Slowenien

Slowenien

Dimitri Lehner am 30.07.2004

Für Kenner ist die Soca der schönste Wildfluss Europas. Wir folgten ihren Kurven durch die Julischen Alpen Sloweniens und erlebten eine Gebirgslandschaft, in der die Zeit stillsteht. Dabei ist das Singletrail-Paradies nur wenige Autostunden entfernt. (BIKE 6/2004)

Auf Abenteuer-Suche

Das war genau, was wir wollten: ein kleines Abenteuer, statt einer durchgestylten Tour mit Guide und Gepäcktransport. Lieber ohne Plan losradeln, schauen, wie weit wir kommen und draußen schlafen. Die Julischen Alpen schienen dafür perfekt. Während es am Gardasee wimmelt wie in einem Kaulquappen-Teich, verirren sich nur wenige Reisende nach Slowenien. „Die Alpen wie vor 50 Jahren“, flüstern Fans der Julischen Alpen über ihren Geheimtipp. In Kranjska Gora, wo wir morgens starteten, war von der Einsamkeit allerdings nichts zu spüren. Sloweniens höchster Berg, der Triglav (2864 m), lockt Wanderer wie Pilger an wie einen Wallfahrtsort. Seine 1500 Meter hohe Nordwand gilt als Mannesbeweis für Alpinisten. Wir sehen ihn nur von weitem, als wir über einen Trampelpfad das Pisnica-Tal hinauftreten. Irgendwann wechseln wir auf die schmale gepflasterte Pass-Straße, denn die Steigung lässt uns in kleinste Gänge schalten und die Hinterreifen im Schotter durchdrehen. Selbst Quasselstrippe Bobby Root spart sich die Puste für die Höhenmeter und beugt sich weit über seine Doppelbrückengabel. Wir müssen hinauf auf Sloweniens angeblich schönsten Pass, den Vrsic, auf 1611 Meter.

Diese Touren finden Sie im PDF-Download:

1. Dovje-Runde (35,2 km, 1467 hm, 4 h 30 min)
2. Unter dem Wurzenpass (16,7 km, 732 hm, 2 h 30 min)
3. Dreiländer-Eck (24,9 km, 750 hm, 3 h)

Dimitri Lehner am 30.07.2004