Hat der Mountainbike-Sport ein Dopingproblem? Wir sprachen mit dem Doping-Experten Ralf Meutgens über Doping im Hobby-Sport.

Bike-Sport-Deutschland ist schockiert: Der ambitionierte Hobby-Fahrer Frederik Zierke wurde tot aufgefunden. In seinem Körper und in der Wohnung fanden sich neueste Doping-Substanzen. Wir wollten vom Doping-Experten Ralf Meutgens wissen: Wie verseucht ist der Sport, wenn schon Wochenend-Profis zur Nadel greifen? Für Meutgens ist klar: Der Mountainbikesport hat eine deutlich geringere Anfälligkeit für Doping als der Straßenradsport. Die Ursachen dafür sieht er in den Wurzeln. Mountainbiken, sagt Meutgens, sei nicht aus Verbandsstrukturen erwachsen. "Es war einfach cool, so ein Fahrrad zu haben. Leistung war zweitrangig und ist es wahrscheinlich immer noch.”
Mit Sorgen betrachtet der Experte den Hobby-Sport: Wer glaube, das Thema Doping beträfe nur Profis, liege falsch. Mit der Einnahme von Schmerztabletten bei Hobbyrennen gehe es oft los. Meutgens warnt vor einer Spirale, die nicht selten in der Einnahme von Medikamenten und Designerdrogen ende.

Das gesamte interview lesen Sie in BIKE 3/2013, erhältlich ab 5. Februar am Kiosk oder hier online bestellen >>

Zur Person:
Ralf Meutgens gilt als einer der renommiertesten Experten zum Thema Doping. Bekannt wurde der ehemalige Radrennfahrer, heutige Journalist und Autor spätestens mit seinem 2007 erschienen Buch Doping im Radsport, das längst als Standardwerk zum Thema Doping zählt. Als wichtiger Kritiker der Strukturen des Radsports verurteilt er die Systemimmanenz des Themas Doping aufs Schärfste.

Sebastian Brust am 04.02.2013
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