Samarathon 2018 Samarathon 2018

Samarathon 2018: MTB-Etappenrennen in Israel

Etappenrennen in der Wüste Israels

Adrian Kaether am 12.04.2018

Mitten durch die israelische Wüste führt das Etappenrennen Samarathon. 200 Kilometer, 40 Prozent Trails. Einen Eindruck bekommt ihr in unserer großen Fotostrecke.

Mountainbike-Etappenrennen: Da denkt man an die BIKE Transalp in den Dolomiten, an endlose Savanne beim Cape Epic, vielleicht auch an Flussdurchquerungen bei der Crocodile Trophy in Australien. Aber sicher nicht an die israelische Wüste. Der Samarathon ist jedoch genau das, ein MTB-Etappenrennen mitten in der Wüste im Süden Israels.

Samarathon 2018

Einer der steinernen Pilze, gut fünf Meter hoch und durch Erosion entstanden. Das Wahrzeichen von Timna Park.

Die dreitägige Schweißorgie wurde 2018 bereits zum vierten Mal ausgetragen. Wie jedes Jahr standen drei Etappen auf dem Programm, in Summe rund 200 Kilometer und 2550 Höhenmeter. Das hört sich nicht nach viel an, doch die unbarmherzige Wüstensonne macht auch die wenigen Höhenmeter zu einer echten Schinderei. Und, darauf sind die Veranstalter ganz besonders stolz: 40 Prozent Singletrails. Das schafft sonst kaum ein anderes Etappenrennen.

Felsformationen und Hitze

Die Strecke führt dabei durch die Negev-Wüste und die südliche Arava-Wüste. Los geht’s im Timna Park, einem israelischen Nationalpark, nahe des Kibbuz Samar. Daher der Name des Rennens, „Samarathon“. Berühmt ist die Region für ihre Felsformationen, die für israelische Verhältnisse relativ hohen Berge und die heißen Temperaturen. Im Sommer sind Temperaturen an die 50 Grad Celsius keine Seltenheit. Schon in der Antike wurde hier von den Ägyptern Kupfer abgebaut, heute liegt das Gold der Region zumindest für die Mountainbiker im nahezu endlosen Netzwerk von Trails. Am Ende gewannen dieses Jahr Noam Schiller und Omer Katzmann und in der Damen-Wertung Moran Feller und Ola Ostrovsky. Einen Eindruck vom Rennen bekommt ihr in unserer ausführlichen Fotostrecke.

Fotostrecke: Samarathon 2018

Samarathon 2018

Der Start der ersten Etappe. Vorne preschen die Profis los wie bei einem Sprintrennen.

Samarathon 2018

Nur wenigen Pflanzen gelingt es, in dieser trockenen Region zu überleben. Auch die Fahrer müssen mit Wasser haushalten.

Samarathon 2018

Verpflegungsstation auf israelisch. Bananen, Datteln und andere Wüstenfrüchte.

Samarathon 2018

Vor den Fahrern breitet sich das felsige Panorama Timna Park aus.

Samarathon 2018

Schnell noch ein bisschen Energie nachschieben. Bei 40 Prozent Trailanteil kann man damit nicht bis zur nächsten breiten Straße warten.

Samarathon 2018

Nach der ersten Etappe ruhen sich die Teilnehmer in der Oase aus.

Samarathon 2018

Eine Wüstenantilope nahe des Fahrerlagers am frühen Abend.

Samarathon 2018

Regeneration ist wichtig. Nur so gelingt auch die nächste Etappe ohne Leistungseinbruch.

Samarathon 2018

Die Teilnehmer trotzen dem Wüstensand. Und haben sichtlich Spaß.

Samarathon 2018

Bei den Masters siegten am Ende Epic-Israel-Organisator Gal Tsachor und Nadav Lugasy vor der spektakulären Kulisse.

Samarathon 2018

Der lange Schal im Nacken schützt vor den unbarmherzigen Strahlen der Sonne. Nur so kann man in der Wüste der Hitze trotzen.

Samarathon 2018

Wer das Kleingeld hat, lässt sich für verbesserte Regeneration von Profis massieren.

Samarathon 2018

Ein wahrhaft biblisches Motiv.

Samarathon 2018

Der mobile Bikepark wird von der ICA, dem israelischen Radsportverband, gesponsert und soll vor allem den Jüngeren die richtige Technik mit an die Hand geben. Er ist bei fast allen größeren Rennevents in Israel zu finden.

Samarathon 2018

Manchmal hilft nur noch ein beherzter Schluck Wasser auf den Kopf gegen einen drohenden Hitzschlag.

Samarathon 2018

Finisher mit Finisher-Medaille aus Ton.

Samarathon 2018

Das Siegerteam der Herren: Noam Schiller und Omar Katzmann.

Samarathon 2018

Einer der steinernen Pilze, gut fünf Meter hoch und durch Erosion entstanden. Das Wahrzeichen von Timna Park.

Weitere Infos zum Samarathon allgemein, zu Terminen und Ergebnissen auf der Website des Veranstalters.
 

Adrian Kaether am 12.04.2018
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