Vom 17. – 20. Mai feierten die Fans des Gravity Bikesports das sechste iXS Dirt Masters Festival in Winterberg. Die Fahrer, darunter haufenweise internationale Stars, zeigten in den Disziplinen Enduro, Slopestyle, Fourcross und Downhill Bikeaction pur. Mit umfangreichem Rahmenprogramm, Live-Konzerten, Autogrammstunden und Sidecontests sowie der Expo mit über 100 Ausstellern zog das iXS Dirt Masters Festival 2012 wieder Scharen von Freeridern ins Hochsauerland.
Los ging's am Donnerstag, den 17. Mai mit der Nachwuchsrennserie im Mountainbike-Downhillsport, dem iXS Rookies Cup. 300 Fahrer zwölf verschiedener Nationen hatten sich dafür gemeldet. Das Besondere an dieser Rennserie ist, dass sie auch für 11 bis 15-jährige Fahrer offen ist. Für eine Überraschung bei den Rookies Women sorgte die Indonesierin Risa Suseanty (Wim Cycle) mit einer Zeit von 2:44 min. Zeitschnellster der Rookies Men wurde Bernd Schuhmacher (GER) mit 2:21 min.
Am zweiten Festivaltag fiel die Entscheidung in der Specialized Enduro Challenge powered by SRAM. Sechs Wertungsetappen mit Zeitnahme, verteilt auf 29 Kilometer Strecke und 1150 Höhenmetern mussten in maximal 4,5 Stunden bewältigt werden. Mit einem Transponder ausgestattet, fanden rund 240 Fahrer durch technische Trailsektionen und knackige Uphills ihren Weg ins Ziel. Die schnellste Gesamtzeit der sechs Wertungsetappen bei den Damen fuhr die Schweizerin Anita Gehrig (SUI – Specialized) mit 15:13 min. Bei den Herren war die Zeit von 10:23 min von dem Franzosen Jerome Clementz (Cannondale) unschlagbar. Die Teamwertung entschied das Schweizer Team Hopeschweiz mit Rene Wildhaber, Ueli Guntli und Lukas Anrig.
Parallel dazu wurde die Entscheidung der Pro-Klasse des SKS Slopestyle ausgefahren. Die Schweden Anton Thelander und Lind Elof sicherten sich die ersten beiden Podiumsplätze und gewannen somit die letzten zwei heiß begehrten Wildcards für den Red Bull Berg Line.
Die FMB World Tour mit dem Red Bull Berg Line am Festivalsamstag war dann auch das Highlight des Tages. Die weltbesten Slopestyler beeindruckten mit Tricks auf massiven Obstacles designed von dem Kanadier Darren Berrecloth (Specialized) im Slopestyle Parcours des Bikeparks. Das atemberaubende Finale gewann der Spanier Andreu Lacondeguy (YT Industries) vor den beiden Briten Sam Reynolds (Polygon) und Sam Pilgrim (NS Bikes). Sowohl Lacondeguy als auch Reynolds begeisterten am ersten Dirt Jump mit einem Double Backflip und teilen sich mit diesem Trick den Best Trick Award.
Bester Deutscher wurde Peter Henke aus Ingelheim mit Platz sieben. Der gerade 19-jährige Youngster war die große Überraschung des Contests: „Der Track war einfach nur geil zu fahren. Ich bin überglücklich über die gute Platzierung. Und ich freue mich echt richtig, dass Red Bull die „Berg Line“ für die Szene stehen lässt.“
Am Festivalsonntag standen die Entscheidungen der beiden Renndisziplinen Fourcross und Downhill an. Die Startreihenfolgen wurden über die Qualifikationsläufe am Vortag gelost. Pünktlich 11.30 Uhr gingen die Heats bei der Scott Fourcross Challenge, dem ersten Lauf der Schwalbe Euro Fourcross Series los. In einem hart umkämpften Finallauf konnte sich Thomas Slavik (CZE – RSP Bike) als Erster vor seinem Landsmann Michael Mechura (CZE – Chainreaction Cycles) und dem Briten Scott Beaumont (Yeti Racing UK) durchsetzen. Bei den Elite Damen gewann Katy Curd (GBR – Rose Vaujany).
Auf der gut eingefahrenen Downhill-Strecke begann das Rennen gegen die Uhr für rund 550 Starter um 11.30 Uhr. Die schlammige Strecke war gezeichnet vom Regen und eine Herausforderung auch für die Besten im internationalen Fahrerfeld. Der Australier Michael Hannah (Hutchinson United Ride) kam damit am Besten zurecht. Mit einer Bestzeit von 2:14 min hängte er Sam Dale (GBR – Transition Bikes) und Johannes Fischbach (GER – Ghost Factory Racing Team) ab.
Im erstklassig besetzen Damenfeld konnte sich die Beste der Quali, die Equadorianerin Diana Marggraff (Zenith) mit 3:00 min vor ihren Konkurrentinnen Sandra Rübesam (GER- Team Giant) und Tahnée Seagrave (GBR – FMD Racing) durchsetzen.
Die Veranstalter des Festivals zeigten sich rundum zufrieden. Die Mischung aus Actionsport verschiedener Bikedisziplinen, Ausstellerprogramm, Live-Konzerten und Sideevents ist und bleibt unvergesslich für Teilnehmer und Besucher.
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