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Welches Mountainbike ist das richte für mich?

So finden Sie garantiert das richtige Bike!

Ludwig Döhl am 12.09.2017

Unterschiedlichste Komponenten, unendlich viele Kategorien – gerade Einsteiger sind beim Mountainbike-Kauf oft überfordert. Wir versorgen Sie mit den wichtigsten Informationen und klären alle Fragen.

Fully oder Hardtail?

Die Grundsatzfrage, ob man sich ein Hardtail mit starrem Hinterbau oder ein vollgefedertes Mountainbike kaufen soll, klärt oft schon das Budget. Denn gute Fullys gibt es erst ab 1500 Euro aufwärts. Geländetaugliche Hardtails sind bereits für unter 1000 Euro erhältlich. Hardtails sind leicht, wartungsarm und günstig, kommen bergab aber schnell an ihre Grenzen. Wer auf anspruchsvollen Trails seine Blutbahnen mit Adrenalin fluten will oder auf der Suche nach Komfort ist, wird mit einem Fully glücklicher.

Wo soll ich mein Mountainbike kaufen?

Allen, die noch nie ein Laufrad ein- oder ausgebaut haben, raten wir ganz klar zum Kauf beim Fachhändler. Bikeshops bieten kompetente Beratung und helfen bei Reparaturen. Aber dieser Service kostet natürlich. Direktversender wie Canyon, Radon oder Rose sparen sich ein flächendeckendes Händlernetz und können deshalb besser ausgestattete Bikes zu niedrigeren Preisen anbieten. Dafür muss man Reparaturen selbst durchführen – oder das Rad beim Hersteller einschicken.

1, 2 oder 3? Wie viele Kettenblätter brauche ich wirklich?

Einfach-Antriebe sind der letzte Schrei, dabei haben sie auch Nachteile. 1x11-Schaltungen haben eine geringe Gangspreizung. Das heißt: Bergauf fehlt oft ein leichter Gang, während man bei höheren Geschwindigkeiten nicht mehr mittreten kann. Srams neue 1x12-Schaltung hat diese Probleme nicht mehr, ist aber teuer. Geringeres Gewicht und eine aufgeräumte Optik sprechen dennoch für den puristischen Einfach-Antrieb. 2x10- oder 2x11-Schaltungen haben eine deutlich höhere Bandbreite. 3fach-Schaltungen werden inzwischen kaum noch angeboten und gelten als veraltet.

Carbon, Alu oder doch Stahl? Welches Material hat welche Vorteile?

Wer sich für ein güns­tiges Bike entscheidet, braucht sich diese Frage nicht zu stellen. Denn Carbon kommt erst bei hochpreisigen Modellen zum Einsatz. Die Vorteile der Kohlefaser liegen auf der Hand: Sie ist leichter, bei besserer Steifigkeit und bietet unendliche Möglichkeiten bei der Gestaltung. Bei Stürzen reagieren Carbon-Teile empfindlicher. Die Zeiten von plötzlich brechenden Rahmen oder Lenkern sind aber vorbei. Stahl oder Titan sind Materialien für Liebhaber.

Welche Laufradgröße passt zu mir?

Seit dem Ende der 26-Zoll-Ära sorgen zahlreiche neue Laufradformate für Verwirrung beim Kunden. Große 29-Zoll-Laufräder finden vor allem in der Marathon-Szene ihre Anhänger, da sie Hindernisse besser überrollen, ohne das minimalistische Fahrwerk zu belasten. Ihr Nachteil: Sie sind schwerer und machen Bikes in verwinkelten Trails behäbiger. Mit zunehmendem Federweg schrumpfen die Laufräder meist auf 27,5 Zoll. Diese sind leichter, wendiger und besser zu beschleunigen. Es gibt aber auch stimmige 29er mit viel Federweg. Während Plus-Bikes mit breiten Reifen aktuell in Mode sind, bleiben Fatbikes eher Nischenprodukte.

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Ludwig Döhl am 12.09.2017
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