Eine Menge Laktat: Die Aufwärmrunde bei Corte zeigt gleich, was in den Trails der Insel steckt. Eine Menge Laktat: Die Aufwärmrunde bei Corte zeigt gleich, was in den Trails der Insel steckt.
Frankreich

Frankreich: Korsika

Björn Kafka am 10.03.2011

Korsika, insel für Individualisten und Bike-Geheimtipp. Wer das Eiland mit dem Bike erkundet, muss vor allem eins mitbringen: Kondition. Die Mühe wird mit grandiosen Ausblicken belohnt.

Korsika, vielleicht Europas letztes echtes Abenteuer. Endlose, schroffe Felsen, die nur von wenigen schmalen Pfaden durchzogen werden. Außerhalb der Städte sind Menschen selten, dafür wartet das gesamte Landschaftssortiment auf einen: schneebedeckte Bergkuppen, weiße Sandstrände, Urwald und karge Steinformationen. Etwa halb so groß wie Schleswig Holstein ragt die Insel aus dem Mittelmeer. Der Pixelflug mit Google-Maps feuert Abenteuerhungrige noch mehr an: kaum Wanderwege, kaum Häuser im Inneren Korsikas – es sieht aus wie in den Alpen; nur ohne Komfortprogramm, ohne Hütten, Handy-Empfang oder sonstigen Lebenskomfort. Wer einmal mitten in den korsischen Bergen steckt, muss allein wieder raus. Nicht umsonst bildete die Fremdenlegion über viele Jahre ihre Soldaten hier aus. Rickleff Gramberg entdeckte die Insel vor 15 Jahren für sich. Erst durchquerte er Korsika mit dem Rennrad und einem alten Renault R4, dann umrundete er die Küste mit dem Kajak. Seit drei Jahren bietet er auch Bike-Touren an. Davor suchte der gebürtige Husumer zwei Jahre lang nach geeigneten Strecken – Korsika versteckt seine Trails.

Den gesamten Artikel mit Roadbooks und einige GPS-Touren finden Sie unten als Download:

• Ausblick auf Corte (9,81 km, 300 hm, 1:10 h)

• Erfrischungs-Tour in Vivario (40,1 km, 1245 hm, 5 h)

• Wildschweinjagd in Callacucci (47,12 km >1156 hm > 4 h)

• Spelunca-Schlucht (65,70 km, ca. 2000 hm, 9 h)

• Algajola, die Meerrunde (25 km, 723 hm, 2:30 h)

Noch zwei Stunden, dann ist es geschafft: Der Anstieg in der Spelunca-Schlucht zehrt an den Kräften.

Björn Kafka am 10.03.2011