Alles richtig gemacht, trotzdem Ärger bekommen – seit August 2011 hat sich die Situation für die Münchner Mountainbiker zusehends verschlechtert. Damals hatten verschiedene Umweltverbände gemeinsam mit dem Isartalverein ein Bike-Verbot auf den Isartrails gefordert. Angeführt von der Deutschen Initiative Mountainbike und dem DAV M97 haben die Biker das Gespräch gesucht, in einem großen Rama-dama den Wald gesäubert und für ein friedliches Miteinander geworben. Wie es scheint vergeblich.
An die illegalen Eingriffe in die Natur – Baumstämme, Äste und manchmal sogar Steine auf den Pfaden – hat man sich inzwischen gewöhnt. Neu ist das Selbstbewusstsein, mit dem sich mancher Umweltschützer zum Ordnungshüter aufschwingt und Biker an der Weiterfahrt hindern will. Inzwischen gleicht das Isarufer stellenweise einem wahren Schilderwald: Zwischen Großhesselohe und Pullach steht seit kurzem an fast jedem Abzweig vom Uferweg auf die Trails ein Schild, das auf die Bike-Verbote hinweist. So ist es inzwischen auch ortsfremden Bikern ohne Mühe möglich, einen Einstieg in die Trails zu finden.
Wir sind gespannt, wie es weitergeht. Derzeit können wir nur Ruhe bewahren, freundlich grüßen und weiter Rücksicht nehmen – und den herrlichen Herbst auf dem Bike genießen.
BIKE 6/2013
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