© Armin Küstenbrück
Die technischen Passagen meisterte Sabine Spitz auf der Strecke in Vallnord (AND) souverän.
Wahnsinns-Comeback: Sabine Spitz holt Worldcup-Sieg

Beim ersten Worldcup-Einsatz nach ihrer siebenwöchigen Verletzungspause gelingt Sabine Spitz in Andorra die Überraschung. Sie holt ihren zweiten Worldcup-Sieg. Bei den Herren gewinnt Nino Schurter, im Downhill Rémi Thirion vor Gee Atherton.

An Spannung war das Rennwochenende im Fürstentum Andorra kaum zu überbieten. Beim Cross Country holte das Haibike-Team von Sabine Spitz in der Damenwertung alle Pokale. Manuel Fumic feierte sein Worldcup-Comeback mit einem Platz in den Top-Ten. Den dritten Lauf des Downhill-Worldcups konnte der Franzose Rémi Thirion gewinnen.

Spitz holt zweiten Worldcup-Sieg ihrer Karriere

Für das Sabine Spitzs Haibike-Team war es das erfolgreichste Wochenende der Team-Geschichte. Trotz der schwierigen Bedingungen und der anspruchsvollen Strecke fuhr das Team drei Siege ein. Den Anfang machte am Donnerstag Kathrin Stirnemann mit dem Sieg im Sprint-Rennen. Es war der erste Sieg bei einem Worldcup für die junge Schweizerin.

Sabine Spitz kam mit der dünnen Luft auf 2000 Meter gut zurecht.
sabine spitz andorra worldcup führung
Sabine Spitz kam mit der dünnen Luft auf 2000 Meter gut zurecht.
© Armin Küstenbrück

Für eine weitere Sensation sorgte Sabine Spitz (41). Ihre Erwartungen waren sehr Verhalten ausgefallen, da es für sie nach ihrer Verletzungspause der erste Auftritt im Worldcup war. Nach 21,25 Kilometern in 1:26:54 Stunden siegte sie in einem spannenden Sprintfinish vor Katerina Nash. „Ich kann es selber kaum glauben. Das Rennen lief perfekt für mich und die Schulter hat mir keine Probleme in der dünnen Luft von Vallnord gemacht.“ Die Teamwertung holte das Trio durch das starke Comeback von Adelheit Morath, die auf einen sehr guten 13. Rang fuhr.

Im Zielsprint nicht zu schlagen: Sabine Spitz.
spitz andorra worldcup ziel
Im Zielsprint nicht zu schlagen: Sabine Spitz.
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Schurter schlägt in der letzten Runde zurück

Bei den Herren ging es ebenfalls packend zu: In der zweiten von sechs Runden konnte sich der U23-Weltmeister von 2012, Ondrej Cink, vom Feld absetzen. Es sah sehr gut aus für den Multivan Merida Team-Fahrer, als er mit 29 Sekunden Vorsprung in die letzte Runde ging. Die Verfolger Nino Schurter, Maxime Marotte, Stéphane Tempier und Gerhard Kerschbaumer erhöhten zur Hälfte der letzten Runde nochmals das Tempo und konnten zu dem Führenden aufschließen.

Sah bis kurz vor Schluss wie der sichere Sieger aus: Ondrej Cink.
cink andorra worldcup merida
Sah bis kurz vor Schluss wie der sichere Sieger aus: Ondrej Cink.
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Nach einer Attacke im steilen Schotteranstieg konnte sich Nino Schurter einige Meter absetzten und ging als Führender in den letzten Singeltrail. Schurter feierte seinen zehnten Worldcupsieg vor Ondrej Cink, Stéphane Tempier, Maxime Marotte und Gerhard Kerschbaumer. Bester deutscher wurde Manuel Fumic auf dem zehnten Platz. Damit hat der sein erklärtes Ziel, eine Top-Ten Platzierung, erreicht. Für Fumic war es nach seiner schweren Schulterverletzung ein gelungenes Comeback.

Das Podium bei den Herren (von links): Maxime Marotte, Ondrej Cink, Nino Schurter, Stéphane Tempier, Gerhard Kerschbaumer.
podium worldcup andorra schurter cink
Das Podium bei den Herren (von links): Maxime Marotte, Ondrej Cink, Nino Schurter, Stéphane Tempier, Gerhard Kerschbaumer.
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Downhill: Atherton-Siegesserie gerissen

Am Sonntag rasten die Downhiller auf einer langen und höchst anspruchsvollen Strecke zu Tal. Als Topfavoriten gingen Gee und Rachel Atherton ins Rennen. Nach einer äußerst knappen Qualifikation war klar, dass die beiden es nicht leicht haben würden ihre Siegesserie fortzusetzen. Bei den Damen sah es lange Zeit so aus, als könne Manon Carpenter dieses Rennen gewinnen. Sie war in der Qualifikation die Schnellste. Im Rennlauf leistet sie sich jedoch mehrere kleine Fehler und lies wertvolle Sekunden liegen. Rachel Atherton brachte einen perfekten Run ins Ziel und sicherte sich somit den dritten Sieg im dritten Rennen.

Das Rennen der Männer war an Spannung kaum zu überbieten. Die technische Strecke forderte einige Opfer: Einen der härtesten Stürze in der Geschichte des Downhill erlitt Cameron Cole. Er schlug extrem hart mit dem Kopf ein und musste später mit dem Helikopter ausgeflogen werden. Für Aufsehen sorgte der Franzose Rémi Thirion, der sich mit einer Zeit von 4:13,666 Minuten den Sieg sicherte. Weder Gee Atherton, noch Sam Hill oder Steve Smith konnten diese Zeit knacken. Für den einzigen deutschen, Johannes Fischbach, lief es nicht rund. Auch er stürzte. Am Ende landete er auf Platz 66.

Text:Stefan Loibl30.07.2013

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