Piemont Piemont

Alpenüberquerung auf den Spuren des 1. Weltkriegs

Biken und lernen: Weltkriegs-Transalp

Adrian Kaether am 29.09.2016

Geschichte erleben mit dem Mountainbike: Die MTB-Transalp Alpe-Adria führt Biker auf Etappen mit mittlerem Anspruch und großem Singletrail-Anteil durch die Weltkriegsgeschichte der Ostalpen.

Die Alpen sind das Lieblingsrevier vieler mitteleuropäischer Mountainbiker. Kein Wunder, denn heftigste Laktatduschen bei den Anstiegen und großartige Erlebnisse vor einer traumhaften Kulisse gehen häufig Hand in Hand. Doch die Alpen waren nicht immer touristisch und das ideale Ziel für alle Arten von Action-Urlaubern. Vor gut 100 Jahren erlangten die Alpen schreckliche Berühmtheit als einer der furchteinflößendsten Kriegsschauplätze des 1. Weltkriegs. Und diese dunkle Vergangenheit ist an den ehemaligen Frontlinien noch immer präsent. Sei es durch die Bombenkrater auf dem Monte Baldo am Gardasee, die wie zufällig irgendwo im Hinterland auftauchenden Betonbunker oder die Granatsplitter und Patronenhülsen, die man zuweilen im Schotter der Dolomitenpfade findet.

Vor allem Italiener, Österreicher und Slowenen erinnern sich in den Alpen noch der Schlachten, die tiefe Gräben zwischen die Nationen gezogen haben und die erst im Laufe der Zeit mühsam wieder zugeschüttet wurden. Alleine in den symbolisch gewordenen Schlachten am Fluss Isonzo verloren mehr als eine Million Menschen ihr Leben.

valle_maira_17

In den Alpen erinnern in vielen Regionen alte Bunker an die kriegerische Vergangenheit.

Weltkriegs-Transalp: eine Harmonie von Gegensätzen

Wie auch die Alpen selbst verbindet die Weltkriegs-Transalp Alpe-Adria die Gegensätze auf harmonische Weise. Spaß auf dem Mountainbike bei etwa 60 Kilometern und 1500 Höhenmetern pro Tag und massig Singletrailanteil stehen genauso im Vordergrund wie das Auffrischen der Erinnerung an die dunkle Geschichte der Alpen. Die Alpenüberquerung. die von der Deutschen Kriegsgräberfürsorge e.V. organisiert wird, führt die Teilnehmer von Österreich über Italien und Slowenien bis an die Adria, vorbei an einigen der wichtigsten Kriegsschauplätze des 1. Weltkriegs. Die Kosten liegen bei 725 Euro pro Person inklusive der zwei Guides, einer Gruppengröße von maximal zehn Personen, dem Gepäckshuttle, der Rückfahrt und den Übernachtungen in örtlichen Hotels. Ein Einzelzimmer kostet 70 Euro Aufschlag.

Näheres auf der Website des Veranstalters >>Link<<.

Slowenien

In Slowenien sind die Relikte der Isonzo-Front auf vielen MTB-Touren zu bestaunen, vor allem im Soca-Tal.

Adrian Kaether am 29.09.2016
Kommentare zum Artikel