Thermonet Buff Neu für Herbst-Winter 2017 / 2018 Thermonet Buff Neu für Herbst-Winter 2017 / 2018

Thermonet Buff: neues Schlauchtuch für kältere Tage

Schon gefahren: Buff Thermonet Schlauchtuch

Sebastian Brust am 16.10.2017

Heiße Ware: Das Buff Thermonet Schlauchtuch soll vier Mal so warm sein wie herkömmliche Mikrofaser-Materialien. Also genau richtig für kühle Tage in Herbst und Winter? Wir haben es ausprobiert.

Es ist wie bei Papiertaschentüchern, Nuss-Nougat-Creme oder Alleskleber. Auch für die Gruppe der nahtlos gestrickten und multifunktionellen Schlauchschals gibt es ein so genanntes Deonym: Buff. Der katalanische Textilfabrikant Joan Rojas erfand vor 25 Jahren neben der innovativen Fertigungsmethode mit dem Buff-Tuch auch den Archetyp des schlauchförmigen Multifunktionstuchs, das Schal, Mütze oder Stirnband sein und so Hals, Ohren oder Kopf wärmen und vor Wind oder Sonne schützen kann. Inzwischen gibt es hunderte Varianten des Buff-Tuchs in den verschiedensten Material- und Farb-Kombinationen.

Toll: Wärmewirkung, Passform, Recycling-Materialien

Neu in diesem Herbst: Das Thermonet Buff. Vier Mal so warm wie das herkömmliche Mikrofasermaterial soll die gemeinsam mit Primaloft entwickelte Faserinnovation sein. Gut, so genau konnten wir das bisher nicht bestätigen. Aber die höhere Isolationswirkung ist deutlich spürbar und der des Merino-Buffs ähnlich.

So kommen Biker je nach Veranlagung und Belastung bei Temperaturen ab zehn Grad schon mal ins Schwitzen. Viel macht das nicht, denn das Thermonet Buff ist verglichen mit herkömmlicher Mikrofaser winddichter, trocknet aber ähnlich schnell.

Die Passform ist toll. Während andere Schlauchtücher gerne mal schlaff am Hals herumbaumeln, besitzt das 42 cm lange und 24 cm breite Thermonet Buff genau das richtige Maß an Spannung, um dort zu bleiben, wo es sein soll: Zumindest am 36-cm-Hals unseres Testers rutschte es nicht nach unten und verharrte brav in der Position unterhalb der Helmgurts.

Ein weiterer Pluspunkt: die Nachhaltigkeit. Zwar besteht das Thermonet Buff wie die meisten Funktionstextilien aus Polyester. Das wird aber in diesem Fall zu 70 % aus alten PET-Flaschen gewonnen und reduzieren so den Berg aus Plastik-Müll, der Tag für Tag im Meer landet.

Das Material fühlt sich geschmeidig an, macht aber einen robusten Eindruck. Ein paar Drei-Tage-Bartstoppeln halfen, die Pilling-Anfälligkeit des Stoffs zu testen. Fazit nach rund vier Wochen Dauereinsatz: gute Resistenz gegen Bartstoppeln, etwas weniger gegen Klett-Verschlüsse. Hier zog es ein paar wenige Millimeter lange weiße Fasern aus dem ansonsten wunderschön bunt schimmernden Tuch. Trotzdem sollte dieser Stoff eine lange Nutzungsdauer gewährleisten.

Und gibt es auch Minuspunkte? Mit einem Gewicht von (selbst gewogenen) 62 Gramm wiegt das Thermonet Buff gut 20 Gramm mehr als Modelle aus herkömmlicher Mikrofaser. Also eher nicht der Rede wert. Und dass auch das neue Buff, obwohl "multifunktionell" auf der Verpackung steht, nach 25 Jahren Evolution weder Reifen aufpumpen noch lose Schrauben nachziehen kann, wollen wir hier nicht als ernsthafte Kritik verstanden wissen. Vielmehr kann es das, was es können soll, ziemlich gut. Und demonstriert, dass sich Buff damit zu Recht einreiht in die Liste der Marken, die es geschafft haben, einer ganze Produktgattung ihren Namen zu geben.

Ab sofort ist das Thermonet Buff zum Preis von 23,95 Euro in drei Designvarianten im Fachhandel oder auf der Buff-Webseite erhältlich. Außerdem neu mit der Thermonet-Faser: farblich passende Mütze (21,95 Euro) und die Sturmhaube Balaclava für 29,95 Euro.

Sebastian Brust am 16.10.2017
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