Die hessische Landesregierung will das Radfahren in hessischen Wäldern beschränken. Derzeit berät der hessische Landtag ein Gesetz, das Biken wie wir es verstehen, künftig unmöglich machen würde. Dem jetzt vorgelegten Gesetzesentwurf zufolge wäre Mountainbiken dann nur noch unter massiven Einschränkungen möglich. Aber auch alle anderen Waldbesucher wären betroffen.

Die Hütte brennt! Überraschenderweise wurde der Gesetzesentwurf für das neue Hessische Waldgesetz bereits vor der Sommerpause vorgelegt. Die darin formulierten Einschränkungen für die Waldbesucher – speziell für Mountainbiker – sind nach Aussage der DIMB die bisher weitreichendsten im gesamten Bundesgebiet.

Geht der Gesetzentwurf durch das Landesparlament, wäre ohne vorherige Genehmigung das Radfahren nur noch auf festen Waldwegen, „die von nicht geländegängigen, zweispurigen Kraftfahrzeugen ganzjährig befahren werden können” erlaubt. Das entspräche Wegen mit ca. drei Meter Breite.

Wollen mehrere Personen in den Wald „zur Verfolgung eines gemeinsamen Zweckes”, dürfen sie das nur tun, „wenn nach den örtlichen Gegebenheiten eine Beeinträchtigung des betroffenen Waldgebietes nicht zu erwarten ist”. Weiterhin werden die Hürden für Waldbesitzer tief gelegt, Waldgebiete für Waldbesucher sperren zu können.

Diese weitreichenden Forderungen, Verbote und Sperrungen sind Gift für das gemeinsame Miteinander aller Waldbesucher. Die Deutsche Initiative Mountainbike e.V. (DIMB) setzt sich für die Interessen der Mountainbiker ein und will das Gesetz stoppen. Dazu hat die DIMB jetzt eine vorläufige Stellungnahme zum Gesetzentwurf veröffentlicht.

Per Online-Petition kann jeder seine Stimme für die Initiative OpenTrails Hessen abgeben. Weitere Infos dazu auch auf Facebook.

Plakate, Flyer und Unterschriftenlisten zum Download, den Gesetzesentwurf und viele weitere Infos gibt's hier:
http://www.dimb.de/aktivitaeten/open-trails/gesetzesnovelle-in-hessen

Sebastian Brust am 03.07.2012
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