EWS #5 2017 Millau (FRA) EWS #5 2017 Millau (FRA)

Enduro World Series #5 2017 in Millau (FRA): Rennbericht

#Endurowetseries

Adrian Kaether am 05.07.2017

Nicht einmal das fünfte Rennen der EWS 2017 in Südfrankreich blieb vom Regen verschont. Die Franzosen, allen voran Adrien Dailly zeigten sich stark. Cecile Ravanel holte noch einen Sieg.

#Endurowetseries. Seit Wochen schon verbreitet sich der Begriff auf Facebook, Twitter und Co. unter den Mountainbikern wie ein Lauffeuer. Kein Wunder, denn man könnte die Saison der Enduro World Series 2017 bisher kaum treffender und knackiger beschreiben - eine kongeniale Wortneuschöpfung, geboren durch die Schwarmintelligenz der sozialen Medien.


Beim ersten Stopp in Rotorua (Neuseeland) gab’s Regen, sogar beim zweiten Rennen im eigentlich für seine Trockenheit berühmten Tasmanien (Australien) regnete es. Madeira wenigstens war halbwegs trocken, doch dass es bei Stopp Nummer drei in Irland regnete war ja irgendwie zu erwarten gewesen. Und jetzt, Anfang Juli in Südfrankreich?

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Über die Kulisse kann sich keiner beschweren. Hier Cecile Ravanel auf einer der letzten Stages des ersten Tages.


Genau, auch wieder Regen. Dabei sah es zunächst gar nicht unbedingt so aus. Klar, einige Schauer gab es schon in der Nacht vor dem Rennen und die nassen Steine und Wurzeln erhöhten auch auf den ersten Stages von Tag eins das Griplevel nicht unbedingt. Doch dafür wurde wenigstens der Staub von der Strecke gewaschen, der im Training noch für den ein oder anderen unvorhersehbaren Rutscher gesorgt hatte. Alles in allem also keine schlechte Sache, dieser kurze Regen vor dem Rennen.

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Jerome Clementz vor den Klippen von Millau. Er wurde am Ende zwölfter.


Franzosen dominieren


Schon auf den ersten Stages ergab sich ein Bild, dass noch für die nächsten Tage vorhalten sollte. Mit Ausnahme von Greg Callaghan, Sam Hill und Jesse Melamed besetzten die Franzosen dauerhaft die ersten Plätze. Isabeau Courdurier holte vor Cecile Ravanel den ersten Stagesieg des Tages, bei den Männern konnte Adrien Dailly vor Landsmann Alexandre Cure die schnellste Zeit einfahren. Und so ging es auch weiter.

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Off-Camber und dann auch noch nass... Greg Callaghan konnte manchmal noch wenigstens Ansatzweise mit den Franzosen mithalten. Für ihn zählen jetzt vor allem die Punkte für die Gesamtführung.


Local Alexandre Cure konnte überraschend die Stages drei und vier gewinnen und katapultierte sich damit zeitweise in die Führungsposition, während Cecile Ravanel bei den Damen nach einem ersten Sieg von Courdurier noch stärker in die Pedale trat und die restlichen Stagesiege von Tag Eins einkassierte. Und dann - auf Stage fünf - kam was kommen musste. Der Himmel bewölkte sich und wenige Minuten später fielen dicke Tropfen auf die Strecke, die schon die letzte Stage des ersten Tages zur Schlammschlacht machten.

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Der Held des Tages. Alexandere Cure fuhr am Ende auf Platz zwei. Damit hatten wohl die wenigsten gerechnet.


Schlammschlacht im Juli in Südfrankreich

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Adrien Dailly gibt Vollgas.


Die #Endurowetseries enttäuschte also auch in Frankreich nicht. Und nachdem es am Ende von Tag eins einmal zu regnen begonnen hatte, hörte es auch so schnell nicht wieder auf. Vier Stages lagen an Tag zwei noch an, darunter auch echte Downhillprüfungen, jetzt durch den Regen völlig aufgeweicht. Und prompt war Adrien Dailly wieder an der Spitze. Anders als sein Konkurrent Alexandre Cure, leistete er sich zunächst keine Fehler und konnte einen kleinen Vorsprung herausfahren. Zwar stürzte er heftig auf der felsigen Stage Acht, doch auch die nächsten Verfolger blieben hier nicht im Sattel, während Sam Hill vor Damien Oton und Greg Callaghan zum Stagesieg fuhr.

(c) Pinkbike


Auf der letzten Stage holte Adrien Dailly dann wieder Platz zwei und zementierte damit seinen dritten Sieg der Saison, während Richie Rude sein ansonsten wieder eher entäuschendes Wochenende wenigstens mit einem Stagesieg beenden konnte. Platz zwei ging an Alexandre Cure, der damit das mit Abstand beste Ergebnis seiner Karriere einfahren konnte, den dritten Rang sicherte sich Damien Oton vor Florian Nicolai und Theo Galy. Fünf Podiumsplätze für Frankreich im Rennen der Männer also.


Cecile Ravanel holt den Sieg und die Gesamtführung

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Das Podium der Damen: Isabeau Courdurier, Cecile Ravanel und Caro Gehrig (von links).


Bei den Damen konnte Cecile Ravanel ihre Siegessträhne zwar nicht ganz so ungestört fortsetzen – Stage sechs und neun gingen knapp an Isabeau Courdurier, Stage acht an die Kanadierin Andréane Lanthier Nadeau, doch für den Sieg reichte das allemal. Sie zementierte damit außerdem ihre Führung in der Gesamtwertung, wo sie jetzt fast 500 Punkte Vorsprung auf ihre nächste Verfolgerin Ines Thoma mit 1480 Punkten hat. Der Kampf um Platz zwei dagegen wird spannend. Ines Thoma liegt mit 1480 Punkten auf Platz zwei, nur 30 Punkte vor Katy Winton auf Platz drei, außerdem folgen Caro Gehrig, Isabeau Courdurier und Anita Gehrig mit 1390, 1370 und 1350 Punkten. Sie liegen also ebenfalls noch in Schlagweite.

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Katy Winton fährt eine gute Saison und liegt in Schlagweite für Platz zwei des Gesamtrankings. Millau war da keine Ausnahme.


Dailly führt Gesamtwertung an


Bei den Männern übernimmt Adrien Dailly nach der fünften Runde der EWS 2017 die Gesamtführung von Greg Callaghan, der auf Platz drei abrutscht, während Sam Hill sich noch zwischen die beiden klemmt. Zwischen Callaghan und Dailly liegen aber nur hundert Punkte, der Kampf um die Gesamtwertung ist also noch völlig offen. Zu Platz vier dann im Moment eine große Lücke: Jerome Clementz liegt mit fast 400 Punkten Abstand auf Callaghan weit zurück.

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Bei Mark Scott löste sich auf der letzten Stage das Schaltwerk. Damit war Schluss mit Treten und Aerodynamik angesagt. Im Hintergrund kommt bereits Stagesieger Richie Rude angeschossen.


Maes und Graves müssen das Rennen abbrechen


Besonderes Pech hatten in Frankreich Martin Maes und Jared Graves, was sicher auch wenigstens zum Teil die große Lücke zwischen Platz drei und vier in der Gesamtwertung erklärt. Beide mussten sich nach heftigen Stürzen auf Stage eins aus dem Rennen zurückziehen. Da kann man nur hoffen, dass es beim nächsten Rennen in Aspen Snowmass (Colorado, USA) Ende Juli besser für sie läuft.

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Isabeau Courdurier konnte drei Stagesiege holen, doch Cecile war im tiefen Schlamm einfach zu schnell.


Alle Ergebnisse der Enduro World Series finden sie auf der Website der EWS.

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Überall Wasser...

Adrian Kaether am 05.07.2017
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