Es trägt die Gene des All Mountains Jekyll in sich: Das neue Cannondale Trigger verzichtet jedoch auf drei Zentimeter Federweg und hängt seinen großen Bruder nicht nur an der Waage ab. Außerdem: Jekyll 1 und 2

Christoph Listmann am 30.08.2012

Das Trigger hat die wesentlichen Merkmale des Jekyll und übernimmt auch dessen Fahrwerkstechnik. Herzstück des Trigger ist der Fox DYAD RT2-Dämpfer, der zwei voneinander unabhängig einstellbare Federwege bietet. Hier sind es 120 mm im Flow Mode und 70 mm im Elevate-Mode (Jekyll: 150/90). Im Gegensatz zum Jekyll wird das Trigger aber nicht mit Fox-Gabeln ausgerüstet, sondern mit der neuen Cannondale Lefty mit 130 Millimetern Federweg. Cannondale verspricht für den Carbon-Rahmen ein Gewicht von 1900 Gramm plus Dämpfer.

© Herstellerfoto Aufgemotzt: Jekyll 1 und 2

Fahrbericht Trigger 1

Das Trigger ist ein schnelles, agiles Tourenbike, das spürt man bereits auf den ersten Metern – keine Chance fürs Jekyll. Im Singletrail-Paradies Park City begeisterte das Bike durch seinen Vortrieb. Die steife Lefty sorgt für ausgezeichnete Lenkpräzision. Die Verstellung am Hinterbau bzw. den Unterschied spürt man beim geringeren Federweg nicht so deutlich wie beim Jekyll und auch bergab hat das Trigger erwartungsgemäß ein eingebautes Tempolimit, wenn man es mit seinem großen Bruder vergleicht. Trotzdem: In dieser Liga wird es schwer, bessere Bikes zu finden. Schon wegen der Systemintegration wird das Topmodell an der Waage und in der Längsdynamik wenig Gegner haben. Das Trigger Ultimate soll zehn Kilo wiegen, kommt mit Cannondale-Hollowgram-Kurbeln (38/24), Enve-Carbon-Laufräder, und SRAM-XX- Schaltgruppe.

© Herstellerfoto Wie beim Jekyll sitzt der Fox DYAD RT2-Dämpfer tief im Rahmen, die steife Aufhängung garantiert ein präzises Handling. Fahrwerksgewicht: 2480 Gramm.
© Herstellerfoto Vom Lenker aus lässt sich die Lefty blockieren, mit dem rechten Hebel das Fahrwerk ansteuern. Im Flow-Mode sind es 120 mm, im Elevate-Mode 70 mm Federweg.

Jekyll 1 und 2

Weil das Trigger ab 2013 die sportlichen Fahrer bedient, werden die Carbon-Jekyll 1 und 2 aggressiver. Mehr Federweg bietet die 160er Fox-Gabel mit 34er Durchmesser – die perfekte Wahl fürs Bike. Die Übersetzungen werden angepasst (Zweifach 36/22), Bashguard und Kettenführung machen die Sache rund. Die Jekylls werden dadurch mindestens 400 Gramm schwerer als bisher. Preise ähnlich wie 2012.

© Herstellerfoto Aufgemotzt: Jekyll 1 und 2

Jekyll MX

© Herstellerfoto Cannondale Jekyll MX 2013

Enduro-Rennen liegen im Trend. Dafür hat Cannondale das Jekyll MX enstprechend gerüstet. Das Alu-Fahrwerk mit 150 mm Federweg kriegt eine mächtige Fox 36 Stahlfedergabel mit 160 mm Federweg zur Seite gestellt. Das macht das Bike schwerer, aber auch deutlich leistungsfähiger. Passend dazu ist die Zweifach-Kurbel (36/22) mit Bashguard und MRP2-Kettenführung. WTB liefert Reifen und Laufräder. Preis ca. 3500 Euro. Mit dem Jekyll MX verringert sich auch die Lücke zum Freerider Claymore (Bild unten). Der bleibt weitgehend unverändert, auf unsere Kritik am hohen Cockpit hat Cannondale reagiert. Der Steuersatzdeckel wurde deutlich flacher, das legt den Vorbau tiefer.

© Herstellerfoto Cannondale Claymore 2013
Christoph Listmann am 30.08.2012
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