top-Ten-Position im Rennen halten. Ein kleiner Ausrutscher hat ihn leider am Ende auf Position elf zurückgeworfen. Bei über 50 Startern in der Bundesnachwuchssichtung ist das aber ein absolut akzeptables Ergebnis und Pirmin wird  in Gedern wieder versuchen in die Top-Ten zu fahren.

Dennis Wahl in action…

Dennis, unser Neuling, hat sozusagen noch freie Hand. Im BIKE Junior Team wird im ersten Jahr nicht nur auf Platzierungen gesetzt. Es soll sozusagen ein Lehrjahr sein, sich weiterentwickeln, aus Fehlern lernen, sich immer wieder neu motivieren und den Blick immer nach vorne richten heißt die Devise. Wir sind überzeugt, dass Dennis all das beherzigt und in die Fußstapfen seiner Teamvorbilder steigt.

Beim Rennen selbst hat er schon an Einführungshang versucht das Feld von hinten aufzurollen. Nach einem Sturz im Singletrail musste er mit  verdrehter Schaltung und Bremse weiterfahren, was ihm letztendlich sehr viele Plätze gekostet hat.

Um 12 Uhr 45 war dann der Start der männlichen Jugend U17. Simon und auch Timo kamen bei dem schwierigen Start am Hang sehr schnell in  die Pedale und reihten sich sofort unter die ersten zehn Fahrer ein. Nach dem Startloop lag Simon auf Position fünf und Timo auf Platz neun. Die U17 hatte nach dem Startloop noch drei Runden zu fahren und Simon nutzte die Gelegenheit, die drei Fahrer vor ihm im Handstreich zu überholen. Einzig der Lokalmatador Robin Hofmann konnte Simon Paroli bieten. So fuhr Simon einen sicheren zweiten Platz nach Hause. Dritter wurde der amtierende Europameister Niklas Schehl.


Timo konnte seinen zehnten Platz vom Slalom halten und war überglücklich und zufrieden mit dem Rennen. Konnte er doch fest stellen, dass sein Wintertraining gefruchtet hat.


Bericht vom Bundesliga Rennen in Heubach, 21.04.13

Daniel Voitl kämpfte hart, wurde aber am Ende vom Pech besiegt.


Daniel erzählt: Da ich aufgrund einer Erkältung und des Abiturs eine zweiwöchige Zwangspause einlegen musste, konnte ich nicht an den ersten beiden Bundesliga-Rennen teilnehmen. Umso "heißer" war ich daher auf den dritten Bundesliga-Lauf in Heubach. Da es das letzte Rennen vor dem ersten Weltcup in Albstadt ist und Heubach als "HC" (Hors Categorie) ausgeschrieben ist, waren einige starke Fahrer aus dem Ausland am Start und das Feld bestand aus ca. 100 Athleten.

Am Sonntagmorgen um 9:30 Uhr mussten die Fahrer der Junioren Kategorie den 4,5km langen, im Schlamm versunkenen und mit  200hm bepackten Kurs viermal umfahren. Ich musste das Rennen von Startplatz 39 aufnehmen und wollte natürlich gleich ganz nach vorne. Dementsprechend ging ich das Rennen etwas "übermotiviert" an und konnte am ersten Anstieg fast an die Spitzengruppe heranfahren. Bei dieser Aktion habe ich vermutlich zu viele Körner verschossen und musste am Ende des Anstiegs zwei Plätze wieder einbüßen. Nachdem ich auf Platz 15 in den Downhill einbog, stürzte ich im letzten Drittel der Abfahrt aufgrund eines Fahrfehlers. Ich hatte erwartet, dass mein Vordermann die entsprechende Kurve schneller durchfährt und musste deshalb von meiner Linie abweichen und fuhr gegen eine Wurzel. Mein Lenker rutschte über das Oberrohr und um größere Schäden am Rahmen zu vermeiden, rannte ich bis zur "Tech-Zone" um dort den Lenker wieder gerade zu stellen. Dies hat mich einige Zeit und Plätze gekostet weshalb ich von Platz 65 das Rennen wieder aufnehmen musste. Nachdem ich einige Plätze wieder gut machen konnte rundete ein Platten in der letzten Runde das Fiasko ab und ich stieg aus. Jetzt heißt es nach vorne schauen und optimal vorbereiten für den Weltcup in Albstadt.


Anke berichtet aus Heubach:

Für mich hieß es an diesem Tag: Alles oder Nichts! Mein Ziel, die Weltcup-Teilnahme in Albstadt, erforderte noch eine top Platzierung.

Diese konnte ich an diesem Tag auch erzielen. Ich fühlte mich perfekt vorbereitet und das nasskalte Wetter kam mir nach den heißen Wochen zuvor eher gelegen. In der ersten Startreihe stehend hatte ich eine gute Angriffsposition. Jedoch kam es vor Rennbeginn schon zu kleinen Reibereien unter den Fahrerinnen. Einzige Chance, um am Start sturzfrei zu bleiben, war, mir schnell Platz zu schaffen und so bretterte ich beim Startschuss sofort los.

Als erste ging ich in den steilen Anstieg. Dann machte mir der Berg allerdings zu schaffen und ich fiel in der ersten Runde erst einmal zurück. Doch Dank meinen technischen Fähigkeiten, die mir im langen Downhill zu Gute kamen und den harten Trainingseinheiten in den Wochen zuvor holte ich langsam wieder auf. In der zweiten Runde konnte ich wieder Druck auf das Pedal bringen und so arbeitete ich mich immer mehr nach vorn.

Beim Zielsprint kämpfte ich noch ein letztes Mal und wurde dafür mit einem beachtlichen zehnten Platz belohnt, dabei war ich viertbeste deutsche Fahrerin. Mit meinen Ergebnissen stehe ich momentan in der Bundesligatabelle auf Rang sechs. Nun fiebere ich auf grünes Licht von Bundestrainer Frank Brückner für den Weltcup in Albstadt hin.

Drückt mir die Daumen!

Liebe Grüße Anke


Bericht von Georg aus Heubach:

Direkt nach dem Start konnte ich mich vorne einreihen, aufgrund eines kleinen Sturzes in der ersten Runde überquerte ich als 9. den Start/Zielbereich und konnte dann nochmals 3 Plätze gutmachen. In den letzten beiden Runden setzte ich mich auf dem 5. Platz fest, mit Anschluss nach vorne. Mit meinem 5. Platz bin ich höchst zufrieden, denn das Feld war stark besetzt (auch international). Somit war ich zweitbester deutscher Fahrer.

Nun kann der Weltcup in Albstadt kommen, aber zuvor geht es in 3 Wochen um den Titel des Deutschen Sprintmeisters

Themen: BIKE Junior TeamBundesliga HeubachCross Country RennenMilkaNachwuchssichtung


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