Zwei Top 10-Plätze bei Bundesliga am Nürburgring Zwei Top 10-Plätze bei Bundesliga am Nürburgring Zwei Top 10-Plätze bei Bundesliga am Nürburgring

BIKE Junior Team: Bundesliga Nürburgring & Houffalize

Zwei Top 10-Plätze bei Bundesliga am Nürburgring

  • BIKE Junior Team
 • Publiziert vor 5 Jahren

Nach einer enttäuschenden DM in Wombach ging es für Simon Schneller und Pirmin Sigel zum Bundesliga-Rennen am Nürburgring. Einen Tag später sammelte Sigel in Houffalize UCI-Punkte.

Rennbericht von Simon Schneller zum Bundesliga-Rennen am Nürburgring

Am vergangenen Samstag fand zum ersten Mal ein Lauf der KMC MTB Bundesliga im Offroad Park des Nürburgrings statt. Die Veranstaltung war angegliedert an die Großveranstaltung "Rad am Ring", womit man Aufmerksamkeit auf den Cross-Country-Sport ziehen wollte. Man muss sagen, dass sich der Veranstalter Mühe gab und alles verlief pünktlich und koordiniert. Jedoch merkte man an der Strecke den geringen Erfahrungsschatz, da diese mit ihren vielen engen Kurven und den extrem steilen Rampen mehr einer Cross-Runde glich. Auch die Länge des Kurses ließ noch Wünsche offen, denn in unserem Rennen beispielsweise wurden zwei Drittel des gesamten Starterfeldes überrundet. Dennoch ist es schön zu sehen, dass es engagierte Veranstalter gibt. Mit einigen Modifizierungen könnte das Ganze ein cooles Event werden, denn vor allem die Zuschauer kommen auf ihre Kosten, da sie einen Großteil der Strecke überblicken können.

EGO-Promotion,Armin M. Küstenbrück Da es kein U23-Rennen gab, musste sich Simon Schneller mit den Herren messen – und wurde starker Sechster.

Andreas Dobslaff Kämpfte im Zielsprint sogar um Platz fünf: Simon Schneller.

Nun aber zum Rennen: Ich entschied mich aufgrund des späten Starts um 16:30 Uhr erst am Renntag anzureisen. So ging es am Samstagmorgen um 7:00 Uhr los und nach drei Stunden waren wir dann am Ring. Nach einer kurzen Streckenbesichtigung wusste ich nicht genau, was ich davon halten soll, denn der Cyclocross-ähnliche Kurs kam mir auf den ersten Blick nicht wirklich entgegen. Dennoch ging ich nach langem Warten gut gelaunt um 16:00 Uhr zum Start. Hier war die Besonderheit, dass wir vorerst neutralisiert vom Nürburgring, also dem Hauptgelände der Großveranstaltung, drei Kilometer zum Offroad Park befördert werden mussten. Hier erfolgte dann die Startaufstellung. Ich hatte mir keine speziellen Ziele gesetzt, weil es zum einen kein U23-Rennen gab, sondern nur ein Elite-Rennen, in dem Herren und U23-Fahrer gemeinsam antraten. Zum anderen wusste ich nicht genau, ob mein Resultat der Deutschen Meisterschaft nur eine Eintagsfliege war oder ob es wieder so schlecht laufen würde. So konnte ich das 13-ründige Rennen unbekümmert aufnehmen.

Ich bemerkte schnell, dass es heute anders laufen würde als bei der DM. So kam ich nach der ersten Runde bereits auf Platz zehn des knapp 50 Fahrer umfassenden Feldes über den Zielstrich. In Runde zwei konnte ich mich dann bereits in eine Gruppe von Platz 4-6 angliedern. Von da an kämpfte ich mich durch die weiteren elf Runden und hatte konstant super Beine und somit immer viel Druck auf dem Pedal. In der letzten Runde verlor ich leider den Zielsprint um Platz fünf gegen den Dänen Rasmussen. So wurde ich nach 1,5 Stunden Sechster. Dennoch bin ich mit meinem Resultat und insbesondere mit meiner Leistung auf dieser nicht auf mich zugeschnittenen Strecke hochzufrieden. Glückwunsch an Ben Zwiehoff, der das Rennen überlegen vor dem Niederländer Frank Beemer und Bulls-Markenkollege Simon Stiebjahn für sich entschied.

Mit meiner Top-Leistung im Rücken können die nächsten Rennen jetzt kommen. Geplant ist die Trans Schwarzwald, dann der nächste Bundesliga-Lauf in Ortenberg und schließlich als Höhepunkt das Weltcup-Finale in Andorra.


Ride on,
Simon

Pirmin Sigels Rennbericht vom Bundesliga-Rennen und dem Benelux-Cup in Houffalize

Am Samstag stand ich beim Bundesliga-Rennen am Nürburgring am Start. Zeitgleich wurde die Großveranstaltung "Rad am Ring" durchgeführt. Besonders daran: Wir mussten uns vor unserem Start direkt auf der Formel-1-Rennstrecke am Nürburgring einfinden, um danach mit neutralisiert zu unserer Rennstrecke zu rollen. So stand ich nicht wirklich warm am Start zum CC-Rennen.

Andreas Dobslaff Erst in den letzten drei Runde konnte Pirmin Sigel richtig aufdrehen und Plätze gutmachen.

Andreas Dobslaff Mit dem neunten Platz war Sigel am Ende selbst nicht zufrieden. Kopf hoch, Primin!

Am Start konnte ich gut mithalten, so richtig Vollgas geben war aber irgendwie nicht drin. Mein Motor lief nur auf Halbgas. Vielleicht hatte das mit einem Sturz zu tun, den ich in einer treppenähnlichen Passage hatte. Jedenfalls war ich durch den Wind und verlor Plätze. In der vierten von acht Runden fand ich mich auf Platz 13 und hatte die Hoffnung auf UCI-Punkte eigentlich bereits aufgegeben. Doch dann machten meine Beine plötzlich auf, meine Motor sprang an und ich konnte die letzten drei von acht Runden noch einmal richtig aufdrehen. Ich konnte mehrere große Lücken nach vorne schließen und einige Fahrer überholen. So konnte ich als Neunter finishen. Schade, dass mein Motor erst so spät warm gelaufen ist. Es wäre mehr drin gewesen.

Relativ schnell nach dem Rennen hieß es dann: einpacken und Vollgas weiter nach Belgien zum Benelux-Cup. Da wir ziemlich weit weg vom Nürburgring wohnen, war die Entfernung nach Houffalize für uns quasi ein Katzensprung. Ziemlich müde besichtigte ich am Abend noch die Strecke. Ich war absolut begeistert! Der Kurs bestand aus zwei Anstiegen, die jedoch durch mehrere kleine Abfahrten unterteilt waren. Also eher eine unrhythmische Strecke. Ansonsten bestand die Strecke aus 90 Prozent feinsten, natürlichen Trails, die zudem noch extrem technisch und griffig waren. Wirklich wunderbar!

Dann das Rennen am Sonntag: Aus der Startrunde kam ich ungefähr auf Position zehn raus. Da es ziemlich geregnet hatte, war die Strecke recht glitschig. An diesem Tag funktionierten meine Beine jedoch von Beginn an und ich konnte kontrolliert und zügig nach vorne fahren. Nach vier Runden lag ich sicher und ungefährdet auf dem dritten Platz. Es war ein geiles Rennen und eine tolle Veranstaltung in Houffalize! Ich sehr zufrieden, weil ich zudem Erster im jungen Jahrgang wurde und einige UCI-Punkte sammeln konnte.

Privatfoto Da schauten die belgischen Zuschauer: Pirmin Sigel holte den dritten Platz in Houffalize.

Privatfoto International Flagge gezeigt: Pirmin Sigel als Dritter auf dem Podest beim Benelux-Cup in Houffalize.

Es war ein sehr schönes und teils auch erfolgreiches Wochenende. Ich freue mich auf die nächsten Rennen.


Ride clean,
Pirmin

Themen: BIKE Junior TeamBundesligaCross CountryHouffalizeJunior TeamRad am RingRennen


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