BIKE Junior Team: Deutsche Meisterschaft Bad Salzdetfurth

Leoni Fend holt DM-Bronze

  • Ludwig Döhl
 • Publiziert vor 3 Jahren

Das BIKE Junior Team powered by Bulls hat die Deutschen Cross Country-Meisterschaften in Bad Salzdetfurth ordentlich aufgemischt. Leoni Fend holt Broze in der U19. Simon Schneller wird Fünfter.

Leoni Fends Rennbericht:

Am Wochenende ging es für das ganze Team zum Saisonhöhepunkt, der Deutschen Meisterschaft nach Bad Salzdetfurth. Nach einer langen Anreise am Freitag stand noch die Streckenbesichtigung an, wo sich schon herausstellte, dass das Rennen am Sonntag eine nasse und matschige Angelegenheit werden würde. Auch am Samstag wurden noch die letzten Vorbereitungen fürs Rennen getroffen und ich freute mich schon auf die große Herausforderung am Renntag. 
Nachdem es vor allem am Samstag stark regnete, wurde die normal 4,6 km mit 220 hm lange Strecke etwas verkürzt, da durch den Regen nicht mehr alle Teile befahrbar waren.
Am Sonntag fiel für uns Juniorinnen um 11:15 Uhr der Startschuss, zwei Minuten hinter dem Damenfeld und wir mussten vier Runden plus Startloop bewältigen. Nach einem guten Start reihte ich mich am ersten langen Anstieg auf Position vier ein und versuchte dem hohen Tempo meiner Konkurrentinnen zu folgen. Dies gelang mir am Anfang noch, doch dann musste ich die ersten drei ziehen lassen und versuchte meinen eigenen Rhythmus zu finden.
Nachdem Leonie Daubermann (eine der Führenden) in der Abfahrt stürzte und das Rennen beendete, fand ich mich auf Position drei wieder und diesen Platz wollte ich unbedingt bis ins Ziel bringen. Die extrem rutschigen Abfahrten waren also mit Vorsicht zu genießen und nur bei voller Konzentration gut zu bewältigen. In den Anstiegen versuchte ich möglichst wenig Zeit zu verlieren, denn nicht weit hinter mir befand sich die viertplatzierte Emma Blömeke.
Mir gelang es, ein sauberes Rennen zu Ende zu fahren und  konnte ich mir in meinem ersten Juniorenjahr nach 1:10 Stunden die Bronzemedaille hinter Franziska Koch und Ronja Eibl holen. Mit diesem Ergebnis bin ich absolut zufrieden und freue mich schon auf die nächsten Rennen der Saison.


Ride on,
Leoni

Simon Schnellers Bericht von der Deutschen Meisterschaft 2017

Am vergangenen Wochenende fand einer der alljährlichen Fixpunkte in der Saisonplanung statt, die Deutschen Meisterschaften im Cross Country. Es ging dieses Jahr, nach dreijähriger Abstinenz vom Renngeschehen, in die beschauliche, nahe Hannover gelegene, Stadt Bad Salzdetfurth. Das ganze führt für fast alle Teilnehmer zu langen Anreisezeiten, jedoch ist Bad Salzdetfurth für sein großes Engagement im Mountainbike-Sport bekannt und anerkannt, sodass man immer wieder gern die Reise dorthin antritt. Das Besondere an dem Event ist die Integration der Rennstrecke in den Kern der Altstadt, was zu einem besonderen Flair und meist zu vielen Zuschauern führt.
Nun aber zum Wochenende. Nach der Ankunft am Freitagnachmittag ging ich direkt auf die Strecke, da diese offenbar durch die starken Regenfälle in den Tagen zuvor stark gelitten hat und ihr übliches Gesicht verloren hat. Um hinsichtlich der Reifenwahl Erkenntnisse zu bekommen war somit eine erste Inspektion der Strecke wichtig. Anschließend ging es dann in der Zuschauerrolle zum Eliminatorsprint, wo die ersten Medaillen vergeben wurden. Der Tag wurde dann mit einem Abend in der Pizzeria mit dem Team abgeschlossen. Über die Nacht gab es dann, wie angekündigt, teils heftige Regenfälle, die bis um 11 Uhr anhielten. Da auch noch das Training von 8-10 Uhr stattfand wurde die Strecke immer tiefer und es war teilweise schwer machbar die Abfahrten sicher zu meistern oder die Anstiege ohne Laufen zu bewältigen. Vieles sprach nun für schmale Regenreifen mit hohen Stollen, trotz des langen Teilstücks durch die Innenstadt. Es sollte jedoch noch ein ereignisreicher Nachmittag folgen, der diese Entscheidung noch schwieriger machen sollte. Nach diversen Diskussionen, Unklarheiten, Stürzen in den Rennen der jüngeren Klassen wurde letzten Endes im Anschluss an das Rennen der U19 Klasse die Entscheidung gefällt einige Teile der Strecke für die Rennen am Sonntag nicht zu befahren. Auch diese Entscheidung sorgte erneut für Diskussionsstoff, da es die Meinung gab U23 und Elite müssten mit solchen Bedingungen zu Recht kommen und in anderen Ländern oder Weltcups gäbe es so etwas nicht. Ich für meinen Teil sehe diese Entscheidung als Tatsachenentscheidung, ähnlich wie im Fußball, die es zu akzeptieren gilt. Diese Entscheidung wurde im Sinne der Sportler und nicht gegen die Sportler gefällt, da die Gesundheit dieser geschützt werden sollte, in dem man eine Abfahrt herausgenommen hat die eher einer Lotterie glich als einer technisch herausfordernden Abfahrt. Des Weiteren muss man berücksichtigen, dass im Rahmen einer Deutschen Meisterschaft nicht ausschließlich Weltcupfahrer unterwegs sind und es auch für diese Sportler, die teilweise etwas schwächer sind, ein faires und sicheres Event geben sollte. Im Nachhinein kann man aufgrund der Ergebnisse festhalten, dass die Streckenänderung die Ergebnisse nicht wesentlich beeinträchtigt hat, denn es setzten sich überwiegend die Fahrer durch, die man auch so vorne erwartet hätte. Somit kann man die Entscheidung als richtig einordnen.
Jetzt aber zu meinem Rennen. Ich wusste, dass ich gut in Form bin und hatte mir deshalb ein Top 5 Resultat als Ziel gesteckt. Es galt 6 Runden plus Startloop zu bewältigen Am Start ging es eine lange breite Straße bergauf auf der gleich mal ordentlich Tempo gemacht wurde. Ich konnte mich gut platzieren und ging so in die erste Abfahrt. Das war gleich die komplizierteste bei der es einige Stürze gab, aufgrund des tiefen Schlamms. Leider kam ich auch von der Linie ab und musste so einige Plätze abgeben. So kam ich nach dem Startloop zwischen Platz 10 und 15 durchs Ziel. Anschließend fand ich mich immer besser zu Recht und konnte mit viel Druck am Berg immer wieder Lücken zu den Fahrern vor mir schließen und diese anschließend auch hinter mir lassen. Sogar Platz drei war irgendwann wieder in Schlagdistanz, was zusätzlich motivierte In Runde 5 konnte ich mich dann auf den 5 Platz nach vorne schieben und war guter Dinge sogar noch nach weiter vorne fahren zu können. Dann läutete jedoch auf einmal die Glocke für die letzte Runde, obwohl es am Start noch ausdrücklich gesagt wurde, dass man 7 Runden plus Startloop bewältigen muss. Das machte es mir dann unmöglich die Lücke nach vorne noch zu schließen und ich fuhr den 5 Platz sicher ins Ziel. Es ist aus meiner Sicht nicht korrekt die Rundenanzahl mitten im Rennen zu verändern, da das natürlich auch die Renneinteilung beeinflusst und somit auch Auswirkungen auf das Ergebnis hat. Somit stufe ich sowas als klaren Fehler der Verantwortlichen ein, im Gegensatz zu der Streckenveränderung(siehe oben).
Am Ende bin ich aber sehr zufrieden mit meiner Leistung und kann mir selbst nicht viel vorwerfen. Leider hat das Ergebnis nicht gereicht um bei der Europameisterschaft dabei zu sein, was natürlich schade ist, aber so wurde es entschieden. Trotzdem viel Glück an alle deutschen Teilnehmer!
Ich werde mich dafür jetzt nach einer kurzen Auszeit ohne seriöses Training auf den Rest der Saison vorbereiten und dort noch einige Top Ergebnisse zu erreichen.

Finjas Rennbericht von der U15:


Bei meiner ersten Deutschen Meisterschaft in Bad Salzdetfurth konnte ich tolle Erfahrungen sammeln! Der Regen der letzten Tage machte die Strecke matschig und rutschig, so wurden auch manche Trails zu einer Laufpassage. Mein Start erfolgte aus der zweiten Startreihe und ich kam gut ins Rennen. Nachdem ich insgesamt zwei Runden durch die Altstadt und die Trails gefahren bin, kam ich als Siebte ins Ziel! Mir hat das Rennen super Spaß gemacht und es war cool auf der gleichen Strecke wie die Elite zu fahren!


Finnja

Simones Rennbericht aus der U17

Am Samstag startete ich bei der Deutschen Meisterschaft in Bad Salzdetfurth. Es hatte die letzten Tage sehr viel geregnet und somit war die Strecke sehr matschig. Wir hatten eine Startrunde und zwei Runden zu fahren. Der Start gelang mir sehr gut und ich konnte mich mit einer weiteren Fahrerin etwas absetzten. Doch machte ich in den Abfahrten ein paar Fehler und kam als Vierte aus dem Startloop. Ich konnte wieder an die Dritte heranfahren und wollte sie überholen. Dummerweiße war es keine geeignete Stelle und und ich blieb mit dem Lenker an der Streckenabsperrung hängen und machte einen Überschlag. Ich landete etwas doof auf dem Kopf. Eine Runde fuhr ich noch weiter, jedoch hatte ich ziemliche Probleme. So musste ich mein Rennen vorzeitig beenden.


Ride clean,
Simone

Schlagwörter: Bad Salzdetfurth Bike Junior Team Cross Country Rennen Deutsche Meisterschaft Junior Team Rennbericht Rennsport Ronja Eibl


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