MTB-Transalp auf der Via Claudia Augusta

Leichte & schwere Transalp: Via Claudia Augusta

BIKE Magazin am 14.07.2006

Eine leichte Transalp oder lieber eine schwere? Die Via Claudia Augusta – ein uralter Römerweg – macht's möglich. Auf dieser Alpenüberquerung kann man getrennte Wege gehen, trifft sich abends wieder.

Alpenüberquerung Via Claudia – leicht

345 km/3 857 hm • 5 Etappen • Schwierigkeit: * (max. 6 Sterne)
Diese Transalp-Route eignet sich für: absolute Transalp-Einsteiger oder Ungeduldige, die es schon im Frühjahr über die Alpen zieht.

Die Highlights: Lechtal, Inntal, Etschtal, die leichten Trails am Fernpass (1 266 m), Vinschgauer Radweg mit Ortlerblick

Zwischen Ehrwald und dem Gardasee liegen nur 4 000 Höhenmeter – zumindest auf der leichten Variante der Via Claudia. Harte Naturen drücken sich das an einem Tag in die Beine. Aller­dings verteilen sich diese Höhenmeter auf 345 Kilometer und wer das an zwei Tagen schafft, der ist konditionell wahrscheinlich auf der schweren Variante der Via Claudia besser aufgehoben.

Foto oben: Einfach rollen lassen und den Blick aufs Ortlermassiv von unten genießen: die leichte Variante der Via Claudia Augusta.

Einfach rollen lassen und den Blick aufs Ortlermassiv von unten genießen: die leichte Transalp-Variante der Via Claudia Augusta.

Alpenüberquerung Via Claudia – schwer

588 km/20 293 hm • 8-9 Etappen • Schwierigkeit: ****** (max. 6 Sterne)
Diese Transalp-Route eignet sich für: Bergziegen mit Kraft für 2 500 Höhenmeter am Stück und guter Fahrtechnik für Hochgebirgspfade

Die Highlights: Dirstentrittkreuz, Madritschjoch, Eisjöchl, Auener Jöchl, Monte Gazza

Die schwere Variante der Tour startet in Mitten­wald und misst 588 Kilo- und 20 293 Höhenmeter. Dazwischen türmen sich mit dem Dirstentrittkreuz, dem Idjoch, der Venetalm, dem Madritschjoch und dem Eisjöchl die „bösen Buben“ der Ost­alpen. Stundenlange und durchweg steile Anstiege – wer diese Tour in Angriff nimmt, braucht wirklich Biss.

Zusammen auf Transalp: die zwei Varianten der Via Claudia Augusta

Aber Sie müssen ja nicht: Die beiden Routen treffen oft am selben Übernachtungsort wieder zusammen. Sollten die Beine also morgens doch zu schwer oder das Wetter fürs Hochgebirge zu schlecht sein, können Sie jeden Tag auf die leichte Variante ausweichen. Die leichte Route startet in Ehrwald, erklimmt auf Waldwegen den Fernpass und den leichtesten Hauptkammübergang, den Reschenpass (Asphalt). Von dort rollt man auf vorwiegend asphaltierten Radwegen durchs Vinschgau, an Meran, Bozen, Trento und Rovereto vorbei, dem Gardasee entgegen. Der höchste Punkt liegt dabei auf knapp 1 500 Meter. Vorteil der Route: Sie können schon im Frühjahr losfahren. Wenn auf den hohen Pässen noch dicker Schnee liegt, haben Sie im Tal schon freie Fahrt. Allerdings erleben Sie auch das Panorama nur vom Talboden aus. Aber vielleicht packt Sie ja der Ehrgeiz und Sie wagen sich auch mal an eine der schweren Etappen?

Touren-Info zur Via Claudia Augusta

Transalp-Route der Via Claudia leicht:

1. Etappe: Ehrwald – Fernpass (1 266 m) – Nassereith – Strad – Übernachtung: Imst (FVA, Tel. 0043/5412/69100).
2. Etappe: Imst – Mils – Schönwies – Zams – Landeck – Prutz – Tösens – Kajetansbrücke – Martina – Norbertshöhe – Übernachtung: Nauders (FVA, Tel. 0043/5473/87220).
3. Etappe: Nauders – Reschenpass
(1 507 m) – St. Valentin auf der Heide – Burgeis – Schleis – Glurns – Prad – Göflan – Morter – Tarsch – Übernachtung: Naturns (FVA, Tel. 0039/0473/666077).
4. Etappe: Naturns – Rabland – Algund – Meran – Lana – Frangart – Übernachtung: Bozen (FVA, Tel. 0039/0471/307020).
5. Etappe: Bozen – Auer – Salurn – San Michele – Trento – Rovereto – Nago – Riva del Garda (FVA, Tel. 0039/0464/554444).

Karten: Kompass-Karten (Maßstab 1:50 000) Nr. 25, 35, 42, 52, 53, 54, 74, 75, 101. Tabacco-Karten Nr. 043, 04, 011, 034.

Transalp-Route der Via Claudia schwer:

1. Etappe: Mittenwald – Leutasch – Gaistal – Ehrwalderalm – Ehrwald – Fernpass (1 266 m) – Tegestal – Dirstentrittkreuz (1 844 m) – Tarrenz – Übernachtung: Imst (FVA, Tel. 0043/5412/69100).
2. Etappe: Imst –Imsterberg – Venetalm (1 976 m) – Larcher – Pillerhöhe – Fliess – Landeck – Tobadill – Kappl – Übernachtung: Ischgl (FVA, Tel. 0043/5444/52660).
3. Etappe: Ischgl – Idjoch (2 737 m) – Alp Trida – Compatsch – Kobleralm (1 983 m) – Kajetansbrücke – Martina – Übernachtung: Nauders (FVA, Tel. 0043/5473/87220).
4. Etappe: Nauders – Reschenpass (1 507 m) – St. Valentin auf der Heide – Schleis – Prad – Übernachtung: Sulden (FVA, Tel. 0039/0473/613015).
5 Etappe: Sulden (Seilbahn!) – Madritschjoch (3 123 m) – Zufritt See – Morter – Latscher Alm – Übernachtung: Naturns (FVA, Tel. 0039/0473/666077).
6. Etappe: Naturns – Schnalstal – Eisjöchl (2 906 m) – Lazinsalm – Pfelders – St. Leonhard – Übernachtung: Meran (FVA, Tel. 0039/0473/272000).
7. Etappe: Meran – Hafling – Auener Jöchl (1 924 m) – Möltener Kaser – Jenesien – Übernachtung: Bozen (FVA, Tel. 0039/0471/307020).
8. Etappe: Bozen – Frangart – Montiggler Seen – Kaltern – Altenburg – Grauner Joch (1 803 m) – Vervo – Toss – Campodenno – Spormaggiore – Übernachtung: Andalo (FVA, Tel. 0039/0461/585836).
9. Etappe: Andalo – Passo San Giovanni (1 675 m) – Margone – Castell Toblino – Pietramurata – San Martino – Riva del Garda (FVA, Tel. 0039/0464/554444).

Karten: Kompass-Karten (Maßstab 1:50 000) Nr. 25, 35, 42, 52, 53, 54, 73, 74, 101. Tabacco-Karten Nr. 043, 04, 039, 011, 034.

Literatur und Info: Die Tour (beide Varianten) wurde in BIKE 4/02 beschrieben. Das Roadbook samt Höhenprofilen gibt’s als Download im Internet: Via Claudia

Mit der CD Rom „Traumtouren-Transalp“ können Sie die Tour individuell zusammenstellen und die GPS-Daten anfordern, Info: www.bike-gps.de

Die Geschichte der Via Claudia Augusta: www.wikipedia.org

Geführte Touren: www.alpsbiketours.dewww.alpstours.net (zwei Level) www.seracoje.de (zwei Level, Start in Oberstdorf) www.transalptours.de (Start in Garmisch) www.ulpbike.de
 

Die GPS-Daten finden Sie auf der Webseite von bike-gps.com <hier klicken->

BIKE Magazin am 14.07.2006