HosentestMode hin oder her – auf Langstrecken sind enge Shorts ungeschlagen. Die Top-Modelle kosten über 200 Euro und stecken voller textiler Tricks. Sind sie ihr Geld wert? Zehn Edelpellen im Praxistest.
Enge Radhosen

Mode hin oder her – auf Langstrecken sind enge Shorts ungeschlagen. Die Top-Modelle kosten über 200 Euro und stecken voller textiler Tricks. Sind sie ihr Geld wert? Zehn Edelpellen im Praxistest.

Bei Praxistests ist es immer gut, auf erfahrene Material-Feinschmecker zurückgreifen zu können. Auf Textil- Zicken, auf Prinzen und Prinzessinnen auf der Erbse. Und wenn eine von denen im Begleitbrief zu ihren ausgefüllten Testbögen schreibt “Man merkt deutlich, dass die Hersteller sich mehr Mühe gegeben haben als beim letztjährigen Test” – dann beruhigt das. Immerhin geht es hier um die Top-Klasse der Radhosen mit einem 235-Euro-Modell an der Preisspitze, während in BIKE 7/08 ein 100-Euro-Limit galt.

Was die Top-Klasse rein technisch vom Mittelmaß unterscheidet, liest sich wie der Einkaufszettel eines Raketenbauers: Memory-Foam, Elastic Interface Technology, Carbonfibre-Mesh oder Lasercut stehen da. Sicher, das sind Marketing-Vokabeln. Doch hinter mancher verbergen sich spürbare Komfortgewinne.

Im Idealfall sitzt eine mit allen Feinheiten konstruierte “Tight” so hautnah und unaufdringlich, als sei sie aufgemalt. Ein Hauptgegner der perfekten Passform sind Elastizitätssprünge in der Hosenkonstruktion. Was nützt der hautschmeichelnde Stoff, wenn die Nähte kneifen, was der perfekte Schnitt, wenn die Kanten des unflexiblen Polsters reiben? Immer dort, wo zwei Materialien aufeinandertreffen, lauern Probleme.

Hosenschneider Assos rechnet vor, dass 6000 Jahreskilometer knapp zwei Millionen Lastwechseln an der Radhose entsprechen. Genauso hoch liegt die Zahl der Scheuerzyklen zwischen Hose und Hintern. Elastische Polster werfen weniger Falten, sie verringern Hautirritationen am Polsterrand, und sie verlängern das Leben der Hose, da die Naht zwischen elastischem Polster und Hose weniger belastet wird als bei starren Materialien. Aus diesem Grund sind längs- und querelastische Sitzpolster in der Top-Klasse mittlerweile Pflicht.

Keine Alternative für Racer: In Sachen Komfort und Passform sind die Tights den weiten Shorts überlegen.
Keine Alternative für Racer: In Sachen Komfort und Passform sind die Tights den weiten Shorts überlegen.
Text:Jörg Spaniol; Fotos: Martin Platter20.09.2009

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(7 Seiten, 1,05 MB, Ausgabe: 9/2009)

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