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BIKE Junior Team: Carpathian MTB Epic – Teil 3

Die erste Etappe: 2700 Höhenmeter und die „Wand“

  • Pirmin Sigel
 • Publiziert vor 3 Jahren

Abenteuerlicher Renneinsatz für Pirmin Sigel vom BIKE Junior Team powered by Bulls: Der U23-Fahrer bestreitet das Etappenrennen Carpathian MTB Epic durch Rumänien und berichtet. Heute: erste Etappe.

Pünktlich um 7 Uhr saß ich am Frühstück und versuchte mich gut mit den für heute nötigen Kohlenhydraten zu versorgen: es stand also jede Menge Porridge auf dem Tisch. Am Abend vorher hatte ich noch mein Rad mit Patronen, Schlauch usw. präpariert, um für die heutige Etappe beim Carpathian MTB Epic vorbereitet zu sein.

Um 10:00 Uhr war Start, 15 Minuten vorher wurden wir in den Boxen aufgestellt. Ich startete aus der zweiten Box auf die erste Etappe. Anfangs wurde ein sehr hohes Tempo gefahren, so dass vorne gleich eine 10 bis 15 Mann starke Gruppe eine Lücke riss. Im ersten Downhill konnte ich die Lücke schließen, so dass ich mit der ersten Gruppe in den ersten langen Berg ging. In der ersten Abfahrt gab es schon einige Fahrer, die mit Defekt aus der ersten Gruppe fielen. Mir ging es zu diesem Zeitpunkt echt richtig gut, ich lag auf Position elf und fühlte mich sehr gut.

An der ersten Feedzone bei Kilometer 14 nahm ich nichts auf. Nach der Zone kam dann die ersten Tragepassage auf einem ausgesetztem Kamm – ungefähr zehn Minuten ging es zu Fuß mit meinem geschulterten Rad durch steil verblocktes Gelände. Ich hatte noch keine Ahnung, was noch kommen sollte! Es folgte ein technisch sehr schwerer Downhill – durch Kuhweiden und super technisches Gelände. Ich konnte gut und kontrolliert mein Tempo fahren und vor der zweiten Feedzone bei Kilometer 28 unsere Gruppe anführen. Ich lag an 14. Position und wir hatten guten Sichtkontakt in die Top 10 hinein.

Dann ging es in den letzten Anstieg rein. Es ging mir noch gut, doch ich merkte, dass ich mir die Geschichte einteilen muss – also fuhr ich meinen Rhythmus, bis plötzlich die „Wand“ vor mir stand: senkrecht, und zwar wirklich senkrecht, ging es über verblockte Stufen direkt nach oben! Rund 15 Minuten trug ich mein Bike und kraxelte über verblocktes Gelände und Felsstufen, bei denen ein Seil hilfreich gewesen wäre. Bei der Aktion verlor ich drei Plätze.

Im nächsten 15 Kilometer langen Downhill war ich so rabenschwarz, dass mir ein anderer Fahrer mit einem Gel aushalf und ich mich so in die nächte Feedzone bei Kilometer 48 retten konnte. Dort musste ich mir kurz Zeit nehmen, eine Banane essen und meine Speicher auffüllen. So halbwegs wiederhergestellt ging ich in den letzten 500-Höhenmeter-Anstieg und kam letztlich nach einer Fahrzeit von 3:46 als 19. mit 27 Minuten Rückstand auf den Sieger Peeter Pruus ins Ziel.

Jetzt gut erholen und morgen auf ein Neues wieder 60 Kilometer und 3300 Höhenmeter.


Ride clean,
Pirmin

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Carpathian MTB Epic


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