BIKE Four Peaks 2016: Etappe 4

Four Peaks: Stiebjahn fährt ungeschlagen zum Sieg

  • Stefan Loibl
 • Publiziert vor 5 Jahren

Simon Stiebjahn (Bulls) stellt mit seinem vierten Tagessieg unter Beweis, dass er zu Recht den Titel bei der 4. Protective BIKE Four Peaks gewonnen hat. Kolumbianerin Parra Sierra siegt bei Damen.

Nur ein symbolischer Lohn für die Mühen der vier Tage: die Finisher-Medaille.

Der Stuttgarter Simon Stiebjahn (Team Bulls) hat die Protective BIKE Four Peaks 2016 gewonnen. Er beendete die finale Etappe mit Start und Ziel in Kirchberg in Tirol (49 km/2011 hm) in 2:21.39,3 Stunden und verwies damit den Gesamtzweiten aus Kolumbien, Luis Mejia sowie den Österreicher Christoph Soukup (Texpa-Simplon) auf die Plätze zwei und drei.

Insgesamt saß Stiebjahn bei einem der größten Erfolge seiner Karriere für die Gesamtdistanz des viertägigen Etappenrennens (206,50 km, 8145 hm) 9:24.48,2 Stunden im Sattel. Sein Erfolg ist mehr als verdient, denn er hat alle vier Etappen für sich entschieden. „Es ist schön, eine Rundfahrt zu gewinnen. Ich freue mich riesig, dass ich alle vier Etappen in Folge für mich entscheiden konnte. Das habe ich auch noch nicht so oft gehabt", freute sich der 26-Jährige nach seiner ersten Four Peaks-Teilnahme. Allerdings gab der Deutsche Vizemeister im Marathon auch zu, dass der Weg zum Titel ein Kraftakt war: „Es waren vier harte Tage. Auch heute haben meine Konkurrenten wieder am Berg versucht, Druck zu machen – vor allem Luis.“

Doch am Ende war Stiebjahn der Einzige, der die Attacke des Südamerikaners im Anstieg zum Pengelstein parrieren konnte, sodass sich am Ende dasselbe Finale wie an den Tagen zuvor entwickelte: Stiebjahn ging als Erster in den finalen Downhill, distanzierte seinen Widersacher auf dem Fleckalm-Trail um fast eine Minute und fuhr am Ende einen ungefährdeten Tageserfolg ein. Hinter dem U23-Europameister von 2012 und Mejia reihte sich Uwe Hochenwarter (Craft-Rocky Mountain) als Gesamtdritter der Etappenhatz ein.

Glücklicher Sieger der Four Peaks 2016: Simon Stiebjahn vom Team Bulls.

Die schnellsten drei Herren nach vier Tagen: Luis Meja, Simon Stiebjahn und Uwe Hochenwarter (von links).

Parra Sierra aus Kolumbien bei Damen vorne

Anders als ihr Teamkollege Mejia konnte Angela Parra Sierra bei den Damen mit ihrem dritten Etappensieg in Serie (2:58.20,0 Stunden) vor Annette Griner (Texpa-Simplon) und Regina Genser (Craft-Rocky Mountain), die im Gesamtranking ebenfalls Zweite bzw. Dritte wurden, den erhofften Titelgewinn einfahren. Mit einer Zeit von 11:41.55,1 Stunden sorgte der Bergfloh aus Kolumbien bei ihrer zweiten Four Peaks-Teilnahme so für die perfekte Wiedergutmachung für 2014, als sie das Podium als Gesamtvierte knapp verpasst hatte: „Ich freue mich wirklich sehr. Ich wusste nach 2014, dass ich es viel besser kann. Ich habe mich extrem gut auf das Rennen vorbereitet. Mein Team hat an mich geglaubt und mir die Chance ermöglicht, es allen zu zeigen. Dafür bin ich sehr dankbar", erklärte Parra Sierra, die damit wohl auch ihrer Mutter das schönste Geburtstagsgeschenk beschert haben dürfte.

Der Bergfloh aus Kolumbien, Angela Parra Sierra, jubelt über den Gesamtsieg bei der Four Peaks 2016.

Strahlende Gewinnerinnen: Das Damen-Podium der Protective BIKE Four Peaks 2016.

Perini, Bölts und Schneller setzen sich durch

In den anderen beiden Wertungskategorien ging der Titel wie erwartet an die Träger der Gelben Trikots. Bei den Grand Mastern fuhr der Italiener Gilberto Perini ungeschlagen zum Gesamtsieg. In der Master-Klasse krönte sich Udo Bölts (Craft-Rocky Mountain) ungefährdet zum Titelträger. Allerdings musste sich der ehemalige Radprofi am Abschlusstag den Gesamtzweiten -und dritten, Teamkollege Michael Anthes (GER) sowie Markus Biersack (GER) geschlagen geben.

In der U23 war Simon Schneller vom BIKE Junior Team einmal mehr das beste Talent im Feld und verdiente sich zu Recht das Weiße Trikot des 'Young Hero'. Mit einem erneut formidablen Ritt in der MAXXIS Enduro Challenge entschied Gabriel Sindlinger (Gonso-Simplon powered by MTB-News.de) den Kampf um das Grüne Trikot des 'Speed Hero' eindrucksvoll für sich.

Bei bestem Wetter ging es in Kirchberg los. Die vierte und letzte Etappe war ein würdiger Abschluss der Etappenhatz durch Österreich.

Dieser Teilnehmer war nicht der einzige, der mit Prothese am Start stand. Hut ab!

Täglich um die 2000 Höhenmeter rauf und auf einigen der besten Trails in Leogang und Kirchberg zu Tal. Das neue Konzept der Four Peaks ist aufgegangen – zumindest wenn man dem Feedback der Teilnehmer glaubt.

Biathlon-Star Lesser zieht positive Bilanz

Anders als geplant verlief indes die zweite Protective BIKE Four Peaks-Teilnahme des zweimaligen Biathlon-Weltmeisters Erik Lesser. Der zweifache Silbermedaillen-Gewinner von Sotschi 2014 hatte auf der ersten Etappe aufgrund eines Kettenrisses 16 Kilometer zu Fuß zurücklegen müssen und dementsprechend schnell das Ziel Top-100 ad acta legen müssen. Dennoch war Lesser am Ende des viertägigen Rennens in Österreich als 126. der Männerwertung zufrieden: „Aufgrund der ersten Etappe war es unerwartet anstrengend, weil meine Wade ein wenig fest war. Sonst bin ich sehr gut durchgekommen. Es war eine schöne Strecke und damit eine gute Abwechslung in der Vorbereitung auf die kommende Saison.“

Kämpfte sich durch die Four Peaks als Vorbereitung für die Wintersaison im Biathlon-Weltcup: Erik Lesser (rechts) mit seinem Betreuer.

Ergebnisse der BIKE Four Peaks 2016

Alle Ergebnisse der vierten Etappe sowie das Gesamtranking finden Sie hier.

Gehört zur Artikelstrecke:

Protective BIKE Four Peaks 2016


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Themen: EtappenrennenFleckalmFour PeaksKirchbergRennen


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