Cyprus Sunshine Cup 2017 Stage 2 Cyprus Sunshine Cup 2017 Stage 2

Cyprus Sunshine Cup Afxentia 2017 Stage 2: Rennbericht

Defekte entscheiden die zweite Etappe

Adrian Kaether am 25.02.2017

Auch auf der zweiten Etappe des Cyprus Sunshine Cups waren Defekte an der Tagesordnung. Diesmal traf es Kulhavy und Bolomoina. Githa Michiels und Jordan Sarrou holten in der Folge den Etappensieg.

Mit der Rundkursetappe Lefkara-Lefkara ist die höhenmeterreichste Prüfung des Afxentia-Stage Races bereits nach der zweiten Etappe Geschichte. 52,2 Kilometer und 2154 Höhenmeter galt es zu bewältigen, wie auch schon beim Zeitfahren am Vortag fielen die meisten Entscheidungen durch Defekte im Downhill.
Führende von Defekten zurückgeworfen


Yana Belomoina und Jaroslav Kulhavy hießen die Pechvögel dieses Mal, die sich beide als bis dahin Führende einen Defekt im größten Downhill der Etappe einfuhren. Besonders bedeutsam hier der platte Reifen von Olympiasieger Jaroslav Kulhavy, hinter dem sich in der Abfahrt ein kleiner Stau bildete. So wurden die Karten hier nach der Hälfte des Rennens komplett neu gemischt. Sebastian Carstensen Fini und Weltcup-Pilot Jordan Sarrou profitierten, sie konnten sich gemeinsam nach dem Defekt von Jaroslav Kulhavy vom Feld absetzen.


Jordan Sarrou holt den Etappensieg

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Jordan Sarrou gab sich nach seinem Sieg entspannt.


Doch der Kletterstärke von Jordan Sarrou hatte Sebastian Carstensen Fini wenig entgegenzusetzen. Er musste voll ans Limit gehen und verlor dann in einer Kurve die Kontrolle. Sein Sturz gab Bartolomej Wawak aus Polen neue Hoffnung. Der Kross Fahrer pushte bis zum Ende der Etappe hart, vor allem im letzten Anstieg konnte er zahlreiche Meter auf Carstensen Fini gutmachen und überholte ihn schließlich knapp vor dem Ziel.

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Um Jordan Sarrou zu folgen, ließ Sebastian Carstensen Fini das Gas voll stehen. Zu viel des Guten. In einer Schotterkurve rutschte er weg, handelte sich eine üble Schürfung ein und verlor seinen zweiten Platz gegen Platz drei.


Bemerkenswert, doch keinesfalls überraschend war die Aufholjagd von Jaroslav Kulhavy. Der hatte durch seinen Defekt gut zweieinhalb Minuten verloren und seine Felle schon davonschwimmen sehen, auch was die Gesamtwertung anbelangt. Doch dieses Jahr kam die Tech-Zone früher als in vergangenen Jahren, das gab dem Olympiasieger von London neue Hoffnung. Auch er konnte im letzten Anstieg noch einige Sekunden herausfahren und erreichte das Ziel mit nur einer Minute Rückstand auf Jordan Sarrou. Damit liegt Jaroslav Kulhavy auf Platz zwei im Gesamtranking, nur 12 Sekunden hinter Jordan Sarrou. Platz drei geht im Moment an Jan Skarnitzel mit 36 Sekunden Rückstand. Sicher wird hier auch erst das Cross-Country Rennen am vierten und letzten Tag des Afxentia Stage Race die Entscheidung bringen.


Githa Michiels gewinnt die Etappe im letzten Anstieg

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Githa Michiels presste auch auf den letzten Metern noch alles aus sich heraus.


Bei den Damen war es Yana Belomoina, die als Führende im Downhill einen Defekt erlitt und damit am Ende ganze 10 Minuten verlor. Sabine Spitz ging infolgedessen in Führung, hinter ihr folgten mit einer halben Minute Abstand Gunn-Rita Dahle Flesja, die sich bald in Gesellschaft von Vortagessiegerin Anne Terpstra und der ungarischen Meisterin Barbara Benko wiederfand. Relativ plötzlich kam dann die Attacke von der belgischen Meisterin Githa Michiels. Ohne Rücksicht auf Verluste griff sie das Trio um Gunn-Rita Dahle Flesja an, ging in den Wiegetritt und zwang so Barbara Benko zum Ausweichen. Die Ungarin blieb an einer Mauer hängen und ging aus dem Sattel, fing sich aber im Verlauf wieder und erreichte das Ziel als vierte, noch vor Anne Terpstra auf Platz fünf.

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Yana Bolomoina holte sich im langen Singletrail-Stück einen Platten. Ihr Chancen auf einen Gesamtsieg sind damit dahin.


Githa Michiels jedoch zog erst an Gunn-Rita Dahle Flesja, dann auch zwei Kilometer vor dem Ziel noch an Sabine Spitz vorbei. Sie erreichte das Ziel als Etappensiegerin mit 26 Sekunden Vorsprung auf Sabine Spitz. Spitz gab sich im Ziel dennoch zufrieden: "Als ich den Dipotamus Damm passiert habe, konnte ich zurückschauen und sah eine Verfolgergruppe. Ich war in der Lage den Vorsprung bis zum letzten Anstieg zu verteidigen. Als Githa zu mir aufschloss, ist sie gleich vorbei. Ich wollte nicht überreißen, aber ich bin mehr als zufrieden mit meiner Verfassung."

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Das Podium der Damen. Sabine Spitz, Githa Michiels und Gunn-Rita Dahle Flesja (von links).


Platz drei ging an Gunn-Rita Dahle Flesja. Im Gesamtranking führt daher aktuell Githa Michiels mit 24 Sekunden Vorsprung vor Barbara Benko, die durch ihren vierten Platz in Etappe zwei und ihrer guten Platzierung am Vortag den zweiten Platz belegt. Sabine Spitz sitzt ihr jedoch mit lediglich drei Sekunden Rückstand dicht im Nacken. Auch im Rennen der Damen wird die Entscheidung sicher erst im Cross-Country Rennen am Finaltag fallen. Die ersten Sechs Plätze (Michiels, Benko, Spitz, Terpstra, Engen, Moschetti) liegen bisher keine eineinhalb Minuten auseinander. Schwierig wird es dagegen für Gunn-Rita Dahle Flesja auf Platz neun, sie hat mehr als fünf Minuten Rückstand.

Hier finden sie alle Ergebnisse des Afxentia Stage Race. >>Link<<.

Adrian Kaether am 25.02.2017
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